Was in Deiner Lasagne landet

In den letzten Wochen war die Empörung über ein paar Stückchen Pferdefleisch in Fertigprodukten gross. Was ich persönlich viel schlimmer finde, ist die Tatsache, dass die Convenience-Produkte Hersteller in vielen Fällen keine Ahnung haben, wo und unter welchen Umständen das Fleisch produziert wird, welches sie verarbeiten.

Wird Schweizer Fleisch verarbeitet, darf man das mit ruhigem Gewissen konsumieren. Erst recht, wenn das Fleisch aus Bio- oder zumindest aus IP Produktion kommt. Kommt das Fleisch aus dem Ausland, müsst Ihr Euch bewusst sein, dass es unter grässlichsten Umständen produziert werden könnte. Ganz schlimm sind die Umstände hierzu in den USA. Ich schwöre Euch, dort drüben werde ich nie mehr Fleisch essen! Warum nicht? Seht selbst! Das Video ist nicht ganz neu. Und es ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven!

Ich werde weiterhin auf Fertigprodukte verzichten, nur mit frischen Zutaten kochen und mein Fleisch beim Metzger holen. Da weiss ich, dass ich mich auf die Qualität des Produktes und einer einwandfreien Herkunft verlassen kann.

Von Sündenböcken und Versagern

“So viel erhält der Deutsche Bundesbürger für seine Steuern”

Bildquelle: epochtimes.de

Lieber Peer Steinbrück

Mit grossem Verwundern nehme ich Ihre rethorischen Tiefschläge gegen die Schweiz zur Kenntnis und ich komme nicht umhin, heftig meinen Kopf zu schütteln. Denn bei ihrem Verhalten fühle ich mich unweigerlich in mittelalterliche Zeiten zurückversetzt, als man für selbstverschuldetes Versagen kurzerhand einen Sündenbock suchte, anstatt an dem eigenen Unvermögen zu arbeiten.

Die Steuergesetzt der Schweiz wurden für Schweizer geschaffen, nicht um Steuerflüchtlinge anzulocken. Nun gibt es scheinbar riesige Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz, was das Verhältnis des Staates und seiner Bürger betrifft. Lassen Sie mich Ihnen erklären, was Sie scheinbar nicht begreifen können.

In der Schweiz ist die Regierung kein Machtapparat, der die Bürger führt und dirigiert. Der Schweizer Staat ist genau genommen ein Dienstleister, der von den Schweizer Bürgern selbst gesteuert wird und der im Interesse des Bürgers handelt. Insofern hat der Staat bei uns nicht die Rolle einer allmächtigen Kontrollbehörde. Die Kontrolle die von Staates wegen ausgeübt wird, bestimmen wir Bürger selbst. Das Verhältnis unserer Bürger zu der Regierung ist in den meisten Fällen ein Vertrauensverhältnis, bei dem man etwas gibt und dafür etwas bekommt. Natürlich muss der Preis und die Leistung im Verhälnis stehen, sonst funktioniert diese “persönliche Beziehung” nicht.

In der Schweiz zahlen wir Bürger unsere Steuern in aller Regel gerne, denn was wir als Bürger vom Staat zurück erhalten, ist seinen Preis wert! Sei es nun unser Gesundheitswesen, unsere Altervorsorge oder unsere Arbeitslosenunterstützung oder die allgemeine Infrastruktur von der Telekommunikation bis zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Alles funktioniert auf hohem Niveau und so ist die Zufriedenheit der Schweizer über die Leistungen des Staates hoch. So hoch, dass wir eben gerne unsere Steuern bezahlen!

Und hier liegt auch die Wurzel des Problems, lieber Herr Steinbrück. Wir Schweizer machen unsere Hausaufgaben. Und jeder Schweizer ist eingeladen, direkt Einfluss auf die Geschicke des Staates zu nehmen, seine Meinung kundzutun und nicht bloss alle vier Jahre irgendwelche Politiker zu wählen, die dann irgendwie wursteln und denen man am Schluss die Schuld gibt. Wir Schweizer reden auch bei Sachgeschäften mit und übernehmen so einen Teil der Verantwortung. Das macht uns zu Mitdenkern und selbstverantwortlichen Bürgern.

Wenn Sie mal kurz aufhören würden mit verbalen Steinen zu werfen, kämen Sie vielleicht mal dazu sich zu überlegen, warum Deutsche Bürger ihre Steuern nicht bezahlen wollen und dafür Ihr Geld in andere Länder transferieren.

Für diese Misere der Schweiz die Schuld zu geben ist in etwa so, wie wenn Sie eine Waffe dafür verantwortlich machen würden, dass sie von jemanden für einen Mord missbraucht wurde. Dabei ist es der Mörder, der die kriminelle Energie entwickelt und die Entscheidung fällt, abzudrücken. So kann auch aus einem Stein eine gefährliche Mordwaffe werden. Würden Sie dann den Stein zur Verantwortung ziehen und zukünftig Steine verbieten?

Sie müssen zugeben, dass Sie da komplett auf einen Holzweg geraten sind!

Schaffen Sie in Deutschland Zustände, die Ihre Bürger zufriedenstellen und wofür die Deutschen gerne einen angemessenen Preis, nämlich die Steuern zahlen. Denn dann müssen Sie auch nicht befürchten, dass Gesetzte in anderen Ländern, die auf anderen Strukturen und gesellschaftlichen Werthaltungen beruhen, von Steuerflüchtlingen missbraucht werden.

Die Deutsche Regierung hat in den letzten Jahren schlecht gearbeitet und der Bürger zahlt einen hohen Preis. Hohe Steuern für schlechte Leistungen. Würden Sie denn ein schlechtes Produkt für einen überteuerten Preis kaufen? Sehen Sie! Sorgen sie also dafür, dass das Leben in Deutschland für die deutschen Staatsbürger wieder einen hohen Wert bekommt und dass die Dienstleistungen des Staates an den Bürgern stimmen. Denn dann zahlen die Deutschen Bundesbürger auch gerne einen angemessenen Preis dafür!

Es grüsst, immer noch kopfschüttelnd, Ihr Stefan “Stoeps” Meyer aus der Schweiz, der immer gerne seine Steuern zahlt!

Manchmal schäme ich mich, ein Schweizer zu sein

Fotocredit: www.kampagnenforum.ch

Ein Artikel im Tagesanzeiger Online löste einmal mehr traurige Besorgtheit und Bestürzung aus. Friedliche Tibetische Demonstrante wurden verhaftet und abgeführt. Der Grund: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao, gerade in der Schweiz auf Staatsbesuch, sollte keine tibetischen Fahnen zu Gesicht bekommen.

Es macht mich traurig, hilflos und ich schäme mich in solchen Momenten ins Bodenlose ein Schweizer zu sein. Haben unsere (rechten und liberalen) Politiker wirklich nichts besseres zu tun, als China in den Arsch zu kriechen? Säuhäfeli – Säudeckeli sagt man bei uns so schön. Auf gut Schriftdeutsch sinngemäss übersetzt meint das: Gleiches und Gleiches gesellt sich gerne.

Die Art und Weise wie China die Menschenrechte mit Füssen tritt und auf die Meinungsfreiheit spuckt ist schon abgrundtief beschämend und skandalös. Das aber eine Nation wie die Schweiz die Menschenrechte und Meinungsfreiheit ebenso ignoriert und solche Polizeiaktionen durchführt, nur damit der Herr Jiabao aus China sich nicht selbst bepieselt vor Peinlichkeit, weil ja wohl auch diese Herren sehr wohl wissen, dass sie im Unrecht sind und unmoralisch und unmenschlich handeln, finde ich gelinde gesagt eine unglaubliche Schande!

Liebe Mitmenschen aus Tibet, lasst Euch sagen, dass längst nicht alle Schweizer so denken und handeln, wie es unsere rechten und liberalen Politiker vormachen! Ich entschuldige mich bei Euch im Namen eines Schweizer Bürgers und sichere Euch meine Solidarität zu!

Nieder mit so einer rechten und menschenrechtsverachtenden Politik in China und der Schweiz! Kämpfen wir für die Menschenrechte und die freie Meinungsäusserung!

Free Tibet Now and Forever!

2009 Das Jahr der Entwicklung

2009

Die Unken rufen es aus den Sümpfen der gestrandeten Finanzhaie und deren Lakaien. 2009 wir das schwarze Jahr der Finanz- und Wirtschaftskrise. Alles Scheisse ausser Mutti. Wir werden Busse tun müssen für unser verantwortungsloses Handeln und unsere grenzenlose Gier. Haben, haben, haben! Und nun? Alles verloren? Vielleicht? Aber nicht doch!

In unserer Firma arbeitete vor Jahren ein aus Frankreich stammender Grafiker. Als eine neue Angestellte ihm einen Entwurf für ein Motiv zur Begutachtung vorlegte, meinte er “Allez ça marche!”. Die Grafikerin lies alles fallen und lief weinend aus dem Büro. Sie hatte nämlich verstanden “Alles am Arsch!”. Und genau so doppeldeutig sehe ich das Jahr 2009 auf mich zukommen.

Ja, tatsächlich müssen wir den Gürtel wohl etwas enger schnallen. Einige werden sogar ihren Job verlieren und anderen wird es materiell verdammt dreckig gehen. Wiederum anderen ging es schon seit Jahren mehr als dreckig. Aber vielleicht, und das meine ich jetzt nicht zynisch oder gutwillig herablassend, wird uns das auch gut tun. Sehen wir uns unsere Gesellschaft doch an. Hat uns der materielle Wohlstand als Menschen denn wirklich weiter gebracht? Mich hat er nur eitler, selbstverliebter, oberflächlicher und genusssüchtiger gemacht. Aber er hat mich auch von mir selbst entfernt. Und eigentlich, will ich doch vor allem eines im Leben: Zu mir selber finden. Mich selbst sein!

Selbstfindung und materieller Wohlstand schliessen sich nicht gegenseitig aus. Aber es macht es viel schwieriger sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wenn so viele Möglichkeiten zur Ablenkung zur Verfügung stehen. Mit vollem Magen denkt es sich schlecht.

Viele sprechen davon, dass wir uns in einer Krise befinden. Krisen beinhalten aber auch immer Chancen. Sie sind ein Wendepunkt. Sie sind Momente im Leben, wo man nicht mehr einfach unreflektiert auf einem jahrelang ausgetretenen Pfad weiter trampeln sollte, sondern innehält, sich umschaut und seine Ziele überprüft und gegebenenfalls anpasst. Eine Krise ist also auch eine Art Wegkreuzung, sie fordert uns heraus, uns neu zu entscheiden und zu definieren. Und das halte ich für eine grossartige Herausforderung!

Ich persönlich habe für mich entschieden, dass Jahr 2009 zu meinem persönlichen Jahr der Entwicklung und des Erfolges zu machen. Ich habe in letzter Vergangenheit einige heftige Krisen überstanden, Einiges grundlegend bei mir geändert, mich für neue Ziele und Wege entschieden. Und im 2009 werde ich diese neuen Wege mit grossen und manchmal auch nur kleinen Schritten weitergehen. Es soll für mich ein Jahr der Veränderung werden.

Deshalb werdet Ihr ab 2009 auch neuen Inhalt in meinem Blog finden. Schon seit langem reizt es mich, Geschichten zu schreiben. Ein Buch wäre das Ziel. Aber der Weg dorthin wird lange sein. Schon nur den Anfang zu finden, fällt mir schwer. So werde ich meinen Blog nutzen um  mich im Schreiben von Geschichten zu „üben“.  Manchmal werden es nur in Worte gefasste Bilder sein. Vielleicht auch ganze Kurzgeschichten und wer weiss, vielleicht entsteht sogar ein Fortsetzungsroman. Die Formen sind mir noch nicht ganz klar. Ich lasse es auf mich zukommen.

Anregungen Eurerseits sind immer willkommen! :-)

Ich lade Euch ein, das neue Jahr als Herausforderung anzunehmen. Lasst uns den widrigen Umständen trotzen, den alten Trott verlassen und neue Wege beschreiten. Immer näher zu uns selbst hin, aber nicht weiter voneinander weg!

Abwarten und Tee trinken

Ich sitze im Büro und bin gerade dabei, die Projekte und Strategie für das nächste Geschäftsjahr auf Papier zu bringen. Prozessmanagement ist etwas das ich mag, dass mich aber auch viel Konzentration und Energie kostet. Sitze ich doch in einem Grossraumbüro und bin der Abteilungsleiter. Das heisst, alle 10 Minuten steht jemand neben meinem Pult und braucht eine Auskuft, will etwas von mir absegnen lassen oder braucht ein Offenes Ohr um ein paar Sorgen abzuladen. Das ist nicht immer einfach unter einen Hut zu bringen. Was mir da hilft, ist eine gute Tasse Tee!

Eigentlich bin ich ja Kaffeetrinker! Ich liebe nichts mehr als einen klassisch, italienisch gebrauten Espresso. Klein, stark, schwarz und mit perfekter Crema muss er sein. Aber um konzentriert und ruhig arbeiten zu können ist er nicht ideal. Als Kick in hektischen Zeiten taugt er dafür um so besser.

Aber jetzt ist Tea-Time. Aber ich trinke nicht irgendeinen Tee. Ich habe da so meine Favoriten, die ich aussergewöhnlich lecker finde und die mich durch kleine, oral-geschmackliche Orgasmen immer wieder aufbauen und mich in einen angenehmen Wohlfühlzustand zu versetzen mögen. Egal, was um mich herum geschieht.

Eigentlich sollte man solche Geheimrezepte ja nicht verraten! Aber, wir sind hier ja unter uns ;-) Hier also meine absoluten Teefavoriten:

Ein feiner Kräuter-
und Gewürztee speziell für Männer. Mit folgenden Zutaten:

Ingwer,
Kardamom, Süßholz, Karob, Zimt, Gerstenmalz, geröstete Zichorienwurzel,
Pfefferminze, Bockshornklee, Fenchel, Muskatblüte, Anis, Ginsengextrakt,
Tragant, Gelbwurz (Kurkuma), Chili, Zimtextrakt, schwarzer Pfeffer.

Den
trinke ich übrigens gerade jetzt! ;-)

Dieser
Tee baut mich wieder auf und schenkt mir neue Energie.

ZUTATEN:
Ingwer, Zitronengras, Pfefferminze, Zitronenmyrte, Süßholz, Ginkgo,
Zimt, Fenchel, Löwenzahn, Limone, Kardamom, Nelken, schwarzer Pfeffer,
Hagebutte.

Mein
Powertee!

Diesen Tee liebe
ich, weil er frisch und würzig ist. Ich liebe Ingwer!

ZUTATEN:
Ingwer (43%), Süßholz, Zitronengras, Zitronenextrakt, schwarzer
Pfeffer, Zitronenschalen (4%), Pfefferminze, Hibiskus, getrockneter
Zitronensaft (2%).

Frisch und Spicy!

Dieser
Tee ist etwas ganz besonderes. Den trinke ich nie im Büro sondern nur
Abends, zu Hause, bei Feuerschein und schöner Musik! Wird mit Milch
zubereitet und ist nichts für Liebhaber von lieblichen Früchtetees.
Stark, würzig und genau das Richtige für verschneite Winterabende!

ZUTATEN:
Gewürztee (Wasser, Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken, schwarzer Pfeffer),
Roh-Rohrzucker

A Propos, trinken ist lebenswichtig! Auf nüchternen Magen trinke ich am Morgen bereits einen Liter zimmerwarmes stilles Wasser, bevor ich überhaupt frühstücke. Und dann noch mindestens 1 1/2 Tee tagsüber. Viel Trinken hilft übrigens auch, schlank zu bleiben ;-)

Und was trinkst Du so?

Arschkalt abgesahnt und die Steuerzahler bluten!


Bildquelle: UBS.com

Die momentane Finanzkrise ist nicht nur schlimm für die Wirtschaft, sie macht mich vor allem wütend! Jetzt werden die Steuerzahler der EU und der USA den Preis für den Turbo-Kapitalismus teuer bezahlen!

Also dass wir uns recht verstehen, ich bin kein Kommunist. Kommunismus ist mindestens so verkehrt, wie die jetzige Form des Kapitalismus. Wir sollten uns mal wieder fragen, wieso es die Wirtschaft gibt. Aus was ist sie entstanden? Ganz am Anfang ging es um Nahrungsbeschaffung. Man arbeitete um sich Essen, Kleidung und ein Dach über dem Kopf leisten zu können. Die nächste Stufe war Komfort. Wir alle kriegen gerne mehr Geld als nötig, um uns ein komfortables Leben leisten zu können. Und noch eine Stufe weiter kommt der Luxus. Ist daran etwas falsch? Nein, sicher nicht! Aber was die Finanzkrise ausgelöst hat, liegt Lichtjahre davon entfernt. Heute verdienen Manager soviel Geld, wie sie niemals in 10 Leben ausgeben könnten. Was passiert mit diesem Geld? Es wird dem Kreislauf entzogen. Die Löhne einiger Manager, allen voran diejenigen aus der Finanzbranche, kann man getrost als Pervers bezeichnen.

Wir haben die Grenze massiv überschritten. Und die Krise ist die Quittung dafür.

Aber was machen wir jetzt daraus? Der Steuerzahler zahlt nun, die Staaten übernehmen das Fiasko und die Manager segeln mit goldenen Fallschirmen ins Nirvana.

Hier muss ganz klar reformiert werden! Es gibt nichts gegen Bonis und Provisionen zu sagen. Aber sie müssen in einem gesunden Bereich liegen. Oder aber mit entsprechender Verantwortung verknüpft sein.

Neue Ideen sind gefragt! Wie wärs hiermit:

Ab einer bestimmten Höhe dürfen Boni nur noch auf ein Sperrkonto ausbezahlt werden, auf das die Manager erst nach der Pensionierung Zugriff erhalten. Sollte ein Manager mit seinem verantwortungslosen Handeln Verluste einfahren, werden die Boni von diesem Sperrkonto wieder abgezogen und zur Sanierung des Verlustes verwendet.

Wetten, dass mit den weltweit ausgezahlten Boni der letzten paar Jahre die gesamte Finanzbranche zu sanieren wäre?

Also auf was warten wir? Legen wir diesen Gaunern endlich das Handwerk. Oder wie lange wollen wir uns noch von denen um unser schwer verdientes Geld betrügen lassen?

Die Macht liegt bei uns Konsumenten und Wählern!

Wähle schlau, kaufe verantwortungsbewusst und lege Dein Geld bei Banken an, die vernünftig entlöhnen und den Gewinn nicht über die Risikokontrolle stellen!

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The deadly Race


(C) Some Rights reserved. Photographer: Trevor MacInnis

Heute habe ich eine spannende Infografik auf 20 Minuten Online entdeckt. Dort ist zu entdecken, welche bekannten Ölreserven uns bleiben und wer wieviel Erdöl verbraucht. Grob überschlagen reicht das Öl, an jetztigem Verbrauch gemessen, noch ca. 50 Jahre. Beachtet man aber, dass der Verbrauch von Ländern wie China und Indien in den nächsten Jahren noch sprunghaft ansteigt, dürfte es eher weniger weit reichen. Vielleicht können neue Funde diesen Effekt noch etwas ausgleichen. So oder so dürfte dieses Jahrhundert das letzte sein, welches von fossilen Ressourcen profitieren kann.

Bei der Entwicklung und Erschliessung neuer, alternativer Energieformen, dürfte uns das nicht allzu sehr erschrecken. Oder etwa doch?

Wenn ich die republikanische Möchtegern-Vizepräsidentin Sarah Palin hören sage, sie glaube nicht dass die Klimaveränderungen vom Menschen beeinflusst seien und darum gegen jegliche Massnahmen zum C02 Abbau ist, wird mir unheimlich zumute.

Die USA verbrauchen doppelt so viel Erdöl wie China und sind die absoluten Leader was den Verbrauch von Fossilen Ressourcen angeht.

Was mir wirklich Angst macht, ist aber nicht nur das Klima. Vielmehr Angst macht mir, dass Erdöl auch als Rohstoff für ganz andere Verwendung bentötigt wird. Erdöldevirate werden in Farbherstellung, der Pharmaindustrie, für künstliche Aromastoffe und nicht zuletzt für die Herstellung von Systemen, welche alternativen Energien nutzbar machen, benötigt.

Die Frage lautet also, wenn wir in 50 Jahren, oder wahrscheinlich viel eher, alles Erdöl verbraucht haben, wie stellen wir dann unsere Medikamente her? Oder Kunststoffe, die wir für Geräte zur Gewinnung alternativer Energie benötigen?

Nebst der Klimaproblematik kommt also noch ein ganz anderes, riesiges Problem auf uns zu.

Politiker und andere “Nach-mir-die-Sintflut” Menschen verpesten also nicht nur unsere Atmosphäre und sorgen für Wirbelstürme und das Abschmelzen der Gletscher und Polkappen. Sie sorgen vor allem dafür, dass die Menschheit in 50 Jahren keine Medikamente und Kunststoffe und viele andere chemischen Produkte mehr herstellen kann.

Und wir verbrennen also diesen wertvollen Rohstoff munter weiter?

Wird die Menschheit noch früh genug merken, in was für einem tödlichen Rennen sie sich befindet? Wird uns noch schnell genug klar, dass wir zu Mördern unserer Kinder und Kindeskinder werden? Ist uns eigentlich bewusst, dass es tatsächlich schon fünf nach Zwölf ist?

Ich gebs zu. Mir ist es im Alltag nicht bewusst. Ich gehe noch viel zu sorglos mit diesen Ressourcen um. Mein Auto ist zu gross und zu schwer und verbraucht zu viel Treibstoff. Wenigstens haben wir uns ein Minergiehaus gebaut und heizen nicht mit Öl. Trotzdem!

Mir fällt es unheimlich schwer, mir klar zu machen, dass es HEUTE Zeit ist zu handeln. Und ich gebe zu, mich ziemlich ohnmächtig zu fühlen. Vor allem, wenn ich Aussagen wie die von Sarah Palin höre. Was wir tun können, ist die richtigen Politiker zu wählen und zu versuchen im Alltag verantwortungsvoll zu handeln.

Es ist schwer, aber ich versuche es. Immer wieder! Machst Du mit? invisible hit counter