Munteres Nationenraten am Strand

Immer wenn wir im Urlaub sind, machen wir uns einen Spass daraus zu erraten, woher die anderen Feriengäste stammen. Die Trefferquote ist dabei immer erstaunlich hoch, was einige Klisches zu bestätigen scheint.

Die Italiener sind am schnellsten zu erkennen. Entweder an ihren Kindern, die in zuckersüssen Kleidchen lautstark am Strand umhertollen. Die Erwachsenen erkennt man leicht an ihren d&g Sonnenbrillen, dem schönen braunen Teint und der niemals endenden Coolnes.

Die englischen Girls glänzen dafür mit hummerroten, total verbrannten Brüsten, die sie auch nach dem Abschälen der obersten 3 Hautschichten noch immer ungeschützt in die Sonne strecken.

Die Deutschen verraten sich durch ihre grenzenlos doofen Käppi und das Gespür für modische Trends aus der vorvorletzten Saison.
Dafür haben die Schweizer immer etwas zu motzen, sind modisch gesehen noch eine Saison hinter den Deutschen zurück geblieben und würden am liebsten noch den Strand desinfizieren.

Zum Glück gibt es genügend Platz am Strand und genügend Menschen, die den Klisches munter widersprechen!

In diesem Sinne – einmal mehr: Jedem Tierchen sein Plaisierchen!

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Toskana: Wir kommen!

Ich kanns wieder kaum erwarten! Die lauen Nächte im Zelt auf unserem Lieblingszeltplatz gleich hinter der ersten Düne, direkt am Meer, in diesem traumhaften Pinienwald, wo jedes Zelt, jeder Camper sein eigenes separates Plätzchen hat. Wo einem nachts das Rauschen des Meeres und das Zirpen der Zykaden in den Schlaf singen. Der wilde Strand, das schöne, saubere Meer, die feine Pizza Tartuffo, der Caprese, Vino Rosso di Tavolo, der feine Grappa und das beste: Der beste Kaffee! Stark, schwarz und superlecker!

Ach wie freue ich mich auf die Tage am Strand, die Ausflüge in die kleinen, alten Städtchen, die kleinen Restaurants, die Kunstparks (Niki de Saint Phalll’s Tarotgarten) und all die kleinen Gallerien und die leckeren italienischen Jungs, die immer aussehen wie frisch aus dem Ei gepellt.

Ich liebe sie, die Italianità. Die lauten Familien, die nicht endenwollenden Nachtessen mit viel herzlichem Lachen, lauten Gesprächen und wildem Gestikulieren. Das „kommichheutnichtkommichhaltmorgen“ Gefühl, das dolce farniente.

Ich freue mich auch auf die zweite Woche bei unseren Freunden in Ravi. Das schöne kleine Agriturismo, die saubere und schöne Ferienwohnung und die Gastfreundschaft von Andrea und Dani!

Sono Svizzero, 100%. Ma il mio cuore e italiano!

In diesem Sinne – Toskana wir kommen! Bald!

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Der teuflische Buchstabe: "B"

Wie in der Presse zu lesen war, ist der amerikanische (zum Glück endlich bald EX-) Präsident Bush in Rom angekommen. Ein Heer von Polizisten und Soldaten (was das wieder kostet…tststs) sorgt für seine Sicherheit und die Römer müssen sich mit Verkehrsumleitungen und Luftraumsperrungen auseinander setzen. Nachdem Bush sich in der amerikanischen Botschaft ausgeruht und mit seinem Stab privat gespeist hat, will er sich dann am Donnerstag noch mit Berlusconi treffen und wird am Freitag auch noch von Papst Benedikt empfangen.

Zum Glück, kann ich da nur sagen, haben wir in der Schweiz die Ära Blocher mehr oder minder heil überstanden! Aber wer weiss, vielleicht ist ja der Christoph in Rom auch eingeladen. Sozusagen als Dankeschön für die pro amerikanische Haltung der SVP.

Bei den Amis gehts aber teilweise so weiter. So wies aussieht, ist Barrak Obama aussenpolitisch auch nicht gerade eine neue, positive Verheissung und rasselt ja schon mit dem Säbel gen Osten.

In dem Sinne – hoffen wir, dass sich Basel nicht auch zum bösen B entwickelt! Hopp Schwiiz!

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Ein schallende Ohrfeige für die SVP Schweiz

Foto geklaut auf Flickr bei twicepix

Wer meinen Blog schon seit ein paar Wochen liest, kennt meine politische Gesinnung sicher schon und weiss, dass ich nicht gerade ein Freund der Schweizer SVP bin. Den Lesern ausserhalb der Schweiz sei erklärt, dass die SVP eine bürgerliche Partei am rechten Ende des rechten Spektrums ist.

Meiner persönlichen Meinung nach ist die Partei eines der grössten Lügenkonstrukte die es je in der politischen Landschaft gab und die nur dazu dient, wirtschaftliche Interessen der Oberschicht in der Schweiz rechtlich zu schützen. Die Partei schafft es durch ihr pseudobäuerliches Auftreten und durch einige populistisch ausgeschlachtete Themen dem unschlüssigen und schlecht informierten Wähler in der Schweiz den Eindruck zu vermitteln, sie kämpfe für die Interessen des Volkes. Wer genau hinschaut merkt, dass der Verein aber aus lauter Milliardären, Millionären, Unternehmen, Verwaltungsratsmitgliedern und anderen Protagonisten der „oberen Zehntausend“ in diesem Land besteht, deren Handlungen und politische Vorstösse die Verarmung des schweizerischen Arbeiters und des Mittelstandes mit verursacht haben. Eine grosse Lüge also, wenn die Partei behauptet Partei des Volkes zu sein.

In dem aktuellen Abstimmungen nun hat aber das Schweizer Volk einmal mehr gezeigt, dass es doch nicht so dummschlecht informiert ist und hat den teils unmenschlichen und gefährlichen bürgerlichen Initiativen eine gehörige Abfuhr erteilt.

Dafür möchte ich mich bei allen Wählern persönlich ganz herzlich bedanken. Und der SVP muss man mit aller Deutlichkeit sagen, dass wenn sie oft rechtfertigend vom so genannten Volkswillen spricht, den sie durchzusetzen gewillt ist, sie scheinbar nicht vom gleichen Volk spricht dass dann schlussendlich an die Urne geht.

Die SVP täte also gut daran in Zukunft von ihren eigenen Interessen und nicht vom Volkswillen zu sprechen.

Es darf auch spekuliert werden, wieso sämtliche Vorlagen dieser Partei eine derart deutliche Abfuhr erhalten haben. Eine persönliche Vermutung ist sicher im Verhalten der SVP gegen die demokratisch gewählte SVP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zu suchen. Diese wurde demokratisch gewählt und ein solcher Entscheid wird vom Schweizer Volk respektiert. Dass die Partei nun durch die Hintertür versucht diese Bundesrätin zu „fällen“ wird vom Wahlvolk überhaupt nicht goutiert! Man darf auf die nächsten Wahlen gespannt sein! Ich meinerseits gehe von einem SVP Debakel aus und ich lag in der Vergangenheit mit meinen Prognosen meistens nicht ganz falsch.

Diese Abstimmung war ein klares Votum für den Rechtsstaat und die Demokratie. Willkür, die Untergrabung von Menschen- und Verfassungsrechten wurde von einer über deutlichen Mehrheit klar abgelehnt! Und das ist auch gut so!

Sogar der dunkelbraune Osten der Schweiz, hat sich positiv zu den demokratischen Grundwerten der Schweiz geäussert. Bravo! Nur der Kanton Schwyz scheint der SVP treu zu bleiben. Nun – bei der Abgeschiedenheit zum Rest der Welt, den hohen Bergen ringsum her die den Horizont doch allzu sehr einschränken, darf man für dieses Verhalten Verständnis haben.

In dem Sinne – Schön dass Herr und Frau Schweizer mit soviel Herz und Hirn abgestimmt haben! Bleibt zu hoffen, dass diese Werte und Einsichten sich auch im Alltag niederschlagen und wir mit Respekt, Verständnis und gutem Willen unseren Nächsten begegnen.

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