Was in Deiner Lasagne landet

In den letzten Wochen war die Empörung über ein paar Stückchen Pferdefleisch in Fertigprodukten gross. Was ich persönlich viel schlimmer finde, ist die Tatsache, dass die Convenience-Produkte Hersteller in vielen Fällen keine Ahnung haben, wo und unter welchen Umständen das Fleisch produziert wird, welches sie verarbeiten.

Wird Schweizer Fleisch verarbeitet, darf man das mit ruhigem Gewissen konsumieren. Erst recht, wenn das Fleisch aus Bio- oder zumindest aus IP Produktion kommt. Kommt das Fleisch aus dem Ausland, müsst Ihr Euch bewusst sein, dass es unter grässlichsten Umständen produziert werden könnte. Ganz schlimm sind die Umstände hierzu in den USA. Ich schwöre Euch, dort drüben werde ich nie mehr Fleisch essen! Warum nicht? Seht selbst! Das Video ist nicht ganz neu. Und es ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven!

Ich werde weiterhin auf Fertigprodukte verzichten, nur mit frischen Zutaten kochen und mein Fleisch beim Metzger holen. Da weiss ich, dass ich mich auf die Qualität des Produktes und einer einwandfreien Herkunft verlassen kann.

Das Stoepsorama #twishirt

Wenn man lange braucht um einzuschlafen, hat das auch seine Vorteile. Man kommt beim Wachliegen auf allerlei Ideen. So wurde das #twishirt geboren. Wir Twitterer sind ja sehr kommunikativ und was nützt es, wenn wir zwar tollen Content produzieren, uns aber niemand folgt? Werbung tut also Not. Da ich in einer Textildruckerei arbeite, lag der Gedanke nahe, dies mittels einem T-Shirt mit dem Twitternamen versehen zu tun. Aus der Idee wurde nun ein Projekt.

Im Moment ist ein Voting im Gange, um herauszufinden, was Euch besser gefällt. Soll es eine reine Textvariante oder eine Variante mit Bild sein? Hier mal die beiden Vorschläge, wie das so aussehen könnte:

Variante a

Variante b

Hier kann abgestimmt werden, was Euch besser gefällt: http://twtpoll.com/du6g4i

Auf Google+ kam auch noch der Hinweis, dass das Brustlogo von Variante b vielleicht noch abgeändert werden sollte. Ich stelle mir vor, erstmal das Ende des Votings am 24. August 2011 abzuwarten. Sollte sich die Mehrheit für Variante b entscheiden, könnten wir in einem zweiten Schritt einen Design Wettbewerb für das Brustlogo starten. Was meint Ihr dazu?

Sobald der Designprozess abgeschlossen ist, kann bestellt werden. Das T-Shirt wird CHF 39.– inkl. Mwst und Versand kosten. Ich muss noch abklären, ob auch ein Versand nach Deutschland möglich wäre. Vermutlich müsste ich dann den Preis wegen der höheren Versandgebühren etwas erhöhen. Das Shirt würde dann in Deutschland wohl etwa € 45.– kosten.

Als T-Shirt kommt für die Jungs unter unter uns das Hanes Crew Neck Organic mit 180g/m2 und für die Ladies das Pendant im Ladies-Style zum Einsatz. Mögliche Druckfarben sind schwarz und weiss. Die T-Shirtfarbe kann frei gewählt werden.

Die Erkenntnisse einer viralen Kampagne

So! Endlich hat es geklappt und mein Renault Scénic RX4 wechselt zu einem neuen Besitzer. Ihr erinnert Euch? Ich habe versucht, mein Auto mal auf eine etwas speziellere Art zu verkaufen. Ich wollte nicht einfach einen Eintrag auf den klassischen Verkaufsportalen platzieren, sondern eine virale Kampagne mit Hilfe der sogenannten Social Media Seiten kreieren. Gesagt getan! Ich drehte selbst einen Werbespot den ich auf Youtube platzierte. Diesen schnitt ich dann noch zu einer etwas rassigeren Variante. Insgesamt erziehlte ich damit respektable 589 Views  bis heute. Dazu gründete ich auch eine Facebook-Gruppe und warb über Twitter und Google  Buzz. Ich bekam zwar viele Feedbacks zu den Videos und die Facebook-Gruppe zählte schnell über 60 Mitglieder. Doch ich erhielt keine einzige ernsthafte Anfrage.

Danach versuchte ich es auf Ricardo.ch und Autoscout24.ch was mir lediglich zwei E-Mails mit Betrugsversuchen einbrachte so nach dem Motto: „Ich will ihr Auto kaufen und überweise Ihnen 1 Million US$“!

Den Durchbruch erziehlte ich dann ganz klassisch. Nämlich über ein Inserat in der Tierwelt. Kaum gedruckt und verteilt, erhielt ich mehrere Anrufe ernsthaft interessierter, potenzieller Käufer und schnell wurde ich mit einem symphatischen Berner namens Pesche einig! Einzig der Zeitpunkt des Verkaufs musste speziell ausgehandelt werden, da Pesches Frau im Dezember keinen Handel abschliessen wollte, da dann der Planet Merkur rückläufig sei, was sich negativ auf Geschäfte auswirke.

Am Sonntag wird der Renault nun endgültig seinen Besitzer wechseln und ich bin überzeugt, dass er auch Pesche so gute Dienste leisten wird, wie er mir immer leistete.

Mein Fazit daraus: Social Media Kampagnen eignen sich nicht um einzelne Artikel zu verkaufen, vorallem wenn es sich dabei um ein Auto handelt. Trotzdem war es eine spannende Erfahrung und half mir, mich mit diesen Medien in dieser Art auseinander zu setzen.

Viel Spass mit dem Renault, lieber Pesche!

Kauf mich – liebe mich – fahre mich!

Für einmal präsentiere ich Euch keine mehr oder weniger geistreiche Kost, sondern ein exklusives Kaufangebot!

Ich verkaufe nämlich mein Auto! Und zwar einen

Renault Sénic RX4 2.0 16V  in Silber Metallic

Und wer, wenn nicht Du, sollte als Käufer in Frage kommen? Drum, wenn Du einen sauglatten Fahruntersatz mit automatischem 4 x 4 Antrieb, Spassfaktor und dezentem Luxus suchst, hier wirst Du fündig!

Sieh Dir hierzu einfach meinen selbst gedrehten Werbespot an:

Ein paar Spezifikationen die Dich sicher zum Kauf verleiten werden:

  • Der Wagen ist gut gepflegt. Alle Service wurden regelmässig ausgeführt und die MFK letztes Jahr gab mir Bestnoten für den technischen Zustand des Wagens.
  • Vorsorglich wurde dieses Jahr der Zahnriemen gewechselt.
  • Kilometerstand: 121’000
  • Erstzulassung: Juni 2000
  • Neupreis: 46’190.–
  • Ausstattung: Ledersitze, Klima, Navi, CD/Radio, 2 elektrische Schiebedächer, elektrische Fensterheber vorne und hinten, Vordersitzheizung.
  • Zusätzlich kommen noch 4 neuwertige Winterpneus (letztes Jahr gekauft) auf Felgen aufgezogen dazu.

Noch mehr Infos gefällig? Lade das Fact-Sheet mit allen Fahrzeugdetails herunter: Renault_RX4.pdf

Alles in Allem also ein exquisites Angebot!

Probefahrt gefällig? Kein Problem! Melde Dich einfach bei mir unter stoeps@dtc.ch und wir finden sicher einen Termin!

Achja, richtig! Du fragst Dich sicher, was der Spass kosten soll! Gute Frage! Verhandlungspreis ist CHF 8.499.– inklusive den 4 Winterpneus.

Und weils so schön ist, hier gleich nochmals zwei Fotos:

Lästern XXL

Ihr kennt mich mittlerweilen gut. Sehr gut, denke ich mal. Ihr wisst, dass ich ein durch und durch gutmütiger Mensch bin. Niemals würde ich mich dazu herablassen, andere wegen ihrer Andersartigkeit zu diffamieren oder sie deswegen auszulachen.

Aber Hand aufs Herz, gibt es etwas schöneres als am Samstag Nachmittag in einem Strassenkaffee zu sitzen, ein Bierchen oder Käffchen nippenderweise zu verdingen und mit seinem Schatz oder ein paar guten Freunden über den vorbeiflanierenden Human Zoo abzulästern?

Sexyness ist Subjektiv. Extrem Subjektiv sogar. Die meisten Menschen, die in meinem Kopf satierische oder ironische Gedanken auslösen, finden sich selbst wahrscheinlich deadly sexy. Und umgekehrt gibt es sicher Menschen, die auch mich als wandelnen Joke empfinden. Solange wir uns gegenseitig nicht verbal mit Skalpellen das Herz aus der Brust schneiden, ist dass ja auch ganz in Ordnung.

Nun eignen sich nicht nur städtische Flaniermeilen für menschliche Stil-Safaris. Auch Einkaufszentren sind besonders geegeinete Reservate. Befinden sich diese dann auch noch in den USA, ist eine Beutegarantie sicher! Und jetzt kann man das auch ganz bequem von zu Hause aus mit dem Laptop erledigen.

Auf der Seite www.peopleofwalmart.com werden laufend Fotos von stilistischen Trouvallien aus dem Umfeld von Walmart gezeigt. Diese Warenhauskette scheint ein Schmelztigel der Kulturen zu sein und vereinigt Schwulenhasser, Aerobicschwestern, Wasserstoffblondinen, Boops auf Stelzen, MCDoof Junkies und Psychopharmakakonsumenten auf unerwartet friedliche Weise.

Halali und Weidmanns Heil :mrgreen:

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2009 Das Jahr der Entwicklung

2009

Die Unken rufen es aus den Sümpfen der gestrandeten Finanzhaie und deren Lakaien. 2009 wir das schwarze Jahr der Finanz- und Wirtschaftskrise. Alles Scheisse ausser Mutti. Wir werden Busse tun müssen für unser verantwortungsloses Handeln und unsere grenzenlose Gier. Haben, haben, haben! Und nun? Alles verloren? Vielleicht? Aber nicht doch!

In unserer Firma arbeitete vor Jahren ein aus Frankreich stammender Grafiker. Als eine neue Angestellte ihm einen Entwurf für ein Motiv zur Begutachtung vorlegte, meinte er „Allez ça marche!“. Die Grafikerin lies alles fallen und lief weinend aus dem Büro. Sie hatte nämlich verstanden „Alles am Arsch!“. Und genau so doppeldeutig sehe ich das Jahr 2009 auf mich zukommen.

Ja, tatsächlich müssen wir den Gürtel wohl etwas enger schnallen. Einige werden sogar ihren Job verlieren und anderen wird es materiell verdammt dreckig gehen. Wiederum anderen ging es schon seit Jahren mehr als dreckig. Aber vielleicht, und das meine ich jetzt nicht zynisch oder gutwillig herablassend, wird uns das auch gut tun. Sehen wir uns unsere Gesellschaft doch an. Hat uns der materielle Wohlstand als Menschen denn wirklich weiter gebracht? Mich hat er nur eitler, selbstverliebter, oberflächlicher und genusssüchtiger gemacht. Aber er hat mich auch von mir selbst entfernt. Und eigentlich, will ich doch vor allem eines im Leben: Zu mir selber finden. Mich selbst sein!

Selbstfindung und materieller Wohlstand schliessen sich nicht gegenseitig aus. Aber es macht es viel schwieriger sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, wenn so viele Möglichkeiten zur Ablenkung zur Verfügung stehen. Mit vollem Magen denkt es sich schlecht.

Viele sprechen davon, dass wir uns in einer Krise befinden. Krisen beinhalten aber auch immer Chancen. Sie sind ein Wendepunkt. Sie sind Momente im Leben, wo man nicht mehr einfach unreflektiert auf einem jahrelang ausgetretenen Pfad weiter trampeln sollte, sondern innehält, sich umschaut und seine Ziele überprüft und gegebenenfalls anpasst. Eine Krise ist also auch eine Art Wegkreuzung, sie fordert uns heraus, uns neu zu entscheiden und zu definieren. Und das halte ich für eine grossartige Herausforderung!

Ich persönlich habe für mich entschieden, dass Jahr 2009 zu meinem persönlichen Jahr der Entwicklung und des Erfolges zu machen. Ich habe in letzter Vergangenheit einige heftige Krisen überstanden, Einiges grundlegend bei mir geändert, mich für neue Ziele und Wege entschieden. Und im 2009 werde ich diese neuen Wege mit grossen und manchmal auch nur kleinen Schritten weitergehen. Es soll für mich ein Jahr der Veränderung werden.

Deshalb werdet Ihr ab 2009 auch neuen Inhalt in meinem Blog finden. Schon seit langem reizt es mich, Geschichten zu schreiben. Ein Buch wäre das Ziel. Aber der Weg dorthin wird lange sein. Schon nur den Anfang zu finden, fällt mir schwer. So werde ich meinen Blog nutzen um  mich im Schreiben von Geschichten zu „üben“.  Manchmal werden es nur in Worte gefasste Bilder sein. Vielleicht auch ganze Kurzgeschichten und wer weiss, vielleicht entsteht sogar ein Fortsetzungsroman. Die Formen sind mir noch nicht ganz klar. Ich lasse es auf mich zukommen.

Anregungen Eurerseits sind immer willkommen! :-)

Ich lade Euch ein, das neue Jahr als Herausforderung anzunehmen. Lasst uns den widrigen Umständen trotzen, den alten Trott verlassen und neue Wege beschreiten. Immer näher zu uns selbst hin, aber nicht weiter voneinander weg!

Stoeps der Weihnachtsmisanthrop

Winterwunderland

Eigentlich ist es ja eine wunderschöne Zeit im Jahr. Alles wird ruhig, das Tempo entschleunigt sich und man könnte sich am warmen Kaminfeuer in eine weiche Decke kuscheln, den Kopf auf des Lieblings Schoss legen und von leckeren Plätzchen und lieblicher Eintracht mit den Menschen um sich herum träumen. Könnte man…

Aber bei mir ist das alles anders. Ich kriege schon die Krätze, wenn in den Geschäftern bereits Ende September die ersten Lichterketten aufgehängt werden und einem ab Oktober die Geschenkewerbung um die Ohren und auf die Augen geklatscht wird.

In der Stadt wälzen sich dann an den Abenden oder Wochenenden miesepetrig gelaunte und schlecht angezogene Menschen, die sich in unzähligen Geschäften, unglaublich unnötigen Scheisskram kaufen.

Ab Mitte November mehren sich dann die Szenen in den Geschäften, wo unglaublich fette Kinder ihre Eltern unglaublich hartnäckig und nervzerreissend zum Kauf von irgendwelchen Games, Schokolade oder irgendwelchem Plastikkram nötigen.

Dazu dudelt aus jedem verfügbaren Lautsprecher in jedem Geschäft der gleiche kitschige Christmas Sound, der mich spätestens Anfang Dezember zur Weissglut bringt.

Wenn dann endlich Weihnachten ist, schäume ich und Tom muss mich dann arg beruhigen, damit ich nicht überbeisse. Kurz vor Weihnachten gehe ich dann nur noch ein einziges Mal in die Stadt. Mit meiner Patentochter. Das ist Ihr Shoppingday – und da, lustigerweise – macht es mir dann gar nichts aus. Wir trinken dann im Starbucks (igitt!) irgendwelche süss, künstlich aromatisierte Kaffeebrühe (was gibt es eigentlich gegen dampfenden, starken, kleinen, guten italienischen Espresso mit einer verführerischen Crema zu sagen?) und lästern über die Leute ab, die an uns vorbeiziehen. Und Lästern, das haben mir schon viele BloggerInnen bestätigt, tut gut! Es entlastet, baut Agressionen ab und lenkt so schön von den eigenen Unzulänglichkeiten ab.

Trotzdem. Weihnachten werde ich zum Misanthrop. Und würde mich Tom, der übernatürliche Superheld, nicht vorher in Ketten legen und entschärfen, würde ich am 24. wohl die alles vernichtende Bombe zünden! Denn irgendwann reicht es einfach. Genug ist Genug!