Schwuler James Bond und lesbische Miss Moneypenny?

Wie am Sonntag bei ntv.de nachzulesen war stellt der MI5 neuerdings auch schwule und lesbische Personen ein. Dafür arbeitet der MI5 mit der Schwulen- und Lesbenorganisation „Stonewall“ aktiv zusammen.

„Im neuesten Stonewall-Jahrbuch der schwulen- und lesbenfreundlichen Arbeitgeber wird den Angaben zufolge erstmals auch der MI5 aufgelistet. „Ich bin optimistisch, dass sich der Dienst in zehn bis 15 Jahren so gewandelt hat, dass seine Einstellungskriterien völlig jenen im Rest des modernen Großbritannien entsprechen“, sagte Stonewall-Direktor Ben Summerskill.“

Eigentlich sollten mich diese News ja freuen. Andererseits finde ich es aber ganz generell bedenklich, dass die sexuelle Orientierung überhaupt ein Kriterium für eine Stellenbesetzung ist.

„In den 50er Jahren hatte die Aufdeckung eines MI5-Spionagerings in der Universität Cambridge, der von zwei Homosexuellen geführt wurde, einen Skandal ausgelöst. Seitdem war es britischen Behörden bis Anfang der 90er Jahre verboten, Schwule oder Lesben in wichtigen Positionen zu beschäftigen, weil sie als erpressbar galten.“

Wie es scheint, werden eben Schwule und Lesben noch immer gerne als „Prügelknaben“ missbraucht. Denn schliesslich war es ja der MI5 der damals diesen Spionagering betrieben hat. Aber irgendwer muss ja dann immer den Kopf hinhalten.

Das Schwule und Lesben als erpressbar gelten, kann ich in der heutigen Zeit nicht mehr nachvollziehen! Wer dazu steht und offen lebt, ist auch nicht erpressbar.

Ihr lieben Heti-Blogleser, stellt Euch mal vor, dass Ihr einen Job nicht kriegen würdet, nur weil ihr zu Hause im Schlafzimmer darauf steht, dass Eure Partner rote Dessous tragen, weil dies als abnorm gelten könnte und ihr somit erpressbar seid. Irgendwie doch völlig hanebüchern, oder?

Oder stellt Euch vor, dass Ihr einer Partei nicht beitreten dürft, weil ihr schwarze Haare oder braune Augen habt… irgendwie erinnert mich dass alles an eine Zeit, die doch schon ungefähr seit 60 Jahren vorbei sein sollte und wo man noch blond und blauäugig sein musste um nicht vergast zu werden.

Für mich ist die Welt erst in Ordnung, wenn es gar keine Rolle spielt, ob jemand schwul, heti, transsexuell oder sonst was ist, solange es legal ist. Klar, ich persönlich finde ja pädosexuelle Priester auch nicht gerade ideal besetzt (mal salopp ausgedrückt!)… aber ob der Bankdirektor Müller auf Transen steht, mein Schreiner gerne mit seiner Frau Gummiwindelspiele treibt oder meine Lebensmittelverkäuferin auf Frauen steht, ist mir so lang wie breit! Hauptsache, man/frau macht seinen Job gut! Darauf sollte man doch achten!

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