Selbst sind die Männer!

Tom und Stoeps kochen

Foto by Lutz (c) 2007

Für einige dumpfbackige Machokerle ist es klar: Frauen gehören an den Herd. Für uns gehören die Frauen natürlich in die Gesellschaft und zwar dorthin, wo sie sich selbst am wohlsten fühlen. Dafür nehmen wir dann gerne die Küche in Beschlag. Und da sind wir zum Glück heute ja in bester Gesellschaft. Denn Kochen wird bei den Männern immer beliebter und wir finden, das ist auch gut so!

Wie auch sonst im Leben, ist das Kochen sehr vielfältig und jeder entwickelt seinen eigenen Stil. So fällt es mir zum Beispiel ziemlich schwer, mich an Rezepte zu halten und genau danach zu kochen. Ich lasse mich eher von solchen Kochanleitungen inspirieren und entwickle dann meine eigenen Rezepte daraus. Wie mein Brotrezept, für das es unten einen Link für einen PDF Download gibt. Manchmal finde ich aber auch Rezepte die so einfach sind, dass sogar ich sie genau nachkochen kann =) So einen Fund machte ich in einem Kochbuch, dessen Erstauflage um 1900 war und das alte Schweizer Hausfrauenrezepte enthält. Darin habe ich ein Rezept für eine Süssmostcreme (Apfelsaftcreme) gefunden, dass total einfach ist und perfekt für den heissen Sommer geeignet. Leicht und erfrischend und erst noch gesund, so wie auch das zweite Rezept, dass ich allerdings noch nie ausprobiert habe und das als nächstes auf dem Plan steht. Haselnusscreme mit geriebenen Äpfeln, ebenfalls bestens für die heisse Jahreszeit geeignet.

Doch nun genug gelesen! Rezepte downloaden, Schürze umbinden und nachkochen!

Und keine Angst, die Rezepte sind so einfach, dass auch Unerfahrene und Anfänger damit klar kommen, die sonst eher nur Beutel aufreissen :-)

Viel Glück beim Nachkochen!

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Die Homosexualisierung der Gesellschaft

Ein Posting im Sauglattismus Blog hat bei mir heute einen akuten Lachkrampf ausgelöst.

Im Moment erhitzt eine Ausgabe des Magazins, die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts», etliche Blog- und Leserbriefschreiber in der Schweiz. Gestern bin ich zum Thema auch auf den Beitrag von Peter Thommen in seinem Blog „Thommens Senf“ schon über das Thema gestolpert.

Nun dieser Leserbrief brachte mich zum Lachen! Obwohl es mir eigentlich Angst machen sollte. Denn die alten Schwulenhasser sind alarmiert und bald könnte sich die Homofreundliche Stimmung auch wieder ins Gegenteil umkehren. In der Sprache unserer Jugend ist das ja bereits sichtbar.

Dennoch. Es ist schon lächerlich was hier passiert. Denn nicht wir Homos sind es, die den Heteros unseren Lebenstil, unsere Emphatie, unser Verständnis für die weibliche Seite und unseren Style überstülpen. Nein – es läuft genau umgekehrt.

Ich persönlich finde es ja absolut lächerlich, dass die heutigen Jugendlichen tuntiger rumlaufen, als ich mich je auf die Strasse trauen würde. Da wird um die Wette geglitzert und Augenbrauen gezupft dass es nicht mehr schön ist! Und öffnet in Zürich wieder mal ein neuer, hipper Schwulenclub geht es ein paar Wochen und die pseudocoolen Heteros haben ihn bereits in Beschlag genommen.

Schon immer hörte ich von Hetero-Kumpels Aussagen wie: Ihr Schwulen habt es schön! Immer poppen wenn ihr Lust habt, keine Kids, immer genug Geld in der Tasche und Style habt Ihr auch.

Sind es denn nun wirklich die Homos die den Heteros einen überbraten, oder sind es vielleicht die Heteros die auf Teufel komm raus, die Homos kopieren wollen?

Und nun, als Gipfel der verkehrten Welt, fühlt sich der arme Leserbriefschreiber von der Homosexualisierung der Gesellschaft bedroht und möchte partout nicht schwul(er) werden!

Ihr lieben Heteros: Keine Schwester bedroht Euch, kein Schwuler möchte, dass Ihr seinen Style kopiert und dass Ihr Euch wie Tunten kleidet! Also, warum tut ihr es dann???

Zum Magazin selber gibt Peter seinen Senf dazu und meint:

Die Formulierung “wir sind alle schwul” hat bemerkenswerterweise kein Ausrufezeichen. Sie steht einfach da – soll provozieren. Auch kein “ernsthaftes” Fragezeichen, welches auf eine Diskussion schliessen lassen könnte.

Der Untertitel ist süffig: “Die unaufhaltsame Homosexualisierung unserer Gesellschaft”. Provoziert auch, aber verortet schon die vermuteten Täter an den richtigen Ort: Wer könnte denn die Heteros “homosexualisieren”? Natürlich die Homos. Die Front, die oben sprachlich eingeebnet wurde, wird mit dem Untertitel gleich wieder eröffnet. Wenn aber “wir alle schwul” wären, würde die Gesellschaft nicht “homosexualisiert”, sondern “entheterosexualisiert”, was einer Ent-Tabuisierung eher entsprechen würde und was viel mehr Raum eröffnen würde.
Durch die verwendete Formulierung wird aber “die Gefahr einer Homosexualisierung” heraufbeschworen, und alle Heteros tragen dafür keine Verantwortung. Sie werden quasi “missbraucht”.

In diesem Sinne – Lange Zeit fühlten wir uns von den Heteros bedroht und nun ist’s scheinbar umgekehrt? Wie viel Wasser muss noch den Rhein hinunter fliessen, bis wir einfach ein friedliches Miteinander schaffen?

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Der Tortilla-Workshop

Tortilla Workshop @ Tom und Stoeps

Das Weekend war kulinarisch sehr abwechslungsreich, denn am Sonntagmorgen gabs bei uns zu Hause einen Tortilla Workshop! Unsere Freunde Pit und Ruben kamen gleich mit dem ganzen Equipment bei uns an. 1 Kg festkochende Kartoffeln, 2 Zwiebeln und 8 Eier. Damit machten wir also echte spanische Tortilla. Das braucht recht viel Zeit, ist aber eigentlich recht einfach.

Man wasche uns schäle die rohen Kartoffeln und schneide sie in unregelmässig grosse Stücke, ähnlich wie für Bratkartoffeln. Dann werden diese in Wasser eingelegt und mindestens zweimal gespült und wieder in neues Wasser gelegt, um die Stärke etwas aus den Kartoffeln zu kriegen.

Nun eine Bratpfanne nehmen und schön heiss machen. Darin grosszügig Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln beigeben und kurz andünsten. Danach, Kartoffeln rein und das Feuer etwas runterschalten. Nun werden die Kartoffeln langsam in viel Olivenöl gebraten, solange bis sie schön weich sind und beim beissen fast zerfallen.

Die Kartoffeln sind schon schön weich gebraten

Danach die 8 verquirlten Eier unter die Masse geben und in der Pfanne schön goldgelb braten. Zwischendurch die Masse auf eine Platte stürzen und umgedreht wieder zurück in die Pfanne, damit die Tortilla schön von beiden Seiten angebraten wird.

ei ei ei, alles muss da rein!

Fertig!

Hmmmm ist richtig lecker…nur…ich werde mal versuchen das Teil irgendwie etwas zu entfetten! Denn die Tortilla ist im Original nicht gerade etwas für die Diät… =)

Nun denn – Nachkochen macht Freude und wer weiss, vielleicht finden sich hier in den Kommentaren bald noch mehr Rezepte von Euch?

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