Schwule Fussballstars

«Als Fussballprofi kann man nicht schwul sein» sagte Marcus Urban anlässlich eines Interviews in der Zeitung 20 Minuten Online.

Ronny Blaschke hat die Geschichte eines angehenden, schwulen Profifussballers in der DDR im Buch „Versteck Spieler“ nachgezeichnet. Und für alle interessierten dürfte das ein lesenswertes Buch sein.

Aber nicht nur Profisportler tun sich mit einem Coming Out schwer. Zu gross ist die Angst nicht mehr für voll genommen zu werden. Und was passiert, wenn man gemeinsam unter der Dusche steht? Müssen die anderen Spieler dann gleich um die jungfräulichkeit Ihres Hintereingangs fürchten? Oder könnte es gar abfärben? ;-)

Ich wünsche mir, dass das Thema endlich so zur Normalität wird, dass solche Bücher erst gar nicht mehr geschrieben werden müssten. Das endlich jeder in der Gesellschaft erkennt, wie naturgegeben unsere Neigung ist. Kinsey bezeichnet in einem nicht ganz unbestrittenen Report 90 – 95% der Bevölkerung für mehr oder weniger bisexuell. Bei Wikipedia findet man ein paar interessante Einträge darüber. Der interessierte Leser oder die interessierte Leserin schaut einfach mal bei:

Wikipedia – Kinsey-Report
Wikipedia – Kinsey-Skala
Wikipedia – Homophobie im Profifussball
Wikipedia – Justin Fashanu
Wikipedia – Marcus Urban

So wünsche ich Euch nun ein schönes Weekend! Ganz egal ob schwul, bi, heti oder wie auch immer sexuell! Hauptsache ihr lasst es Euch gut gehen und geniesst Euer Leben! =) invisible hit counter

Bringt die Schwulen um, verbrennt sie und die Weissen!

Gestern, am 6. November 2008, hätte Capleton in der Kaserne in Basel auftreten sollen. Die HABS hat das mit starkem Protest verhindert. Capleton ist ein Reggae- und Dancelhall Star, der vorallem mit Hasstexten gegen Schwule und Sodomisten, sowie gegen das weisse, kapitalistische System auffällt.

Ich möchte hier nicht in die populistische Hetze gegen ihn einstimmen. Und wenn es um das kapitalistische System geht, habe ich durchaus gewisse Symphatien für seine Meinung. Und ich bin ein fanatischer Verteidiger der Meinungsfreiheit. Allerdings endet diese für mich dort, wo zum Mord und Gewalt gegen irgendwen aufgerufen wird. Dass Capleton sein Publikum auffordert Schwule zu töten oder zu verbrennen, finde ich dann doch enorm problematisch. Zwar will er diese Texte metaphorisch interpretiert wissen. Aber mir ist eigentlich Wurscht ob mich jemand nur metaphorisch oder in echt verbrennen will.

Ich kann gut damit leben, dass nicht jeder weiss, wie er mit Homosexualität umgehen soll. Aber jeder selbst Betroffene weiss, dass es weder eine Krankheit ist, noch selbst gewählt, noch irgendeine intellektuelle Entscheidung. Man kommt schwul oder lesbisch zur Welt. Es ist eine Laune der Natur. Also gilt es diese Wesensart im göttlichen Zoo zu aktzeptieren, auch wenn man selbst anders empfindet und einem das fremd vorkommt.

Heteros müssen ja nicht selbst so fühlen wie wir. Und schon gar nicht schwul oder lesbisch leben. Es wird niemand „angelernt“, gezwungen oder sonstwie „homosexualisiert„. Wenn schon „homosexualisieren“ sich die Heteros selbst. Die 90% heterosexuell empfindenen Menschen in der Gesellschaft haben also nicht den geringsten Grund sich durch homosexuelle Menschen bedroht zu fühlen. Wir nehmen niemandem etwas weg! Im Gegenteil, wir zahlen verdammt viele Steuern und finanzieren so den Sozialstaat und die Schulen für Eure Kiddies mit, was natürlich auch völlig richtig und OK ist!

Das man uns dafür aber mindestens in Ruhe leben lässt und uns auch nicht dauernd ans Bein pinkelt, uns umbringen und verbrennen will, ist wohl das Wenigste dass wir von der restlichen Gesellschaft erwarten dürfen.

In diesem Sinne muss ich der Kaserne für Ihre Entscheidung gratulieren und der HABS für Ihren Protest und ihren Einsatz danken!

Macht endlich Schluss mit dieser Scheiss Homophobie! Go Stop Murdermusic

Also Ihr „Möchtegern-Hetero-Macho-Kerle“, hört endlich auf Euch wie ängstliche Kiddies zu benehmen und auf uns verbal und physisch einzuschlagen. Wer wirklich dicke Eier hat, begegnet uns auf Augenhöhe und akzeptiert und respektiert unsere Wesensart. Klar, wer nur kleine, schrumplige Dinger hat, hat natürlich allen Grund um sauer und aggressiv zu sein, aber hauen, töten und verbrennen darf man trotzdem niemanden! Das hat Mami und der liebe Gott früher schon gesagt! Und wenns Euch schwer fällt, dann reisst Euch gefälligst mal zusammen, Ihr Memmen! ;-)

Love and Peace und ein schönes Weekend Euch allen! invisible hit counter

Heisses für den kalten Herbst

Mit den Klischees ist das so eine Sache! Alle schwulen Männer sind tuckig, geschminkt und pink angezogen, Secondos sind gewaltbereit und Bauern sind ungehobelte und unattraktive Tölpel. Das manchmal hinter einem Klischee auch ein Körnchen Wahrheit steht, kann man nicht bestreiten. Aber meistens sind diese Vorurteile nur eines: Blöd und Falsch! Der Beweis? Mädels, schaut Euch mal diese Schweizer Jungbauern an. Da hat es doch den einen oder anderen wirklich leckeren Kerl mit dabei =) Gefunden auf www.schweizerbauer.ch / Bilder: www.claude-stahel.ch

Junx: Ihr mögt lieber feschen Bauernmadeln auf die Wadln schauen? go here!






Tja, auf der Alm da gibts koa Sünd und in der Schweiz gibts nicht nur sexy Skilehrer! =)

frohes Weekend Euch allen! invisible hit counter

Erster Schnee

Die UMusic Funktion unseres Bose Lifestyle Systems hat sich entschlossen Nora Jones und andere fine and smooth jazzy sounds zu spielen. Ich sitze auf dem Sofa und lasse meinen Blick nach draussen schweifen. Es ist schon dunkel und im Licht der Strassenbeleuchtung tanzen Hunderte oder Tausende, nein vermutlich Millionen weisser Schneeflocken und bedecken die bunt gefärbten Blätter der für den Winterstillstand vorbereitenden Bäume. In solchen Momente kann es geschehen, dass ich den Bezug zur Realität verliere, meine innere Uhr stehen bleibt, sich Zeit und Raum verdrehen und sich in tanzende Schlieren sterbenden Lichts verwandeln. Alles um mich herum tritt in den dunklen Raum hinter der Bühne, der Klang des Alltags um mich herum verstummt. Ich fühle nur noch meinen ruhigen, regelmässigen Atem. Es gibt nur noch diese Flocken, dieser Reigen gefrorener Wasserkristalle die, einem Wunder gleich, alles – auch mich- umschliessen, bedecken, einlullen und verwandeln

Gedanken und Wortfetzen längst vergangener Tage brechen in meinen Verstand und bringen Erinnerungen aus der Kindheit zurück. Das unschuldige Staunen über die weisse Pracht, Schneemänner und Iglus, die wir gebaut haben. Stunden im Schnee, tropfnasse Handschuhe, gefrorene Nasenspitzen, eiskalte Ohrläppchen. Kriegspläne gegen die Schneekönigin wurden geschmiedet, ganze Höhlensysteme gebuddelt und irgendwann aus weiter Ferne der Klang von Mutters Stimme, die einem ermahnte, wieder in die Wärme zu kommen. Und dort warteten dann feine selbstgebackene Plätzchen oder Kuchen und heisse Schokolade. Danach die Müdigkeit die einem überkommt und die Geräusche aus der Küche, die sich in der heraufsteigenden Schläfrigkeit immer weiter entfernten.

Mein Kopf bewegte sich ruckartig, ich war eingenickt. Entschwunden in einen kurzen Traum, zurück in der Kindheit. Ich konnte die heisse Schokolade riechen! Spürte die Kälte des Schnees und die Nässe der Handschuhe. Jetzt schneite es noch immer. Ich sitze auf dem Sofa und lasse meinen Blick nach draussen schweifen. Es ist schon dunkel und im Licht der Strassenbeleuchtung tanzen Hunderte oder Tausende, nein vermutlich Millionen weisser Schneeflocken. invisible hit counter