Stoeps und Tom im Wunderland – oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt – Teil 1

Ich hab’s Euch angedroht. Ich werde Euch von unserem Ausflug in eine andere Welt erzählen.

Teil 1: Vorbereitung

Angefangen hat alles an meinem vierzigsten Geburtstag. Gemütliche Stimmung herrschte bei uns zu Hause. Es waren einige meiner Liebsten um mich und nur einer fehlte: Mein Herzkäfer Tom. Er war just an diesem Tag an einem Seminar, dass er nicht verschieben konnte. Mitten in die lustige Runde klingelte Abends mein Handy. Der Name auf dem Display liess mich lächeln: es war Tom. Nach Begrüssung und Gratulation schickte er mich in den Keller, wo ich die Schublade einer Komode öffnen und ein darin verstecktes Couvert finden sollte.

Mit dem Fund in der einen und dem Handy in der anderen Hand ging ich dann zurück zu meinem Gästen und öffnete den Umschlag. Ich verschluckte mich fast! Es war ein Gutschein für drei Nächte im Doppelzimmer de Luxe im Grand Hotel Tschuggen in Arosa. Mit Halbpension, Dine around und Wellness-Lounge für 3 Stunden in der Spa-Lounge! Mehr dazu später!

In der Bestätigung der Reservation hiess es dann so schön: „Mit ihrer eleganten Erscheinung tragen Sie zur Ambiance des Hotels bei.“ Und im Speisesaal gab es eine Veston-Pflicht für die Herren.

Veston? Ob da das über 10 Jährige Teil, bereits an 4 Hochzeiten und 5 Messen getragen, noch tauglich ist? Auf die Anprobe folgte die Ernüchterung und der Entschluss: Es muss was Neues her!

Plötzlich erinnerten wir uns an einen Fernsehbericht von einer Thailänderin, die in Zürich massgeschneiderte Anzüge verkauft, welche von Ihrer Familie in Thailand hergestellt werden. Flugs machten wir einen Termin, fuhren hin und liessen uns vermessen, suchten Stoff aus und besprachen den Schnitt.

4 Wochen später gings erneut nach Zürich zu Sunita Suits zur Anprobe. Es waren noch ein paar Korrekturen nötig. Aber pünktlich an unserem Anreisetag nach Arosa waren die Anzüge abholbereit und Zürich lag sowieso auf unserem Weg.

Die Reise nach Arosa entpuppte sich dann bereits als Abenteuer…aber dazu mehr im zweiten Teil: Die Anreise

In diesem Sinne – Stay tuned!

Nobel soll die Welt zu Grunde gehen

Foto von www.tschuggen.ch

Ein soziales Experiment der Sonderklasse erwartet mich ab morgen Donnerstag bis Sonntag. Zu meinem 40sten Geburtstag hat mir mein Liebster ein Aufenthalt für 4 Tage im Hotel Tschuggen in Arosa geschenkt. Ein absoluter Luxus-Schuppen.

Es werden mich zwiespaltige Tage erwarten. Einerseits werde ich schönes Design geniessen, lust- und genussvoll dinieren, luxuriös wellnessen und mich dabei im 7. Himmel wähnen. Andererseits – irgendwie schäme ich mich fast dafür, solchen Luxus geniessen zu dürfen. Andere Menschen kämpfen ums nackte überleben und ich werde mir überlegen müssen, ob ich nun mal Kaviar probieren soll oder doch lieber den Hummer bestelle.

Wenigstens muss ich nicht damit rechnen, dass hinter den Zäunen des Hotelkomplexes die Slums beginnen. Etwas dass mich bis jetzt von Reisen auf den afrikanischen Kontinenten oder nach Indien abgehalten hat.

Nun denn, vielleicht sehe ich ja ein paar reiche Chinesen, denen ich dann ein deutliches „Free Tibet“ entgegenrufen kann, das würde mein Gewissen dann wieder wesentlich entlasten.

Nun denn, ich werde die bittere zuckersüsse Pille tapfer genussvoll schlucken und die Tage im Überfluss natürlich trotzdem geniessen. Sicher wartet die eine oder andere nette Situation, deren Beobachtung lohnt und ich hoffe, Euch hier das eine oder andere Müsterchen erzählen zu können.

In diesem Sinne – wünsche ich Euch allen genussvolle Tage nach Ostern!

Free Tibet! Nachtrag: Blog-Action: Free Tibet now!

Gerade gefunden beim Blog Rainbownet.ch – da mache ich natürlich sofort mit!

Blog-Action: Free Tibet now!

Vor über 50 Jahren hat die chinesische Regierung aus wirtschaftlichen Gründen den Tibet mit Gewalt anektiert und seit damals über eine Million Tibeter massakriert und unzählige Tibeter als politische Gefangene eingekerkert und gefoltert. Obwohl der Dalai Lama die illegale Besetzung durch China mittlerweile akzeptiert hat und nur noch eine Autonomie für den Tibet fordert, wird das tibetische Volk von der chinesischen Besatzungsmacht unterdrückt und Menschenrechte werden mit Füssen getreten.

Free Tibet Blog-ActionAnlässlich des 49. Jahrestags eines Aufstandes der Tibeter gegen die chinesischen Besatzer in Lhasa kommt es nun wieder zu Unruhen und das unterdrückte Volk demonstriert gegen die menschenunwürdige Politik Chinas. Die chinesische Regierung wiederum inhaftiert Demonstrierende und geht mit Tränengas und Elektroschockern gegen die Zivilbevölkerung vor. Mittlerweile sind bereits Panzer in Stellung gegangen.

Ich fordere hiermit die chinesische Regierung auf:

  1. Dem illegal besetzten Tibet wenigstens eine Autonomie zuzusprechen
  2. Der Dalai Lama wieder als religiöses Oberhaupt Tibets zuzulassen
  3. Die Menschenrechte im Tibet zu wahren
  4. Die räuberische Ausbeutung tibetischer Resourcen zu beenden

Ich bitte die Vereinigten Nationen und den Sicherheitsrat, die Menschenrechtsverletzungen im Tibet anzuprangern und notfalls mittels Sanktionen zu beenden.

Ich fordere das Internationale Olympisches Komitee (IOC) auf, die olympischen Spiele 2008 in ein anderes Land zu verlegen und zukünftig nicht mehr in Ländern abzuhalten, die Menschenrechte derart ignorieren.

Und persönlich werde ab sofort keine chinesischen Produkte mehr kaufen, solange bis im Tibet Menschenrechte eingehalten werden.

Blogs die sich diesem Aufruf anschliessen sollen einen Link auf diesen Post setzen, ich werde alle Teilnehmer hier auflisten.

Mehr zum Thema:
Free-Tibet.info
FreeTibet.org
FreeTibet.net
FreeTibet.ch
Tibet.org

Blogs die diese Aktion unterstützen:
Kreidebleich
Stoepsorama

Sehnsucht

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IMG_4050, ursprünglich hochgeladen von Stoepsomat

Seltsam flach formten sich heute die aufsteigenden Rauchschwaden aus den Kaminen der Häuser, die ich von meinem Bürofenster aus sehen konnte. Die Luft war kalt und ein einlullendes Grau durchdrang den Himmel und meine Gedanken. Da war es wieder, dieses Gefühl ganz langsam und unverhofft aus der hektischen Realtiät herausgezoomt zu werden. Für einen kurzen Moment fesselten mich tanzende Schneeflocken, ein paar Vögel flatterten empört über den späten Schnee und flüchteten schimpfend unter einen schlafenden Flieder. Mein Ohr erfasste leise diese überall gleich klingende, sonore und doch freundliche Stimme, die am naheliegenden Bahnhof die ein- und abfahrenden Züge meldete und da passierte es!

Meine Augen schlossen sich und mein Geist verlangte nach einem kurzen Ausflug in die Vergangenheit. Sommer 2007 – Die kleine urtümliche Kanareninsel La Gomera. Die Sonne brannte, der Pool war angenehm temperiert und ich nackt, wie ich geboren wurde, mit dem Fotoapparat um das Haus pirschend auf der Suche nach ungewöhnlichen Motiven. Dieses Gefühl von purem sich-selbst-sein. Nichts dass einem weder körperlich noch geistig einengen könnte. Freiheit pur!

Wie ein kleiner Abenteurer auf einer Fotoexpedition, leise befürchtend doch noch einen überlebenden Dinosaurier ausfindig zu machen. Da! Der Gecko beim Rendez Vouz mit seiner Beute. Sekunden später war nur noch der Gecko da. Und noch eine Sekunde später kam auch ich wieder an. In der Realität des Alltags. Die Schneeflocken tanzten noch immer. „Stoeps! – STOEPS! – STÖÖ-HÖÖPS!!!“ Ich schaute in die Augen von Samuel, meinem Arbeitskollegen. Touch down! Noch etwas benommen landete ich vollends wieder im Hier und Jetzt.

Aber ich liebe sie! Diese kurzen sehnsüchtigen Tagträume die einem für einen kurzen Moment auf leisen Schwingen an einen Ort entführen der so fern ist und doch so nah!

In diesem Sinne – Bewahren wir uns die kurzen, kleinen Augenblicke in denen uns ein Bild, ein Geräusch oder ein Geruch unverhofft in eine andere Welt versetzen und süsse Qualen der Sehnsucht uns umarmen!