Ein schallende Ohrfeige für die SVP Schweiz

Foto geklaut auf Flickr bei twicepix

Wer meinen Blog schon seit ein paar Wochen liest, kennt meine politische Gesinnung sicher schon und weiss, dass ich nicht gerade ein Freund der Schweizer SVP bin. Den Lesern ausserhalb der Schweiz sei erklärt, dass die SVP eine bürgerliche Partei am rechten Ende des rechten Spektrums ist.

Meiner persönlichen Meinung nach ist die Partei eines der grössten Lügenkonstrukte die es je in der politischen Landschaft gab und die nur dazu dient, wirtschaftliche Interessen der Oberschicht in der Schweiz rechtlich zu schützen. Die Partei schafft es durch ihr pseudobäuerliches Auftreten und durch einige populistisch ausgeschlachtete Themen dem unschlüssigen und schlecht informierten Wähler in der Schweiz den Eindruck zu vermitteln, sie kämpfe für die Interessen des Volkes. Wer genau hinschaut merkt, dass der Verein aber aus lauter Milliardären, Millionären, Unternehmen, Verwaltungsratsmitgliedern und anderen Protagonisten der „oberen Zehntausend“ in diesem Land besteht, deren Handlungen und politische Vorstösse die Verarmung des schweizerischen Arbeiters und des Mittelstandes mit verursacht haben. Eine grosse Lüge also, wenn die Partei behauptet Partei des Volkes zu sein.

In dem aktuellen Abstimmungen nun hat aber das Schweizer Volk einmal mehr gezeigt, dass es doch nicht so dummschlecht informiert ist und hat den teils unmenschlichen und gefährlichen bürgerlichen Initiativen eine gehörige Abfuhr erteilt.

Dafür möchte ich mich bei allen Wählern persönlich ganz herzlich bedanken. Und der SVP muss man mit aller Deutlichkeit sagen, dass wenn sie oft rechtfertigend vom so genannten Volkswillen spricht, den sie durchzusetzen gewillt ist, sie scheinbar nicht vom gleichen Volk spricht dass dann schlussendlich an die Urne geht.

Die SVP täte also gut daran in Zukunft von ihren eigenen Interessen und nicht vom Volkswillen zu sprechen.

Es darf auch spekuliert werden, wieso sämtliche Vorlagen dieser Partei eine derart deutliche Abfuhr erhalten haben. Eine persönliche Vermutung ist sicher im Verhalten der SVP gegen die demokratisch gewählte SVP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zu suchen. Diese wurde demokratisch gewählt und ein solcher Entscheid wird vom Schweizer Volk respektiert. Dass die Partei nun durch die Hintertür versucht diese Bundesrätin zu „fällen“ wird vom Wahlvolk überhaupt nicht goutiert! Man darf auf die nächsten Wahlen gespannt sein! Ich meinerseits gehe von einem SVP Debakel aus und ich lag in der Vergangenheit mit meinen Prognosen meistens nicht ganz falsch.

Diese Abstimmung war ein klares Votum für den Rechtsstaat und die Demokratie. Willkür, die Untergrabung von Menschen- und Verfassungsrechten wurde von einer über deutlichen Mehrheit klar abgelehnt! Und das ist auch gut so!

Sogar der dunkelbraune Osten der Schweiz, hat sich positiv zu den demokratischen Grundwerten der Schweiz geäussert. Bravo! Nur der Kanton Schwyz scheint der SVP treu zu bleiben. Nun – bei der Abgeschiedenheit zum Rest der Welt, den hohen Bergen ringsum her die den Horizont doch allzu sehr einschränken, darf man für dieses Verhalten Verständnis haben.

In dem Sinne – Schön dass Herr und Frau Schweizer mit soviel Herz und Hirn abgestimmt haben! Bleibt zu hoffen, dass diese Werte und Einsichten sich auch im Alltag niederschlagen und wir mit Respekt, Verständnis und gutem Willen unseren Nächsten begegnen.

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Bertrand Picard – Ein inspirierender Träumer

Heute hatte ich das Privileg, anlässlich einer Fachtagung eines führenden Schweizer Software-Herstellers Opacc einem Referat von Dr. Bertrand Picard beiwohnen zu dürfen. Und dieser Mann und seine Visionen, Träume, seine Geschichten und seine Philosophie haben mich zutiefst beeindruckt und berührt. Viele haben das Bild eines Abenteuers vor Augen, wenn sie seinen Namen hören und denken, es gehe ihm um das Sammeln von Rekorden. Aber weit gefehlt! Dieser Forscher und Abenteurer ist weit mehr! Er kämpft für die Erhaltung des Planeten, unserer Ressourcen, der Biodiversität und nicht zuletzt um die Entwicklung der Menschheit weg von der räuberischen Konsum-Spezies hin zur verantwortungsvollen, nachhaltig und ganzheitlich erfolgreichen und spirituell entwickelten Gesellschaft.

Was dieser Mann zu sagen hat, sollte jeder einmal hören. Er schafft es, einem in den Bann zu ziehen und zu fesseln und etwas im tiefsten Innersten anklingen zu lassen.

Stellt Euch vor. Am Ende des Reverates, dass wirklich tief ging bei mir, zeigte er einige Impressionen seiner Reisen, Projekte aber auch seiner Visionen. Untermalt von John Lenon’s „Imagine“. Und mitten im Auditorium des KKL in Luzern, inmitten krawattierter Businessleute im teuren Zwirn und wichtigen Gesichtsausdrücken, sass Stoeps und konnte sich nicht dagegen wehren, dass ihm die Tränen übers Gesicht liefen.

Tränen der Wut über die Dummheit unserer Politiker und unserer Wirtschaft, die durch profitgeilheit und Verantwortungslosigkeit unsere Resourcen verschwenden und den Turnaround zur Nachhaltigen Ökonomie nocht nicht mal anstreben. Dabei ist diese Taktik auch wirtschaftlich gesehen nur einfach dumm! Energie wird immer teurer und schon bald müssen die ersten Betriebe schliessen, weil sie sich Energie nicht mehr leisten können. Dabei gäbe es freie Energien wie Geothermie oder eben Solarenergie, die uns aus der Misere helfen könnten. Mehr noch! Würde die Industrie nun mit aller Kraft diese Themen aufgreifen, täten sich neue Chancen, neue Märkte und damit eine bessere Zukunft für uns alle auf.

Aber nein! Weiterhin wählen viele von uns lieber rückständige Parteien, die jedewede Entwicklung und visionäre Zukunftsplanung verhindern, nur um schnellen Profit zu ermöglichen.

Ich kann Euch allen nur empfehlen, besucht mal ein Referat von Bertrand Picard oder lest sein neustes Buch „Spuren am Himmel“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Euch kalt lassen wird. Oder, verschliesst weiterhin die Augen für die Realität und macht euch damit mitverantwortlich für die Zerstörung unseres Raumschiffs Erde.

In diesem Sinne – Guten Flug für Eure Sinne, Euer Herz und Eure Visionen!

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Das Haus am Strand

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IMG_8079, ursprünglich hochgeladen von cshontz

Leicht wie hauchdünne Seide strich ein Wind durch die Bäume, die den Weg zum Strand säumten. Der Geruch von Salzwasser, Fisch, Tang und Diesel lag in der Luft. Ein Duft der mir auch bei geschlossenen Augen unveränderlich klar machte, dass ich nicht zu Hause war. Aber wo ich wirklich war, wusste ich auch nicht. Irgendwo im Süden, auf einer Insel vielleicht? Der Mann neben mir war wohl Tom, mein langjähriger Lebensparter, aber sogar dass konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich setzte es einfach so voraus.

Diesen Traum träumte ich letzte Nacht nicht zum ersten Mal und ich wusste, dass ich hier nicht zum ersten Mal war.

Da war er wieder, dieser gutaussehende, braungebrannte Kerl mit dem sexy Grinsen. Das Haus dass zu diesem Garten gehörte war gross, irgendwie altmodisch, schön und es hatte eine magische Anziehungskraft auf uns beide. Ohne eingeladen worden zu sein, aber auch ohne Bedenken, gingen wir einfach durch den Garten, vorbei an dem immer noch grinsenden Kerl, der keine Anstalten machte uns aufzuhalten.

Das Haus schluckte uns. Drinnen war es dunkel, kühl und irgendwie hatte es ein schwere, dickflüssig-rauchig-ätherische Aura, wie ich mir vorstellte, dass sie in den Opiumhöhlen in Shanghai sein musste. Es erfasste mich eine unglaublich erotische Energie. Ich vibrierte und ein warmer Schauer durchfloss meinen ganzen Körper.

Aus einem anderen Zimmer kam der Hausherr und ging auf uns zu. Ebenfalls ein gutausehender, dunkelhaariger Kerl so um die mitte Dreissig. Wir sprachen nicht, aber mit einer Kopfbewegung deutete er uns an, ihm zu folgen. Er führte uns in den nächsten Raum, den ich nur noch als ein dunkles, grosses Zimmer in Erinnerung habe. Es gab eine grosse, alte, durchgesessene, braune, altmodisch gesteppte Ledercouch auf der wir uns niederliessen. Sie roch nach Sex, Schweiss und schien die Erinnerung an etliche Orgasmen auszustrahlen.

Schon seit geraumer Zeit spürte ich eine nicht endenwollende Erektion und dachte, dass es nun wohl irgendwie zur Sache gehen würde.

Aber plötzlich veränderte sich die ganze Szenerie grundlegend. Wir waren zwar noch in einem Haus, aber das sah nun komplett anders aus. Sofort wusste ich, dass wir nicht mehr irgendwo im warmen Süden waren, sondern irgendwo in der Schweiz. In der Luft lag eine Mischung aus den Gerüchen die man sonst in verlassenen Turnhallen-Garderoben oder Massenlagern findet. Kalter abgestandener Schweiss, Kellergeruch mit einer leichten Schimmelnote und zusätzlich roch es nach Rauch und abgebrannten Räucherstäbchen.

Es war nun keine grosse, stattliche Villa mehr, sonder mehr so etwas wie ein Pfadfinderheim in einem Wald. Das Haus war voller fremden Menschen, die willenlos und lethargisch auf Schlafsäcken und Matten am Boden lagen. Wanderer, die zufällig vorbei kamen, wurden draussen an ein paar Tischen verköstigt und ins Haus gelockt. Kaum waren sie drin, wurden auch sie schlagartig hypnotisiert und konnten das Haus nicht mehr verlassen.

Ich wollte da raus! Weg! Einfach nur weg! Die ganzen Zombies dort ekelten mich geradezu an und ich wollte zurück ins Leben. Aber das Haus zu verlassen schien schier unmöglich zu sein. Mein Begleiter, ich glaube noch immer dass es Tom war, und ich versuchten es gemeinsam. Aber an der Tür konnten wir einfach nicht weiter gehen.

Da beschloss ich innerlich einfach, mich ganz und gar dafür zu entscheiden, dass ich jetzt gehen werde. Ich beschloss keine Panik aufkommen zu lassen, die komplizierten Gedanken in meinem Kopf zu ignorieren und einfach zu gehen.

Ich packte Tom am Arm – und ging einfach! Schwer wie Blei waren unsere Füsse und mit grösster Anstrengung gingen wir Schritt für Schritt in Richtung Wald weiter. Es ging schwer, aber es ging! Bald hatten wir den Wald hinter uns und erklommen über eine Alpweide ein in wunderbar warmes Sonnenlicht getauchtes Plateau. Wir hatten es geschafft! Ich fühlte mich wunderbar befreit! Und darauf hin erwachte ich dann. Ich war auf der Couch eingeschlafen, kurz bevor ich ins Bett wollte. Tom lag schon oben und ich ging hoch und kuschelte mich an ihn.

Beim erneuten einschlafen erinnerte ich mich plötzlich an den ersten, gleichen Traum, den ich vor Jahren schon mal hatte. Damals endete er damit, dass ich an der Türschwelle verzweifelte. Nicht aus dem Haus kam. Panisch erwachte ich damals ganz langsam. Mein Bewusstsein tauchte auf, aber mein Körper war noch gelähmt. Ich wollte unbedingt erwachen, aber dies passierte nur in Zeitlupe und ich versuchte Tom zuzurufen, er solle mich wecken. Das ging aber nicht und aus meinem Mund drangen nur komische, glucksende Schreie.

Diesmal hatte ich es geschafft! Ob es etwas damit zu tun hat, dass ich nach bald 25 Jahren endlich das Kiffen aufgegeben habe und nun schon bald 2 Monate „klar“ bin?

Nächste Mal, habe ich mir vorgenommen, möchte ich mir bewusst werden dass ich Träume, wenn ich wieder zu diesem Haus komme.

Mal sehen, ob es ein nächstes Mal gibt!

In diesem Sinne – Träume sind nicht nur Schäume, sie sind die verschlüsselte Sprache, in der unsere Seele mit uns zu kommunizieren versucht! Na dann, ich freue mich auf das nächste Plauderstündchen!

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Kein unabhängiger Journalismus in 20 Minuten?

Gefunden beim Rainbownet Blog

Bei den Wahlen im letzten Jahr fiel es schon auf. Die Gratis-Journallie „20 Minuten“ war voll mit SVP Werbung. Die Berichterstattung dieses Blattes ist auffällig unkritisch SVP Themen gegenüber und nun gipfelt die „journalistische Neutralität“ gar in der Weigerung, das folgende Inserat zu veröffentlichen:

Das PDF zum downloaden und verbreiten gibts hier!

Das Inserat stammt vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Es scheint, als ob in der Schweiz langsam italienische Verhältnisse herrschen. Im Gegensatz zu unseren südlichen Nachbarn passiert dies hier aber nicht öffentlich. In Italien weiss wenigstens jeder, das Berlusconi die Medien die er besitzt, auch für seine Zwecke nutzt.

Aber bei uns? Das der liebe Herr Köppel von der SVP gekauft wurde, oder sich freiwillig zu deren Merkur gemacht hat, weiss ja inzwischen jedes Kind. Aber sonst?

Welches Medium berichtet noch neutral? Wem können wir noch glauben?

In diesem Zusammenhang scheint mir nicht nur wichtig die Einbürgerungs-Initiative abzulehnen. Es braucht auch ein klares Nein zu der Maulkorb-Initiative. Denn mehr als den Medien und den Parteien traue ich dem Bundesrat. Denn er ist schliesslich eine kollegiale Behörde, mit Vertretern aller Parteien.

Diese Abstimmung hat es wirklich in sich! Ein Meilenstein der darüber entscheidet ob wir die hohen Ideale der Schweiz verraten und zu Gunsten der Willkür die demokratischen Grundrechte aufgeben!

Es geht einmal mehr nicht um ein paar potentiell kriminelle Ausländer, es geht vielmehr um uns alle!

In diesem Sinne – Dieses Mal zählt wirklich JEDE Stimme! Wer immer für Menschenrechte, Demokratie, Meinungsfreiheit, Fairplay und die Schweizerischen Werte steht, MUSS an die Urne und diesem Mist ein Ende bereiten!

Schweizer kämpft um Eure Freiheit und schickt die Vorlagen der SVP in die Wüste!