Toskana: Wir kommen!

Ich kanns wieder kaum erwarten! Die lauen Nächte im Zelt auf unserem Lieblingszeltplatz gleich hinter der ersten Düne, direkt am Meer, in diesem traumhaften Pinienwald, wo jedes Zelt, jeder Camper sein eigenes separates Plätzchen hat. Wo einem nachts das Rauschen des Meeres und das Zirpen der Zykaden in den Schlaf singen. Der wilde Strand, das schöne, saubere Meer, die feine Pizza Tartuffo, der Caprese, Vino Rosso di Tavolo, der feine Grappa und das beste: Der beste Kaffee! Stark, schwarz und superlecker!

Ach wie freue ich mich auf die Tage am Strand, die Ausflüge in die kleinen, alten Städtchen, die kleinen Restaurants, die Kunstparks (Niki de Saint Phalll’s Tarotgarten) und all die kleinen Gallerien und die leckeren italienischen Jungs, die immer aussehen wie frisch aus dem Ei gepellt.

Ich liebe sie, die Italianità. Die lauten Familien, die nicht endenwollenden Nachtessen mit viel herzlichem Lachen, lauten Gesprächen und wildem Gestikulieren. Das „kommichheutnichtkommichhaltmorgen“ Gefühl, das dolce farniente.

Ich freue mich auch auf die zweite Woche bei unseren Freunden in Ravi. Das schöne kleine Agriturismo, die saubere und schöne Ferienwohnung und die Gastfreundschaft von Andrea und Dani!

Sono Svizzero, 100%. Ma il mio cuore e italiano!

In diesem Sinne – Toskana wir kommen! Bald!

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Bertrand Picard – Ein inspirierender Träumer

Heute hatte ich das Privileg, anlässlich einer Fachtagung eines führenden Schweizer Software-Herstellers Opacc einem Referat von Dr. Bertrand Picard beiwohnen zu dürfen. Und dieser Mann und seine Visionen, Träume, seine Geschichten und seine Philosophie haben mich zutiefst beeindruckt und berührt. Viele haben das Bild eines Abenteuers vor Augen, wenn sie seinen Namen hören und denken, es gehe ihm um das Sammeln von Rekorden. Aber weit gefehlt! Dieser Forscher und Abenteurer ist weit mehr! Er kämpft für die Erhaltung des Planeten, unserer Ressourcen, der Biodiversität und nicht zuletzt um die Entwicklung der Menschheit weg von der räuberischen Konsum-Spezies hin zur verantwortungsvollen, nachhaltig und ganzheitlich erfolgreichen und spirituell entwickelten Gesellschaft.

Was dieser Mann zu sagen hat, sollte jeder einmal hören. Er schafft es, einem in den Bann zu ziehen und zu fesseln und etwas im tiefsten Innersten anklingen zu lassen.

Stellt Euch vor. Am Ende des Reverates, dass wirklich tief ging bei mir, zeigte er einige Impressionen seiner Reisen, Projekte aber auch seiner Visionen. Untermalt von John Lenon’s „Imagine“. Und mitten im Auditorium des KKL in Luzern, inmitten krawattierter Businessleute im teuren Zwirn und wichtigen Gesichtsausdrücken, sass Stoeps und konnte sich nicht dagegen wehren, dass ihm die Tränen übers Gesicht liefen.

Tränen der Wut über die Dummheit unserer Politiker und unserer Wirtschaft, die durch profitgeilheit und Verantwortungslosigkeit unsere Resourcen verschwenden und den Turnaround zur Nachhaltigen Ökonomie nocht nicht mal anstreben. Dabei ist diese Taktik auch wirtschaftlich gesehen nur einfach dumm! Energie wird immer teurer und schon bald müssen die ersten Betriebe schliessen, weil sie sich Energie nicht mehr leisten können. Dabei gäbe es freie Energien wie Geothermie oder eben Solarenergie, die uns aus der Misere helfen könnten. Mehr noch! Würde die Industrie nun mit aller Kraft diese Themen aufgreifen, täten sich neue Chancen, neue Märkte und damit eine bessere Zukunft für uns alle auf.

Aber nein! Weiterhin wählen viele von uns lieber rückständige Parteien, die jedewede Entwicklung und visionäre Zukunftsplanung verhindern, nur um schnellen Profit zu ermöglichen.

Ich kann Euch allen nur empfehlen, besucht mal ein Referat von Bertrand Picard oder lest sein neustes Buch „Spuren am Himmel“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Euch kalt lassen wird. Oder, verschliesst weiterhin die Augen für die Realität und macht euch damit mitverantwortlich für die Zerstörung unseres Raumschiffs Erde.

In diesem Sinne – Guten Flug für Eure Sinne, Euer Herz und Eure Visionen!

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Die Schatzsucher

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DSC00027, ursprünglich hochgeladen von Stoepsomat

Ha! Wir haben ein neues Steckenpferd entdeckt: Geocaching! Per Internetseite www.geocaching.com erfährt man, wo überall Schätze versteckt sind. Oft unter Angabe von Koordinaten, die dann mittels GPS gesucht werden. Es geht aber auch spannender. Man erfährt dann nur eine ungefähre Angabe der Postion eines „Schatzes“ und muss die genaue Position mittels Rätselfragen selbst herausfinden. Ein Heidenspass! So haben wir am Sonntag unser erstes Cache gefunden.

Ein traditionelles Cache besteht meist aus einem Logbuch, in dem man sich eintragen kann und aus ein paar kleinen Tauschgegenständen. Da nimmt man dann etwas davon mit und legt auch wieder einen eigenen Gegenstand dazu.

Das Ganze macht Spass und so wird aus einer simplen Wanderung plötzlich eine spannende Schatzsuche.

Nur einen Wunsch habe ich an die Geocacher…wirklich sinnvoll ist das Ganze nur zu Fuss oder mit dem Bike. Wer jetzt einfach mit dem Auto in den Wäldern rumkurvt um möglichst schnell „Schätze“ zu sammeln hat wohl den Sinn nicht ganz verstanden und handelt erst noch sehr unökologisch.

Einen Versuch ist das Ganze allemal wert! Probiert es mal aus. Sobald das Wetter wieder einigermassen trocken ist, werden wir unseren ersten eigenen Schatz verstecken.

Auf der Webseite tragen die Finder ihren Fund dann ebenfalls in ein Logfile ein. Bin ja mal gespannt, wer dann meinen „Schatz“ als erster findet! =)

In dem Sinne – Schnallt die Wanderschuhe an die Füsse und raus in die Natur! So macht geocachen Spass und hält erst noch Fit!

Stoeps und Tom im Wunderland – oder die unglaublichen Tage in einer verrückten Welt – Letzter Teil

Eine Schlittelfahrt, ein verspäteter Preiszuschlag und eine Wellnessoverdose sollte uns an diesem Samstag erwarten. Doch zuvor genossen wir einmal mehr ein göttliches Frühstück, dank anderem Tisch ungestört und ohne Depressionsgefahr.

Danach zog es uns an die frische Luft! Wir wollten Schlitteln! Flugs zum Concierge und gefragt wo man denn einen Schlitten mieten könne. Dieser lächelte triumphierend, rief José zu uns, welcher uns gleich zum hoteleigenen Schlittel-Pool führte. Wir lasen uns zwei klassische Davoser-Schlitten aus und wollten sogleich zum Tschuggen Coaster. Josés Lächeln ermattete. Er erklärte uns, dass sie ein technisches Problem mit dem Transportsystem hätten und dieser vermutlich erst am späteren Nachmittag wieder funktionieren würde. Aber, und schon strahlte er wieder, er würde uns gleich mit dem Hotelbus zur Talstation des Sesselliftes führen! Mit dem kämen wir auch zur Tschuggenhütte, von wo aus es wieder auf dem hoteleigenen Schlittelweg zurück gehen sollte.

Die Sessellift-Fahrt war recht kurz und oben angekommen, fuhren wir los. Die Fahrt nach unten ging noch viel schneller. Wir beschlossen, nochmals hoch zu gehen. Diesmal aber zu Fuss. Das war ein Fehler. Denn beim Laufen in der dicken Winterjacke schwitze ich mich ziemlich nass. Und damit holte ich mir wohl die Lungenentzündung, die mich jetzt gerade ans Bett fesselt…sozusagen ein verspäteter Preiszuschlag ;-)

Aber back to the Storyline. Nach der zweiten Schlittenfahrt gingen wir, wegen der nassgeschwitzen Klamotten zurück ins Hotel. Denn um 16 Uhr hatten wir sowiesso ein „Privat Affair“ Ticket im Wellness-Tempel.

Leute, ich sags Euch – die spinnen die Reichen! Reicht eine 5000m2 grosse Wellnesszone nicht? Auf zwei Stockwerken mit Wasserwelt und Saunabereich? Nun gab es dass auch noch in etwas kleinerer Form zum buchen für zwei! Mit Whirlpool unterm Glasdach, mit Dampfbad, Sauna, Dusche, Minibar, Früchten, Luxuriösen Liegebetten…

Uns war sehr bald klar, wofür diese Lounges wohl gedacht waren und fragten uns, wieviel DNA wohl in dem Sprudelbad schwimmen würde? Nun denn. Aus drei gebuchten Stunden wurden 2einhalb. Denn irgendwann hatten wir plötzlich den Luxusoverflow! Tom stellte die alles entscheidende Frage: Wieviel Energie verbraucht wohl so ein Wellnessbereich eines Hotels? Mit so vielen Saunen und Dampfbädern und Pools und und und? Uns war plötzlich mulmig zu mute und wir dachten an unseren ökologischen Fussabdruck… Nichts wie raus hier!

Im Zimmer duschten wir dann und hüpften in unsere nigelnagelneuen massgeschneiderten Anzüge. Denn heute Abend war dinieren im Gourmet Restaurant La Vetta angesagt. OMG ich schwöre Euch, wenn es einen Grund gibt Reich zu werden, dann sind es die kulinarischen Kreationen und die schlichtweg genialen Weine, die man sich dann leisten kann.

Stefano, der italienische Chef de Service – ein geiler freundlicher Kerl mit Glatze und Kinnbart, der in seinem dunklen Anzug zum vernaschen animierte – verwöhnte uns nach Strich und Faden und seine Weinvorschläge waren superbe. Noch jetzt läuft mir das Wasser im Munde zusammen wenn ich daran zurückdenke!

Danach genossen wir noch einmal ein paar Schlummerdrinks an der Bar. Zum Rauchen ging man nach draussen, wo man wie wir zufällig Promis wie Hans-Peter Ulli traf. Er erklärte uns, dass hier am Montag die Dreharbeiten für einen neuen Schweizer Film „Champions“ beginnen würden.

Oder man ging zum Rauchen in die Bibliothek, wohin der Barkeeper selbstverständlich folgte und die Drinks auch dort servierte.

Dort sahen wir immer diesen russischen Oligarchen mit seinen 3 Blondinen im Arm. Wir machten uns einen Spass daraus herauszufinden, was an den 3 Frauen noch echt war. Soviel kann ich euch verraten: Viel wars nicht!

Und so sanken wir auch an diesem Abend ermattet, leicht angeschwippst und todmüde ins Bett!

Morgen wird alles vorbei sein! Wir schauten uns an und waren uns einig: Es war ein spannendes und zuweilen auch sehr angenehmes Erlebnis. Aber die Welt der Reichen macht uns auch nachdenklich! Was machte zum Beispiel der Weinfleck auf dem Teppich im Speisesaal? Oder das Loch im Polster eines Barsessels? Durfte es so etwas hier überhaupt geben? Wieviel Co2 haben wir wohl produziert und wieviele Ressourcen nur für Luxus verpufft? Macht Botox dumm? Oder macht Geld blind?

Wir fanden das Tschuggen Grand Hotel darum toll, weil die Leistung der Angestellten überdurchschnittlich war! Der freundliche Service war so angenehm unaufdringlich und trotzdem perfekt. Aber alles Andere? Der ganze Prunk? Die ganze Energieverschwendung?

„Nächstes Mal, verzichten wir auf einen Stern!“. Mein Schatz nickte und wie immer, verstanden wir uns wortlos!

Am nächsten Morgen trafen wir dann sozusagen als kleines Abschiedsgeschenk Marco Rima zum Frühstück. Naja, also wir trafen ihn an, beim Frühstück… =)

Und dann? Na dann freuten wir uns darauf, wieder nach Hause zu fahren. Zu Moya und Lilou und zurück in die „normale“ Welt.