Ich boykottiere die Olympischen Spiele 2008 in Peking


Eigentlich war es ja schon ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, als das IOC die olympischen Spiele an China vergab. Die Hoffnung, damit die Situation in China hinsichtlich der Menschenrechte zu verbessern, war mehr als nur naiv und die neusten News zeigen, dass China nicht im geringsten bereit ist, sich weiter zu öffnen oder die Menschenrechte zu gewähren. Von der Causa Tibet wollen wir schon gar nicht anfangen. Zu traurig ist die Wahrheit! Darum einmal mehr der Aufruf zum Boykott! Und damit Ihr wisst, wer die Olympiade unterstützt:

Mein TV bleibt kalt! Ich werde Produkte von Olympia-Sponsoren meiden und wie bis an hin vermehrt darauf achten, keine Produkte aus China zu kaufen (sofern ich denn die Wahl habe … seufz). Für diejenigen unter Euch, die sich für das Thema interessieren, nachfolgend meine Top 5 der internationalen Karikaturen, Artikel, News und Blogeinträge:

Reporter ohne Grenzen

www.tibetfocus.com/


(Bildgefunden bei blogabfertigung.de)

www.chinawatchblog.de

gefunden bei: Jan Kallwejt

San Francisco Sentinel

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8 Gedanken zu „Ich boykottiere die Olympischen Spiele 2008 in Peking

  1. @queergedacht.de: Ich habe nicht allzu grosse Erwartungen mit meinem Post irgendetwas bewirken zu können. Aber wenn schon nur ein paar wenige Menschen sich ein paar Gedanken zum Thema machen, ist das schon viel. Besser als nichts! =)

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  2. Allein anhand der aufgeführten Sponsoren ist ersichtlich, dass leider die wirtschaftlichen Interessen vor der politischen Situation vorrang haben.

    Leider wird das nur wenige Menschen weltweit interessieren und sich eurem Boykott anschliessen.

    Zum Glück ist das bloggen eine Möglichkeit, seine Meinung zu verbreiten. Und vielleicht werden dadurch ein paar Menschen mehr animiert, das TV-Gerät für die Übertragungen auszulassen.

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  3. natürlich ist das eine doofe situation. die probleme in tibet, china, das land, das sich alles so zurecht biegt, wie es gerne hätte. kommunismus halt und die wirtschaft zieht nunmal seinen nutzen draus, nicht, weil es mit dem land symphatisiert, nein, sondern weil das firmenlogo als werbung irgendwo gut sichtbar ist uns man sich dadurch mehr umsatz verspricht. aber ich muss gestehen, selbst wenn die olympiade in timbuktu wäre, würde mich das nicht sonderlich interessieren…. also mach ich einfach mal mit, ich boykottiere und fahr auch nicht hin ;-)

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  4. Wenn man bedenkt, dass die Athleten jahrelang hart trainieren mussten um an die Spiele fahren zu können ist es doch mega hart, wenn sie nun so viele boykottieren. Sie können auch nix dafür, dass das IOC so unfähig ist und sich dieses enorme Konfliktpotential nicht vorher überlegt hat.

    Versteht mich nicht falsch. Ich bin auch total gegen Peking/China als Austragungsort, denke dabei aber an die Athleten. Warum haben die Zeitungen/Medien nicht schon vor Jahren so Aufgeheult wie sie es nun tun? Denn damals hätte man vielleicht noch was ändern können, hätte das IOC den weltweiten Protest damals schon erahnen können.

    Für mich ist ganz klar: Ich boykottiere das IOC. Nicht aber die Spiele. Und wir müssen dafür sorgen, dass das IOC für diesen Fehlentscheid bluten muss. Sinnbildlich für die blutige Politik Chinas.

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  5. @ctc: Da sagst Du schon etwas wahres, dass mich auch etwas in Bedrängnis bringt. Auf der anderen Seite geht es ja nicht darum, die Olympiade gar nicht durchzuführen. Die Sportler gehen ja auch nicht dort hin, um ihren Exhibitionismus auzuleben, sondern um sich sportlich zu messen. Das macht zwar mit weniger Zuschauer auch weniger Spass, ist aber immerhin möglich. Und wie sonst willst Du denn das IOC „bluten“ lassen? Ich denke es geht nur über den Druck der Sponsoren und Zuschauer. Ansonsten hast Du keine Möglichkeiten. Also werde ich trotzdem boykottieren. Ausserdem darf der Sport selbst auch nicht die Heiligung aller Mittel sein. Auch Sportler sind Mitglieder unserer Gesellschaft und somit ebenfalls in der Verantwortung. Hätten z.B. sämtliche Sportler aller Nationen ihre Teilnahme verweigert, falls der Fackellauf durch Tibet geht und Unisono eine Änderung der Route verlangt, wäre ich auf die Reaktion von China gespannt gewesen. Aber die meisten Sportler benehmen sich, als lebten Sie auf einem separaten Sportlermond und die Welt ginge sie nichts an. Das finde ich irgendwie auch recht seltsam.Trotzdem ist es klar, wenn man vier Jahre auf ein Ereignis hintrainiert, fällt es nicht leicht, dieses aus politischen Gründen abzusagen. Das kann ich schon nachvollziehen. Aber Druck machen, dass könnten auch die Sportler. Aber wo bleibt deren Engagement???

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  6. Diese saudoofe Olympiade zeigt doch wieder mal sehr deutlich die wahren Zusammenhänge. Wirtschaftliche Interessen > Menschenrechte. Ist leider so. Was bleibt ? Gute Frage. Ich habe seit ein paar Monaten ein Games Over/Free Tibet – Icon mit verlinkung und werde den TV auslassen. Sponsoren meiden ist sicher auch eine gute Idee, am besten noch jedem eine Mail senden was man davon hält..

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  7. @chnübli: Ein bisschen verhältnismässig darf man ja schon bleiben. Habe ja in meiner ersten Antwort schon geschrieben, dass der Druck auf die Sponsoren von UNS KONSUM-ENTEN kommen muss. Dass die Sportler ihre Leistung bringen wollen und so sich Sponsoren sichern können, steht doch gar nicht zur Debatte. Es geht darum, dass die Sponsoren das IOC unter Druck setzen, Spiele nicht mehr in solch fragwürdige Länder zu vergeben. Das wird an dem Verhältnis Sponsoren und Sportler nicht viel ändern.Wenn die Sportler solidarisch gewesen wären und nach dem Entscheid des IOC gemeinsam Ihre Teilnahme abgesagt hätten, glaub‘ mir die Olympiade wäre dann verlegt worden! Aber um Solidarität zu üben, bräuchte es halt Interesse und Initiative. Und hey, in 4 Jahren gibts schon die nächste Olympiade und dazwischen noch viele bedeutende Wettkämpfe wie Welt- und Kontinetalmeisterschaften. Also wär eine Absage für die eine Olympiade nicht das Ende für eine Sportlerkarriere.Ich hoffe wenigstens, dass es von den Sportlern ein paar saftige politische Statements und ein paar Aktion mit Bannern oder sonstigem geben wird. Obwohl die chinesische Zensur und das IOC auch da dafür sorgen wird, dass die Weltöffentlichkeit nichts davon zu sehen bekommt.Und als Konsument, da darfst Du Dir sicher sein, gehöre ich zur kritischen Sorte der Verpackungsleser. Die amerikanischen Himbeeren im Coop lasse ich gerne stehen, damit ich nächste Woche solche aus der Schweiz kaufen kann. Ich kaufe, wenn überhaupt, auch nur Schweizer Mineralwasser und unterstütze wenn immer möglich kleine, regionale KMU’s Und beim Hausbau haben wir ebenso versucht, verantwortungsvoll zu handeln! Wir hätten uns auch ein billigeres Haus mit einem ausländischen Anbieter bauen lassen können. Haben wir aber nicht. Und ebenso haben wir mehr investiert um möglichst ökologisch zu bauen. Ich bleibe bei meinem Boykott! Die Sportler können Ihre Leistung auch ohne Zuschauer vollbringen! Und die Sponsoren werden deshalb nicht ihre Sportler fallen lassen, eher werden die Sponsoren das IOC fallen lassen. Wobei auch das wohl illusorisch ist. Denn wo Geld verdient werden kann, haben Menschenrechte noch nie eine Rolle gespielt. Aber sowas mag ich einfach nicht unterstützen.

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  8. Die Sportler leben vom ihrem Beruf. Sprich brauchen Sponsoren. Sponsoren gibt’s nur, wenn die Leistung stimmt. In unserer kurzlebigen Zeit erinnert sich keiner mehr daran ob xy damals wegen China nicht teilgenommen hat, man erinnert sich aber daran, dass xy eine Medaille für die Schweiz geholt hat.

    Jeder ist sich selbst der nächste wenn es um die eigene Existenz geht. Oder würdest Du Dein Haus aufs Spiel setzten, nur um Dich einem Protest anzuschliessen, dessen Konfliktherd sich in einem weit entfernten Land abspielt?

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