Sex sells!

Vor ein paar Tagen hat sich bei uns eine Bewerberin auf einen Job vorgestellt. Hübsch war sie, blond und mit mucho Holz vor der Hütte.

Ihr hättet sehen sollen, was da bei uns abging!

Der Mitarbeiter vom Einkauf, den ich sonst als recht vernünftig und schlau einstufte, stand gleich bei mir am Pult und drehte fast durch! „Hast Du diese Möpse gesehen?“. Hab ich natürlich nicht, weil ich der Dame in die Augen geblickt habe und sie sehr symphatisch fand. Sie hatte ein offenes Gesicht, sehr schöne hellblaue Augen und wirkte etwas scheu!

Warum nur, dachte ich so bei mir, sehen die Kerle in schönen Frauen immer nur zwei Möpse, drei Körperöffnungen, einen Arsch und zwei Beine??? Ja klar, ab und zu läuft mir auch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich einen Kerl mit Brustfell, kurzen Haaren und Gesichtspelz sehe. Aber mein Verstand fällt dann nicht komplett aus und ich brabble nicht gleich neandertalermässig dummes Zeug daher. Etwas Contance sollte man sich gerade beim Flirten bewahren!

Naja, wenigstens muss ich keinen Militärdienst mehr machen. Dort mit ansehen zu müssen wie die vermeintlich liebsten Familienväter zu dummgeilsten Tabledance-Konsumenten mutierten und eine Primitivität an den Tag legten, dass einem die Zähne schmerzten, war echt beschämend für mich.

Oft höre ich ja, „ihr Schwulen seid eine Schande für die Männlichkeit und keine richtigen Kerle“ – aber ehrlich gesagt, ich sehe das eher umgekehrt! Die „Votzenköppe“ *bei Glam gehört!* von Heteros die beim Anblick von Silikonmöpsen auf magersüchtigen Stelzen gleich ein paar Evolutionsstufen zurückfallen, sind die wahre Schande für die Männlichkeit! Da lobe ich mir doch die paar löblichen Ausnahmen an Heteros die ich kenne und die mir zeigen: Auch Kerle die auf Frauen stehen, können echte Männer sein! =)

In diesem Sinne – Wenn der Pinsel steht, sollte der Verstand trotzdem nicht ganz ausgeschaltet werden! Denn wer macht schon gerne mit primitiv brabbelnder Biomasse rum!?

Liebe, Freiheit und ein kühles Bier


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„Ich weiss doch auch nicht, was ich denn noch machen soll“ schluchzte Franziska (35) und nahm noch einen kräftigen Schluck von dem kühlen Bio Bier, dass noch von einer kleinen unabhängigen Brauerei stammt und nicht so ein verwässertes Allerlei-Gebräu ist, wie die Masse an verwechselbaren Hopfen-Wässerchen, die da sonst so verkauft werden. Schade, dachte ich so bei mir, sie wird gar nicht merken wie gut das Bier schmeckt. Ein Gemisch aus Tränen und Rotze lief an ihrem rechten Nasenflügel vorbei, suchte sich seinen Weg über ihre Lippen, rann über den Flaschenhals, ihre Finger und tropfte auf den schönen Couchtisch aus Glas. Mist, dachte ich, schon wieder putzen. „Dieser Kerl ist einfach das Letzte!“ raunte sie abschätzig und schaute mich erwartungsvoll mit ihren treuen Hundeaugen an. „Wieso“ frage ich und fuhr weiter „was hat er denn getan?“. Ich hätte besser nicht gefragt, denn nun folgte eine Liste von kleinen üblen „Fehlern“ wie: Er war am Sonntag zum Fussballspielen, anstatt mit mir den schönen Tag zu verbringen. „Was wolltest Du denn dann mit ihm unternehmen?“ . Ihre Augen suchten an einem imaginären Ort nach einer Antwort. Ihr Gesicht wirkte plötzlich etwas verunsichert. „Nichts“ sagte sie dann und ihre leichte Nervosität verriet mir, dass sie eine Falle hinter meiner Neugier vermutete. „Aha“ sagte ich. „Ich opfere mich die ganze Zeit für Ihn auf, verzichte auf meinen Weiber-Abend, den Tanzkurs und schaue Fussball mit Ihm in der Glotze und dann so etwas!“ polterte sie weiter.

„Sag mal Franziska, was glaubst Du? Lassen sich Freiheit, Liebe und Beziehung unter einen Hut bringen?“ fragte ich später im Gespräch, um das Ganze auf eine Metaebene zu bringen. Erstaunt blickte sie mir nun neugierig in die Augen. Die Antwort war ein zögerliches Nein und es folgten viele Erläuterungen über Kompromisse, Agreements und gegenseitige Versprechungen.

„Dann ist Liebe und Beziehung für Dich also in erster Linie ein Kompromiss? Eine geregeltes Verhältnis, in dem beide auf das verzichten was sie eigentlich brauchen, damit die Freundschaft aufrecht erhalten werden kann, mit der Hoffnung das dass dann beide glücklich macht?“ reflektierte ich das Gehörte. Nun schwieg Franziska. Sie schniefte heftig und zog mit einem röchelig nasalen Geräusch den Rest ihres Naseninhaltes hoch. Die Sonne lugte plötzlich hinter den grauen Wolken hervor und verwandelte die Tränen auf der Bierflasche in glitzernde Perlen.

Für mich sind Liebe und Freiheit kein Gegensatz. Sie sind unverhandelbar miteinander verbunden. Liebe kann nicht auf Kompromissen und gegenseitigen Erwartungen beruhen. Liebe ist nicht da, um die Romeos und Julias, Gilgameschs und Enkidus oder Aimées und Jaguars dieser Welt gegenseit zu beglücken. Liebe ist das was ensteht, wenn Liebende Ihr Glück oder Leid miteinander teilen. Wer mit der Erwartung liebt, glücklich gemacht zu werden, stürzt sich in die schwerste aller Abhängigkeiten und wird am Schluss mit grosser Sicherheit nur eines werden: Unglücklich!

Unser Gespräch ist schon ein paar Monate her. Franziska ist im Moment Single und hat sich auf die Entdeckungsreise zu sich selbst gemacht. Mit dem Ziel glücklich zu werden. Und wenn sie es ist, wird sie bereit sein für eine neue Liebe.

In diesem Sinne – jeder ist seines eigenen Glückes Schmied! Lass also Dein eigenes Feuer nicht erlöschen und sorge gut dafür. Nur so kannst Du Liebe, Freiheit und Beziehung wahrhaft glücklich leben!

Zweierkisten


IMG_4594, ursprünglich hochgeladen von Stoepsomat

Aha, nun ist es wieder da! Das Thema Hochzeit. Auf SF diskutiert man im Zyschtigsclub über Sinn und Unsinn des Heiratens und Chliietierchnübler fragt nach dem Preis für eine tolle Hochzeit.

Aber braucht es denn die Hochzeit überhaupt? Macht sie heute noch Sinn? Was daran macht Sinn?

Sich ewige Treue schwören und wohl doch nicht halten können, sich vorlügen dass man sich immer jeden tag genau gleich fest liebt wie am ersten Tag? Meinen da oben im roten Shirt, denn wünsch ich auch ab und zu ins Pfefferland! Und er mich erst! =) Aber, wenn einer da hin ginge, der andere folgte ihm wohl ziemlich bald =)

Nicht die Symbiose und ewige Harmonie ist das was uns bindet, sondern die Chance die wir uns gegenseitig geben, sich selbst als eigenständige Persönlichkeit entwickeln zu dürfen. Keine Du-und-ich-dürfen-das-niemals-Regeln. Sondern offene Kommunikation, Vertrauen, Feedback, Wertschätzung, Verständnis für die unperfektheit eines Jeden. Freude an der eigenen Entwicklung und an der des Partners. Sich selber sein dürfen, aber sich einem Menschen ganz besonders tief zugehörig fühlen, angenommen sein. Das ist, was uns seit über 11 Jahren zu einem Paar macht.

Und jetzt macht man daraus einen Vertrag???

So unverständlich das für mich klingt, so grundlegend richtig ist dieser Gedanke für andere Menschen. Deshalb muss jeder selbst für sich entscheiden und sich seine Form der Zweier- oder Wasweissichkiste suchen.

In diesem Sinne – Die klassischen Aufopferungskisten sind tot! Es leben die lebendigen Wasweissichkisten!