Akku laden ist angesagt!

Wie einige von Euch wissen, war dies ein ganz spezieller Sommer für mich. Ich habe eine schwere Krankheit überstanden. Das heisst, ich muss noch zwei Jahre Geduld haben und hoffen, dass nicht doch noch etwas zurückgeblieben ist. Aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich es heil hinter mich gebracht habe.

Es gibt also keinen Grund sich Sorgen um mich zu machen :)

Aus diesem Grund gab es relativ wenig Postings von meinem Online Roman und er geriet etwas ins Stocken. Nun denn, alle die Bloggen wissen, dass manchmal das reale Leben vorrang hat und Ihr Leser habt sicher Verständnis dafür. Ausserdem kann man einen Roman auch nicht einfach aus dem Ärmel schütteln. Kreativität ist bei mir nicht auf Knopfdruck möglich. Und mit leerem Akku sowieso nicht.

Ich gelobe Besserung! Und (natürlich nicht nur) deshalb, gehts jetzt erstmal zwei Wochen in den Urlaub. Wir haben uns entschlossen, wieder einmal unserer geliebten Toscana einen Besuch abzustatten! Ich freue mich schon extrem. Am Sonntag Morgen gehts los!

Ich werden den Laptop mitnehmen und wer weiss, vielleicht küsst mich ja die Muse und ich werde ein paar Kapitel schreiben können!

Unterdessen wünsche ich Euch allen eine gute Zeit und bedanke mich dafür, dass Ihr mir trotz der seltenen Postings die Treue gehalten habt! Ihr seid eben die Besten! :)))

Wer wissen will, wo wir die nächsten zwei Wochen unsere Zeit verbringen… :)

Erst mal eine Woche hier!

Und dann die zweite Woche hier, bei Andrea, Dani und Elia!

Die Wohnung hier ist übrigens der Hammer und die Vermieter sowas von herzlich und zum Fressen knuddlig, dass ich Euch UNBEDINGT empfehle, hier mal ein paar ruhige Tage zu verbringen. Nebenbei wird hier das weltbeste Olivenöl produziert, dass ihr natürlich direkt beim Produzenten und Vermieter beziehen könnt!

Von Sündenböcken und Versagern

„So viel erhält der Deutsche Bundesbürger für seine Steuern“

Bildquelle: epochtimes.de

Lieber Peer Steinbrück

Mit grossem Verwundern nehme ich Ihre rethorischen Tiefschläge gegen die Schweiz zur Kenntnis und ich komme nicht umhin, heftig meinen Kopf zu schütteln. Denn bei ihrem Verhalten fühle ich mich unweigerlich in mittelalterliche Zeiten zurückversetzt, als man für selbstverschuldetes Versagen kurzerhand einen Sündenbock suchte, anstatt an dem eigenen Unvermögen zu arbeiten.

Die Steuergesetzt der Schweiz wurden für Schweizer geschaffen, nicht um Steuerflüchtlinge anzulocken. Nun gibt es scheinbar riesige Unterschiede zwischen Deutschland und der Schweiz, was das Verhältnis des Staates und seiner Bürger betrifft. Lassen Sie mich Ihnen erklären, was Sie scheinbar nicht begreifen können.

In der Schweiz ist die Regierung kein Machtapparat, der die Bürger führt und dirigiert. Der Schweizer Staat ist genau genommen ein Dienstleister, der von den Schweizer Bürgern selbst gesteuert wird und der im Interesse des Bürgers handelt. Insofern hat der Staat bei uns nicht die Rolle einer allmächtigen Kontrollbehörde. Die Kontrolle die von Staates wegen ausgeübt wird, bestimmen wir Bürger selbst. Das Verhältnis unserer Bürger zu der Regierung ist in den meisten Fällen ein Vertrauensverhältnis, bei dem man etwas gibt und dafür etwas bekommt. Natürlich muss der Preis und die Leistung im Verhälnis stehen, sonst funktioniert diese „persönliche Beziehung“ nicht.

In der Schweiz zahlen wir Bürger unsere Steuern in aller Regel gerne, denn was wir als Bürger vom Staat zurück erhalten, ist seinen Preis wert! Sei es nun unser Gesundheitswesen, unsere Altervorsorge oder unsere Arbeitslosenunterstützung oder die allgemeine Infrastruktur von der Telekommunikation bis zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Alles funktioniert auf hohem Niveau und so ist die Zufriedenheit der Schweizer über die Leistungen des Staates hoch. So hoch, dass wir eben gerne unsere Steuern bezahlen!

Und hier liegt auch die Wurzel des Problems, lieber Herr Steinbrück. Wir Schweizer machen unsere Hausaufgaben. Und jeder Schweizer ist eingeladen, direkt Einfluss auf die Geschicke des Staates zu nehmen, seine Meinung kundzutun und nicht bloss alle vier Jahre irgendwelche Politiker zu wählen, die dann irgendwie wursteln und denen man am Schluss die Schuld gibt. Wir Schweizer reden auch bei Sachgeschäften mit und übernehmen so einen Teil der Verantwortung. Das macht uns zu Mitdenkern und selbstverantwortlichen Bürgern.

Wenn Sie mal kurz aufhören würden mit verbalen Steinen zu werfen, kämen Sie vielleicht mal dazu sich zu überlegen, warum Deutsche Bürger ihre Steuern nicht bezahlen wollen und dafür Ihr Geld in andere Länder transferieren.

Für diese Misere der Schweiz die Schuld zu geben ist in etwa so, wie wenn Sie eine Waffe dafür verantwortlich machen würden, dass sie von jemanden für einen Mord missbraucht wurde. Dabei ist es der Mörder, der die kriminelle Energie entwickelt und die Entscheidung fällt, abzudrücken. So kann auch aus einem Stein eine gefährliche Mordwaffe werden. Würden Sie dann den Stein zur Verantwortung ziehen und zukünftig Steine verbieten?

Sie müssen zugeben, dass Sie da komplett auf einen Holzweg geraten sind!

Schaffen Sie in Deutschland Zustände, die Ihre Bürger zufriedenstellen und wofür die Deutschen gerne einen angemessenen Preis, nämlich die Steuern zahlen. Denn dann müssen Sie auch nicht befürchten, dass Gesetzte in anderen Ländern, die auf anderen Strukturen und gesellschaftlichen Werthaltungen beruhen, von Steuerflüchtlingen missbraucht werden.

Die Deutsche Regierung hat in den letzten Jahren schlecht gearbeitet und der Bürger zahlt einen hohen Preis. Hohe Steuern für schlechte Leistungen. Würden Sie denn ein schlechtes Produkt für einen überteuerten Preis kaufen? Sehen Sie! Sorgen sie also dafür, dass das Leben in Deutschland für die deutschen Staatsbürger wieder einen hohen Wert bekommt und dass die Dienstleistungen des Staates an den Bürgern stimmen. Denn dann zahlen die Deutschen Bundesbürger auch gerne einen angemessenen Preis dafür!

Es grüsst, immer noch kopfschüttelnd, Ihr Stefan „Stoeps“ Meyer aus der Schweiz, der immer gerne seine Steuern zahlt!

Manchmal schäme ich mich, ein Schweizer zu sein

Fotocredit: www.kampagnenforum.ch

Ein Artikel im Tagesanzeiger Online löste einmal mehr traurige Besorgtheit und Bestürzung aus. Friedliche Tibetische Demonstrante wurden verhaftet und abgeführt. Der Grund: Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao, gerade in der Schweiz auf Staatsbesuch, sollte keine tibetischen Fahnen zu Gesicht bekommen.

Es macht mich traurig, hilflos und ich schäme mich in solchen Momenten ins Bodenlose ein Schweizer zu sein. Haben unsere (rechten und liberalen) Politiker wirklich nichts besseres zu tun, als China in den Arsch zu kriechen? Säuhäfeli – Säudeckeli sagt man bei uns so schön. Auf gut Schriftdeutsch sinngemäss übersetzt meint das: Gleiches und Gleiches gesellt sich gerne.

Die Art und Weise wie China die Menschenrechte mit Füssen tritt und auf die Meinungsfreiheit spuckt ist schon abgrundtief beschämend und skandalös. Das aber eine Nation wie die Schweiz die Menschenrechte und Meinungsfreiheit ebenso ignoriert und solche Polizeiaktionen durchführt, nur damit der Herr Jiabao aus China sich nicht selbst bepieselt vor Peinlichkeit, weil ja wohl auch diese Herren sehr wohl wissen, dass sie im Unrecht sind und unmoralisch und unmenschlich handeln, finde ich gelinde gesagt eine unglaubliche Schande!

Liebe Mitmenschen aus Tibet, lasst Euch sagen, dass längst nicht alle Schweizer so denken und handeln, wie es unsere rechten und liberalen Politiker vormachen! Ich entschuldige mich bei Euch im Namen eines Schweizer Bürgers und sichere Euch meine Solidarität zu!

Nieder mit so einer rechten und menschenrechtsverachtenden Politik in China und der Schweiz! Kämpfen wir für die Menschenrechte und die freie Meinungsäusserung!

Free Tibet Now and Forever!

Weihnachtliches

So sah es noch vor ein paar Tagen bei uns aus. Alles Weiss in Weiss. Die Welt um uns herum sah aus wie ein gezuckertes Sahnehäubchen. Wunderschön. Doch das ist bereits Vergangenheit. Der Regen und die „warmen“ Temperaturen haben die weisse Pracht bereits wieder weggeschmolzen. Übrig blieben ein paar braun-grau verschmutze Schneehaufen. Doch Schnee in rauhen Mengen konnten wir doch noch geniessen die letzten paar Tage. Ein guter Freund von uns, der im Wallis lebt, feierte nämlich am 19. Dezember seinen 40sten Geburtstag, was wir zum Anlass nahmen, gleich ein paar Tage im südlichen Bergkanton zu verbringen. Das Geburtstagsfest war unglaublich schön. Wir lernten ein paar neue Menschen kennen mit denen wir wohl auch in Zukunft freundschaftliche Kontakte pflegen werden dürfen. Das Fest endete erst in den frühen Morgenstunden, was uns nicht davon abhielt, am nächsten Tag eine Schneeschuhwanderung unter die noch müden Füsse zu nehmen. Wir starteten auf der Moosalp und bahnten unseren Weg auf den Stand, von wo aus sich uns eine wundervolle Aussicht bot. Auf dem Rückweg begleitete uns ein feiner Nebelschleier, der immer wieder die Sicht auf die Walliser Alpen freigab und ich fühlte mich in eine komplett andere Welt versetzt. Wie immer, wenn ich in den Bergen bin, umfing mich dieses Gefühl von einer Verbundenheit mit dieser Natur, die schon lange vor der Menschheit da war und die uns hoffentlich auch überleben wird! Am Tag unserer Heimreise besuchten wir dann noch die Riederalp. Einer meiner „Heimatorte“ dieser Welt. Schon als 3-jähriger Knopf verbrachte ich mit meinen Eltern dort oben die Winterurlaube und auch im Sommer besuchte ich diesen wunderschönen, verschlafenen Fleck inmitten dem Unesco Welterbe „Jungfrau-Aletsch“ schon oft. Für mich ist das einer dieser Orte, an denen ich ganz zu mir selber kommen kann und mich einfach daheim und wohl fühle. Lustigerweise verbrachte auch Tom mit seinen Eltern schon etliche Urlaube da oben. Getroffen haben wir uns damals da aber nie… Bei einem Bierchen genossen wir die Sonne und schwelgten in Erinnerungen an diesen wunderschönen Ort. Uns gefiel es sichtlich! Der Schock traf uns dann gestern um so heftiger, als wir wieder zurück waren und in Basel noch ein paar Weihnachtseinkäufe erledigten. Direkt vom vom Mittelpunkt des Herzens zurück in das Zentrum des Konsums, der Menschenmassen, Stress, Überfluss an Dingen die niemand braucht und alles war so laut, so hektisch, so… wie ich es eigentlich nicht mehr brauche. Einmal mehr bin ich froh auf dem Land zu leben, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint und alles ein bisschen langsamer, leiser und freundlicher abläuft. Ihr lieben Stoepsorama Besucher: Euch wünsche ich ein besinnliches Fest, inspirierende Begegnungen, ruhige Momente die es euch ermöglichen wieder einmal den Beat Eures Herzens zu hören und zu fühlen. Und ich wünsche Euch einen guten Start in das Neue Jahr! Gute Gesundheit, viel Glück und Erfolg bei allem, was Ihr im 2009 anpackt! Love & Peace Stoeps