Bringt die Schwulen um, verbrennt sie und die Weissen!

Gestern, am 6. November 2008, hätte Capleton in der Kaserne in Basel auftreten sollen. Die HABS hat das mit starkem Protest verhindert. Capleton ist ein Reggae- und Dancelhall Star, der vorallem mit Hasstexten gegen Schwule und Sodomisten, sowie gegen das weisse, kapitalistische System auffällt.

Ich möchte hier nicht in die populistische Hetze gegen ihn einstimmen. Und wenn es um das kapitalistische System geht, habe ich durchaus gewisse Symphatien für seine Meinung. Und ich bin ein fanatischer Verteidiger der Meinungsfreiheit. Allerdings endet diese für mich dort, wo zum Mord und Gewalt gegen irgendwen aufgerufen wird. Dass Capleton sein Publikum auffordert Schwule zu töten oder zu verbrennen, finde ich dann doch enorm problematisch. Zwar will er diese Texte metaphorisch interpretiert wissen. Aber mir ist eigentlich Wurscht ob mich jemand nur metaphorisch oder in echt verbrennen will.

Ich kann gut damit leben, dass nicht jeder weiss, wie er mit Homosexualität umgehen soll. Aber jeder selbst Betroffene weiss, dass es weder eine Krankheit ist, noch selbst gewählt, noch irgendeine intellektuelle Entscheidung. Man kommt schwul oder lesbisch zur Welt. Es ist eine Laune der Natur. Also gilt es diese Wesensart im göttlichen Zoo zu aktzeptieren, auch wenn man selbst anders empfindet und einem das fremd vorkommt.

Heteros müssen ja nicht selbst so fühlen wie wir. Und schon gar nicht schwul oder lesbisch leben. Es wird niemand „angelernt“, gezwungen oder sonstwie „homosexualisiert„. Wenn schon „homosexualisieren“ sich die Heteros selbst. Die 90% heterosexuell empfindenen Menschen in der Gesellschaft haben also nicht den geringsten Grund sich durch homosexuelle Menschen bedroht zu fühlen. Wir nehmen niemandem etwas weg! Im Gegenteil, wir zahlen verdammt viele Steuern und finanzieren so den Sozialstaat und die Schulen für Eure Kiddies mit, was natürlich auch völlig richtig und OK ist!

Das man uns dafür aber mindestens in Ruhe leben lässt und uns auch nicht dauernd ans Bein pinkelt, uns umbringen und verbrennen will, ist wohl das Wenigste dass wir von der restlichen Gesellschaft erwarten dürfen.

In diesem Sinne muss ich der Kaserne für Ihre Entscheidung gratulieren und der HABS für Ihren Protest und ihren Einsatz danken!

Macht endlich Schluss mit dieser Scheiss Homophobie! Go Stop Murdermusic

Also Ihr „Möchtegern-Hetero-Macho-Kerle“, hört endlich auf Euch wie ängstliche Kiddies zu benehmen und auf uns verbal und physisch einzuschlagen. Wer wirklich dicke Eier hat, begegnet uns auf Augenhöhe und akzeptiert und respektiert unsere Wesensart. Klar, wer nur kleine, schrumplige Dinger hat, hat natürlich allen Grund um sauer und aggressiv zu sein, aber hauen, töten und verbrennen darf man trotzdem niemanden! Das hat Mami und der liebe Gott früher schon gesagt! Und wenns Euch schwer fällt, dann reisst Euch gefälligst mal zusammen, Ihr Memmen! ;-)

Love and Peace und ein schönes Weekend Euch allen! invisible hit counter

Büro am Strand – Komma runter

Und wieder einmal haben Sie’s geschafft, die Junx von BAS! Mit einfachen Mitteln haben die Homies aus dem hohen Norden ein fetziges Video ausm Ärmel geschüttelt. Und es ist voll heiss! Süss die Drei! Muss man gesehen haben! Liebvolle Choreos, geiler Sound und echter deutscher Sexappeal! Aber seht selbst:

Vodpod videos no longer available.

Link: Komma Runter

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Tinnitus – Mein Freund im Ohr

Muffige, qualmige Atmosphäre, kein Tageslicht und Dezibels an der Schmerzgrenze waren über fast 20 Jahre die Umgebung, welche mein Hobby mit sich brachte. Als Sänger von diversen Heavy-Metal und Rockbands war laute Musik mein Leben. Aus dieser Zeit blieben mir nicht nur unzählige schöne Erinnerungen, die ich nicht missen möchte, sondern auch ein chronischer Tinnitus. Ein niemals endender Klangteppich zusammengesetzt aus einem Rauschen und einem hohen Pfeifton begleitet mich seit 2 Jahrzenten Tag und Nacht. Zum Glück ist er nicht laut. Nur in der Nacht, vor allem beim Einschlafen, macht sich dieses geisterhafte Geräusch wirklich wahrnehmbar bemerkbar.

Am Anfang war es, trotz der schwachen Ausprägung, fast nicht auszuhalten. Nie mehr wirklich Ruhe, nie mehr totale Stille zu empfinden war lange ein Verlust, der schmerzlich war. Da versuchte ich den Störenfried zu bekämpfen. Blutverdünnende und durchblutungsfördernde Medikamente sollten helfen, ihm den Garaus zu machen. Nichts half.

Autogenes Trainig, Meditation und andere Entspannungsmethoden halfen mir einigermassen, mich nicht auf diese störenden Eigen-Geräusche zu konzentrieren und sie so quasi zu überhören. Lange war der Tinnitus mein Feind und ich kämpfte, um ihn wieder los zu werden.

Heute habe ich Frieden mit ihm geschlossen. Er ist mein Freund geworden. Denn ich habe festgestellt, dass mein Tinnitus ein guter Gradmesser für mein Wohlbefinden ist. Wenn ich mir zuviel Stress zumute, meinen Körper ausbeute, zuwenig schlafe, zuviel trinke oder zuviel rauche, macht er sich stärker bemerkbar. Er ist zu meinem ganz persönlichen Gesundheitsberater geworden, der mir unmissverständlich klar macht, wenn ich mich selbst nicht „stoepsgerecht“ halte.

Wenn ich ihn ernst nehme, also im wahrsten Sinne auf meine innere Stimme höre und darauf reagiere, wird er wieder zahm und leise und schnurrt mir zärtlich ins Ohr.

So ist aus dem ehemaligen Feind ein Verbündeter geworden, der mir hilft eine gute Work-Life-Balance zu finden. Ein Freund, der mir ab und zu ins Ohr pfeifft „Stoeps – cool down“ und auch wenn es für andere Tinnitus-Opfer fast unglaublich klingen mag, ich bin froh, dass ihn habe – Meinen ganz persönlichen Wellness-Berater.

Und ist es nicht oft so mit diesen unliebsamen körperlichen und psychischen „Plagegeistern“ wie Rückenschmerzen, Muskelverkrampfungen, Kopfschmerzen und eben dem Tinnitus? Sind diese vermeintlichen Feinde oft nicht auch oft verkannte Freunde die uns zeigen, dass wir uns überfordern, unsere Kraftreserven ausbeuten und unsere Energie nicht ökonomisch nutzen? Sollten wir da nicht aufhören, immer sofort zum Arzt oder in die Apotheke zu rennen um Doping für unser Hochleistungsleben zu holen und uns dafür öfters fragen, ob wir uns „Artegerecht“ halten, uns ausbeuten und unseren Körper selbst schädigen?

Ein entspannter Spaziergang an der frischen Luft, Entspannung und das Beachten der Signale die mir mein Körper gibt, helfen mir wieder in Balance zu kommen. Und dann lässt auch mein Tinnitus mich in Ruhe und regelt sich auf ein fast zärtliches Volumen herunter.

Natürlich kann man mit diesen Massnahmen keine ernsthaften gesundheitlichen Störungen beseitigen, aber vielleicht kann man ihnen damit etwas vorbeugen!

Liebe Dich selbst und Dein Selbst wird auch Dich lieben!

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Ein perfektes Wochenendeergefst


Bild aus Buch 2 von Jacqueline Gloor’s Werkschau

Gerade eben tropften mir Tränen ins Nachtessen. Nein, ich war überhaupt nicht traurig, es war eher so dass… aber dazu später! Dieses Wochenende war einfach der Hammer! Deshalb hier ein kleines Review:

Der Samstag begann gemächlich mit Ausschlafen und einem feinen Brunch. Dazu hatte Tom extra einen feinen Butterzopf gebacken und ich kann Euch sagen: So was kann man nirgends kaufen! Danach hiess es noch Einkaufen gehen und schnell bei meinem Eltern vorbei, denn auch die bekamen von Tom einen Butterzopf gebacken. Den brachten wir also noch schnell vorbei.

Wieder zu Hause haben wir beraten, was wir denn nach Jacqueline Gloor’s Vernissage noch machen wollten. Kino war angesagt und unsere Wahl fiel auf Mamma Mia! Also schnell die Tickets übers Web bestellt und ausgedruckt und dann ab nach Liestal. Schon auf dem Parkplatz kam mir eine Freundin entgegen, mit der ich an einem Workshop für kollegiales Coaching teilnehme und wir schlenderten gemeinsam zur Glatscharia und Creparia, gespannt was uns an der Vernissage erwarten würden. Klein aber fein, wäre wohl ein geeignetes Motto! Jacqueline präsentierte in dem gemütlichen kleinen Lokal einen Ausschnitt ihres Schaffens. Dabei waren Werke aus der Anfangszeit bis hin zu eben erst fertig gestellten Bildern. Faszinierend für mich ist die Entwicklung von Jacqueline zu erleben. Und ich hoffe, sie geht ihren Weg noch weiter, denn man darf gespannt sein, was Sie uns noch erschaffen wird. Sina, ihre Tochter, spielte den Grashüpfer und eine kleine, aber interessierte Schar betrachtete die berührenden Werke von Jacqueline Gloor. Für mich, hatte es ein zwei sehr spannende Neu-Entdeckungen dabei. Bilder mit Acrylfarben auf Leinwand, teilweise versilbert, mit Metallplatten die ebenfalls teilweise versilbert und teilweise oxidiert waren. Spannend! Ich finde Ihre Farben und Formen sehr spannend. Für mich dürfte Sie sich aber noch an grössere Leinwände trauen und vielleicht etwas von den kleinen Details wegkommen um ihre Farben noch besser wirken zu lassen. Aber wieder einmal mehr war es eine spannende Reise in Ihren Kosmos der Träume, Gefühle und Spiritualität. Ihre Kunst kommt tief aus Ihrem Herzen und Ihrer Seele und sie offenbart uns als Betrachter Ihr Innerstes auf wunderschöne Weise. Die Ausstellung dauert noch bis zum 31. Oktober. Mein persönlicher Tipp: Wer noch nicht dort war, unbedingt hingehen und sich verzaubern lassen.

Nach der Vernissage, die sehr gemütlich war, ging es weiter nach Basel ins Kino. Mamma mia war unsere Wahl für die Spätvorstellung. Und wir wurden nicht enttäuscht! Wer aus unserer Generation ist und Abba damals erlebt hat und diese Zeit im Herzen trägt, der wird nicht umhin kommen, von früher zu träumen. Still sitzen ist nicht! Jeder Song regt einem zum Mitsingen und mitwippen an und Meryl Streep verleiht dem Film eine wunderbare süssherbe Note. Fazit: Nichts mit Tiefgang und Drama. Aber wer musikalische Komödien mag, wird sich bei dem Streifen köstlich amüsieren.

Danach gings noch ans Klosterbergfest, wo wir uns bis morgens um 3 bestens vernügten und eine alte Freundin, die Bina, wieder trafen. Schön, wenn man sich plötzlich nach langer Zeit wieder sieht und es einfach stimmt!

Am Sonntag mussten wir natürlich wieder ausschlafen! =) Nach dem feinen Brunch hiess es für Tom: lernen! Er macht eine Weiterbildung und hatte einiges zu lesen. Mich trieb es hinaus in die Natur und ich nahm einen Powerhike mit eine paar hundert Höhenmetern und etwa 12 km unter die Füsse. Es war wunderschön und etwas kaputt und mit schweren Beinen kam ich abends wieder an.

Danach standen wir zusammen in der Küche, öffneten erstmal einen feinen toscanischen Rotwein und kochten gemeinsam Geschnetzeltes Rindfleisch an einer Whiskey-Rahmsauce mit Morcheln. Dazu gab es Zucchetti aus dem eigenen Garten, im Ofen mit Käse überbacken und Vollkorn-Nudeln aus dem Goms im Wallis. Ich sags Euch, es war einfach super lecker!

Dazu lieferte das Bose System aus dem Festplattenspeicher den passenden Soundtrack! Es startete mit Pink Floyd und Shining like a crazy Diamond, was mir immer die Tränen in die Augen treibt. Als dann noch Sophie Zelmani ihr Dreamer hauchte, war es um mich geschehen! Wenn der Sound stimmt, dann entwickle ich mich immer zur Heulsuse und hab keine Ahnung warum. Geht euch das manchmal auch so? Ich bin super happy! Und dann kommt ein Song der mir ans Herz geht und wie wenn jemand auf den Knopf „Tränen“ drückt, kriege ich feuchte Augen und es läuft mir den Rücken heiss und kalt hoch und runter. Naja =) tief im Herzen bin ich halt doch ein richtiges Weichei! =)))

So, nun wünsch ich Euch allen einen guten Wochenstart!

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