Fragmente 1.17 – Reisevorbereitungen

adlerfeder

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Am nächsten Morgen schickte die Sonne zärtlich ihre Strahlen durch das Fenster und Anne öffnete blinzelnd ihre Augen. Ihr nächtliches Erlebnis war nun nur noch eine leise Erinnerung und drohte auf schnellen Füssen zu entschwinden. Nachdem sie aufgestanden war, kramte Anne einen Notizblock aus ihrer Handtasche und schrieb auf, was ihr von ihrem Traum in Gedanken geblieben war.

Leicht irritiert fuhr sie mit ihrer Hand durch ihre langen Haare, denn irgendetwas piekte unangenehm an ihrer Kopfhaut. Sie staunte nicht schlecht, als sie eine kleine Feder in ihren Fingern hielt. War sie durch das Kopfkissen gedrungen oder war es wieder ein kleines Souvenier von ihrer nächtlichen Traumreise? Vor ihrem geistigen Auge sah sie Aquila am Himmel kreisen und streichelte selbstvergessen mit der kleinen Feder über ihre Wange. Aus dem Badezimmer hörte sie Sandra rufen: „Anne, bist Du wach?“ „Ja bin ich! Und ich habe einen Bärenhunger!“ gab Anne zurück. „Frühstück?“ „Oh, ja! Und wie!“

Der Duft von frischem Kaffee und knusprigen Croissants begleitete das angeregte Gespräch der beiden Freundinnen. „Peru! Sandra, ich werde nach Peru reisen, sobald als möglich.“ eröffnete Anne. „Lass uns nachher ein Reisebüro suchen!“ schlug Sandra vor und Anne nickte, während sie herzhaft in ein mit Butter und verführerisch duftendem Honig bestrichenes Brötchen biss. Sie besprachen, was alles zu tun sei und beschlossen auch Annes Vater im Krankenhaus einen Besuch abzustatten. Auf dem Weg zum Reisebüro kamen die Beiden an einem Bücherladen vorbei und durchstöberten ihn nach Reiseführern und Literatur über Peru und die Nazca-Ebenen. Anne deckte sich mit Literatur ein und die beiden zogen weiter, um in einem nahegelegenen Reisebüro Annes Flug zu buchen. Danach machten sie sich auf den Weg ins Krankenhaus.

Das kalte Neonlicht und der unangenehme Duft von Desinfektionsmitteln begrüsste die Freundinnen in der Klinik. Der Zustand von Annes Vater hatte sich nicht gross geändert. Seine körperliche Verfassung hatte sich zwar verbessert, aber noch immer lag er im Koma und es gab kein Anzeichen dafür, dass er bald erwachen würde. Traurig hielt Anne seine Hand und erinnerte sich an Ihre Gespräche mit Ihm in ihren Träumen. Wenigstens hatte sie dort die Möglichkeit mit ihm in Kontakt zu treten, wofür sie unendlich dankbar war. Während Sandra im Shop im Parterre des Krankenhauses wunderbar duftende Blumen kaufte, schrieb Anne ihrem Vater einen langen Brief, in dem sie die Ereignisse der letzten Tage festhielt und ihm auch mitteilte, dass sie nun nach Peru aufbrechen werde. Der Abschied von ihm fiel ihr schwer und nur der Gedanke, ihn bald zusammen mit Aquila wieder zu sehen, vermochte sie ein wenig zu trösten.

Die beiden Frauen fuhren anschliessend zu Sandra nach Hause um die Reisevorbereitungen zu treffen. Anne hatte Glück und konnte einen Flug für den nächsten Tag ergattern. Eigentlich war der Flug restlos ausgebucht. Doch die Dame im Reisebüro hatte die Fluggesellschaft angerufen und freudig verkündet, dass zwei Tickets annulliert wurden und so ein Platz für Anne frei wurde. Je näher nun der Abend kam umso nervöser wurde sie. Wo würde sie in Peru wohnen können? Würde Sie Raoul überhaupt finden können? Konnte sie sich auf den Treffpunkt aus dem Traum verlassen? War es nicht überhaupt total gefährlich und unsinnig, nun einfach so spontan nach Peru zu fliegen? Was, wenn die Verfolger von Raoul sie am Flughafen bereits erwarteten? Sandra bemerkte Annes Versunkenheit und die Sorgenfalten auf der Stirn ihrer Freundin. Sie erriet Annes Gedanken und plötzlich blitzten ihre Augen funkelnd auf! „Wir werden Dein Aussehen komplett verändern!“

Anne schaute verdattert „Wie meinst Du das?“ fragte Sie nach und Sandra sprudelte drauflos. Sie erklärte, dass die Verfolger sicher ein Foto oder eine Beschreibung von ihr hätten und vielleicht nach ihr Ausschau halten würden und dass es doch sicher schlau wäre, Vorsorge zu treffen! „Was schlägst Du vor?“ fragte Anne neugierig. „Blonder Kurzhaarschnitt!“ grinste Sandra triumphierend zurück. „Was?“ gab Anne entsetzt zurück. „Aber mein schönes langes Haar!“ wollte sie sich widersetzen, doch Sandra hing bereits am Telefon und vereinbarte einen Termin bei ihrem Friseur.

Als Anne sah, wie ihre langen Haarsträhnen zu Boden glitten und sich langsam aber sicher ihr Aussehen komplett veränderte, wurde ihr mulmig zu mute. Und doch hatte Sandra recht. So würde sie garantiert nicht erkannt werden, was ihr etwas mehr Sicherheit verschaffte. Trotzdem, sie trauerte Ihrer schönen Haarpracht nach. Sie schloss ihre Augen, während der Friseur sein Werk vollbrachte und viele Gedanken schossen durch Annes Kopf. Am meisten Sorgen machte ihr, dass Sandra nicht dabei sein würde, denn ihre Freundin hatte sich als wahrer Schutzengel herausgestellt. Ohne sie, wäre sie wohl nicht mehr am Leben. Doch da keimte auch ein anderes Gefühl in ihr hoch. Was hatte sie nicht alles in der kurzen Zeit seit ihrem Auszug bei Nick erlebt? Sie spürte, wie ein Gefühl von Stärke und Sicherheit in ihr hochstieg und sie erkannte, dass aus der durchschnittlichen Anne von früher eine starke, selbstbewusste Frau geworden war. Das Gefühl an etwas Grossem teilhaben zu können und in der Lage zu sein auch schwierige Entscheidungen zu fällen, vermittelte ihr Selbstsicherheit. Sie würde es schaffen und sie würde Raoul in Peru finden! Davon war sie nun überzeugt und sie begann, sich auf das bevorstehende Abenteuer zu freuen.

Als sie ihre Augen wieder öffnete und in den Spiegel sah, erblickte sie neues Ich. Die kurzen dunkelblonden Haare passten gut zu dem neuen, inneren Gefühl. Sie sah selbstbewusst und frech aus und obwohl sie sich nur schwer von ihrem langen Haar trennen konnte, gefiel ihr das neue Äussere. „Wow! Ich bin bereit! Das Abenteuer kann kommen!“ rief sie aus. Sandra lächelte zufrieden und die Beiden verliessen das Geschäft, um noch ein paar praktische Kleider und Utensilien für Annes Reise einzukaufen. Anschliessend kehrten Sie zurück in das Hotel in der Stadt um dort die letzte Nacht vor Annes grosser Mission zu verbringen. Sie gönnten sich ein gutes Essen und stiessen mit einem Glas Champagner auf die Zukunft an. „Auch wenn das, was vor mir liegt gross und unbekannt ist, so fühle ich mich heute sicher und entschlossen!“ sagte Anne und Sandra nickte überzeugt! „Du wirst das schaffen! Du bist so stark!“ Anne schaute Sandra erstaunt an. Sie wollte widersprechen, denn schliesslich war es Sandra, die ihr so stark erschien. Ihre Freundin erklärte ihr, dass sie vorher nie so mutig gewesen sei und immer ängstlich durch ihr Leben ging. Erst die Erlebnisse mit Anne hätten ihr die Stärke gegeben, auf Ihre Eingebungen zu hören und nach ihrem Herzen zu handeln. Die beiden Frauen lächelten einander an und freuten sich über diesen schönen Moment der Erkenntnis und die Gewissheit, dass sie beide an den ungewöhnlichen Ereignissen der letzten Tage gewachsen waren.

Nachdem sie in ihr Hotelzimmer zurückgekehrt waren und Anne alle Ihre Sachen gepackt hatte, sanken beide müde in ihr Bett. Anne lag noch länger wach und die Gedanken an den morgigen Tag, liessen ihr Herz schneller schlagen. Würde Sie Raoul morgen schon treffen? Mit seinem Bild vor ihrem inneren Auge schlief sie ein. Zärtlich umfingen sie die Schwingen des Schlafes.

Weiter mit Fragemente 1.18 – Die Reise ins Ungewisse

Fragmente 1.16 – Eine Tür die keine ist

adler

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Anne riss ihre Augen weit auf und sog das sich ihr bietende Bild tief in sich hinein. Durch den Rahmen des Badezimmerschrankes blickte sie auf eine weite Ebene. Darüber erstreckte sich ein flirrender, blauer Himmel und die Sonne strahlte ihr Gesicht frontal an. Plötzlich hörte sie wieder dieses Geräusch, das klang als ob jemand Luft mit einem grossen Segel bewegen würde. Ein grosser Schatten schob sich vor die Sonne um gleich darauf ihr Licht wieder freizugeben und Annes staunendes Antlitz zu beleuchten. Annes Herz schlug schneller und ein freudiges Gefühl überflutete ihren ganzen Körper. Es fühlte sich an, als ob ihre Blutbahnen von innen leuchteten und als würde sich ihr Gewicht binnen Sekunden um ein vielfaches verkleinern. Sie fühlte sich so leicht wie ein Schmetterling und alle dunkeln Wolken welche ihre Gedanken in den letzten Tagen überschatteten, wichen augenblicklich von ihrer Seele. „Aquila, mein geliebter Freund!“ rief sie und sah, wie der Adler einen weiten Kreis über der Ebene  zog um dann auf sie zuzusteuern. Anne kletterte auf durch die Öffnung des Badezimmerschranks und sprang. Der freie Fall, die Luft die sie umgab und die Gewissheit, dass Aquila sie auffangen würde, liessen Anne laut herauslachen. Ihr gefiederter Freund tauchte nun unter sie und liess Anne auf seinem Rücken landen.

„Wir müssen zu einem wichtigen Treffen!“ drangen Aquilas Gedanken in Annes Bewusstsein und sie spürte, wie er seine Flugbahn änderte und sie der Ebene immer näher brachte. Anne wusste bereits wo sie war und sie vermutete auch schon zu wissen, wo Aquila landen würde. Die Ebene von Nazca kam immer näher und die Figur, welche von ihm angesteuert wurde, war Anne ebenso bekannt. Sie kniff ihre Augen zusammen und versuchte zu erkennen, ob Raoul da unten auf sie wartete. Doch da stand niemand bei der Figur. Aquila landete und liess Anne von seinem Rücken steigen. „Finde die Tür, die keine ist!“ übermittelte er ihr in Gedanken und flog wieder weg.

Anne schaute ihm nach und erst nachdem Aquila am fernen Horizont verschwunden war, wurde ihr bewusst, dass sie nun alleine auf dieser weiten Ebene stand. Wo würde sie hier eine Tür finden? Anne schaute sich um doch es gab nirgends eine Wand, weder künstlich noch natürlichen Ursprungs, die eine Tür enthalten konnte. Was konnte  er damit gemeint haben. Eine Tür, die keine ist? Es könnte vielleicht Durchgang gemeint sein, keine klassische Tür. Wenn da keine Wände waren, die man hätte durschreiten können, was blieb dann noch? Anne senkte ihren Kopf und begann den Boden abzusuchen und rasch fiel ihr Blick auf eine Ansammlung von Steinen, die zu einer unförmigen Pyramide aufgeschichtet war. Das steinerne Gebilde war ungefähr einen Meter hoch und nur ein paar Schritte von ihr entfernt. Sie ging darauf zu und hob den obersten Stein an.

Ihr Gefühl sagte ihr, dass sie auf dem richtigen Weg war und Anne begann damit, die Steine Schicht um Schicht abzutragen. Je tiefer sie kam umso flacher und grösser wurden die kleinen Felsbrocken bis an Ende zwei grosse Platten übrig waren. Diese waren zum Glück relativ dünn und Anne konnte sie zwar nicht wegheben, aber es gelang ihr, die Platten auf dem sandigen Boden zu verschieben und tatsächlich gaben sei eine Öffnung frei. Anne kniete sich neben das Loch und versuchte etwas in der Dunkelheit zu erkennen. Es führten keine Stufen hinab in die Tiefe, aber Anne erkannte bald, dass an einer der Schachtwände eine Leiter stand. Sie konnte zwar nicht abschätzen wie stabil und sicher die Leiter war, aber die Tatsache dass sie die Tür, die keine ist, gefunden hatte, machte ihr Mut und sie entschloss sich, in den dunklen Schlund zu klettern.

Je tiefer Anne unter den Boden gelang umso dunkler wurde es um sie herum und langsam beschlich sie ein mulmiges Gefühl. Doch sie stieg weiter, Sprosse um Sprosse, bis sie wieder festen Boden unter den Füssen spürte. Sie fühle dass Luft durch die Öffnung in das Innere wehte und schloss daraus, dass es noch einen weiteren Ein- oder Ausgang geben musste. Langsam gewöhnten sich Ihre Augen an die Dunkelheit und in weiter Entfernung entdeckte Anne einen flackernden Lichtschein. Langsam tastete sie sich vorwärts. Setzte vorsichtig einen Fuss vor den anderen und stütze sich mit den Händen an den Wänden ab. Das Leuchten kam nun immer näher und der ölige Geruch zeigte an, dass das Licht von einer oder mehreren Petroleumlampen kommen musste. Nur noch ein paar Schritte und die nächste Biegung trennte sie von dem beleuchteten Raum. Sie blieb stehen und horchte in den unterirdischen Gang hinein. Sie konnte zwei leise flüsternde Männerstimmen hören. Doch sie waren so leise, dass Anne nichts verstehen konnte. Langsam ging sie weiter und an der Biegung angekommen schlich sie auf Zehenspitzen weiter und versuchte vorsichtig einen ersten Blick in den Raum zu werfen.

„Anne! Da bist Du ja endlich! Komm setz Dich zu uns!“ erklang plötzlich eine wohlbekannte Stimme und sie sah in Raouls wunderschöne Augen. „Raoul! Paps!“ rief sie nun freudig überrascht und trat in den Raum, in dem ihr Vater und Raoul sassen. Sie umarmte ihre beiden liebsten Männer und erzählte, wie sie hierher kam. Was alles passiert war und dass sie und Sandra es wohlbehalten bis in das Hotel geschafft hatten. „Paps, wie geht es Dir?“ fragte Anne nun besorgt, da ihr plötzlich klar wurde, dass sie den beiden nur im Traum begegnete und ihr Vater noch immer im Koma lag. Er lächte sie liebevoll an und sagte mit weicher Stimme „Es ist alles in Ordnung, Mädchen! Ich ruhe mich noch etwas aus!“

Raoul erzählte ihr was bei ihm in den letzten Tagen passiert war und dass er sich noch immer versteckt halten musste. „Wirst Du mir den Stein mit der Karte bringen? Ich möchte Dich endlich in meine Arme nehmen!“ schloss Raoul und Anne blickte ihn liebevoll an. „Das werde ich Raoul! Sobald ich einen Flug erwische, komme ich hierher! Aber wie werde ich Dich finden?“ Er lächelte liebevoll zurück, strich ihr mit der Hand eine Strähne aus dem Gesicht, küsste sie zärtlich und flüsterte ihr anschliessend ins Ohr:

„Finde den grossen Donnervogel und in der Mitte seines Kopfes, finde die Tür, die keine ist!“

Raouls Worte hallten in Annes Kopf wie ein Echo und sie wiederholte sie immer wieder und langsam versank sie in Trance. Das Licht um sie herum entschwand in weite Ferne und ihr  Bewusstsein tauchte in einen tiefen Schlaf.

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Fragmente 1.15 – Sandra fährt

The Door to Light

Photocredit: Linds @ Flickr

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Für ein paar Sekunden waren Anne und Sandra nicht fähig zu beobachten, was ihr Verfolger machte. Als sie ihren Wagen angehalten hattten, schauten die Beiden durch die Windschutzscheibe nach vorn auf die Strasse und sahen wie das andere Fahrzeug etwa 30 Meter weiter vorne zum Stillstand kam. Das rote, aggressive Leuchten der Rücklichter wurde rasch durch das helle Weiss der Rückfahrleuchte überstrahlt. „Mist! Er fährt zurück. Was tun wir jetzt?“ rief Anne entsetzt. Sandra blickte konzentriert nach vorne und liess sich von Annes Worten nicht aus der Ruhe bringen. Selten hatte Anne ihre Freundin so erlebt. Doch irgendwie schien sie wieder im gleichen „Funktionsmodus“ zu sein, wie in der Küche, als sie den Eindringling mit einem Krug heissen Kaffee niedergestreckt hatte.

Sandra schien ruhig und besonne, obwohl in ihrem Innern die Gefühle tobten und ihr das Herz bis zum Hals schlug. Der Wagen, der die beiden verfolgt hatte, beschleunigte und fuhr nun auf der linken Strassenseite rückwärts und kam gefährlich schnell auf sie zu. Sandra stand mit dem rechten Fuss auf dem Gas und mit dem linken Fuss auf der Kupplung und wartete ab. Als das andere Auto etwa auf fünf Meter an sie herangekommen war, brüllte sie plötzlich „Jeeeeeeetzt!“ wie um sich selbst das Kommando zu geben, trat das Gaspedal durch und liess die Kupplung los. Die Räder quietschten, es begann nach verbranntem Gummi zu riechen und der Wagen setzte sich leicht schlingernd in Bewegung. Noch bevor der Verfolger reagieren konnte, schossen Anne und Sandra in entgegengesetzter Richtung an ihm vorbei und nur mit Mühe konnte Sandra das Fahrzeug durch die enge Rechtskurve steuern. Dahinter folgte ein langes, gerades Strassenstück. Sandra schaltete in den fünften Gang hoch und bretterte in die Nacht was das Zeug hielt.

Im Rückspiegel konnte Anne erkennen, dass ihr Verfolger bereits wieder hinter ihnen her war. Die Strasse führte nun über eine leichte Kuppe. Sandra wusste, dass die Strasse dahinter noch immer gerade weiterging und obwohl sie diese im Moment nicht sehen konnte, hielt sie das Tempo und raste weiter. Der Verfolger näherte sich wieder auf eine bedrohliche Nähe und wieder schoss er auf die linke Strassenseite um zu überholen. Die beiden Fahrzeuge überquerten gemeinsam die Erhöhung. Dahinter wartete auf die beiden Frauen die Erlösung und auf den Verfolger der Albtraum. Wie ein Dinosaurier der Strasse kam ihnen ein grosser Truck mit hohem Tempo entgegen. Der Verfolger versuchte abzubremsen um wieder auf die rechte Strassenseite zu kommen. Mit einem lauten Brausen kreuzte das ächtzende Ungeheuer die beiden Flüchtenden und Anne biss sich vor Aufregung in die Unterlippe. Sie hörten ein lautes Quietschen von Bremsen und dann verloren die Beiden die Sicht auf das, was hinter ihnen auf der Strasse geschah. Nach einer leichten Linkskurve bremste Sandra das Fahrzeug langsam auf die erlaubte Geschwindigkeit herunter und Anne klebte mit ihren Augen am Rückspiegel. Aber die Nacht hinter ihnen blieb dunkel. Vergebens versuchte sie am Horizont die böse leuchtenden Augen des fahrenden Monsters, das sie verfolgt hatte, zu entdecken.

Langsam beruhigten sich die Beiden wieder. „Was meinst Du, hat es ihn erwischt?“ fragte Anne und Sandra zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, ich konnte nichts erkennen. Vielleicht gab es einen Zusammenstoss mit dem Truck, vielleicht hat der Verfolger auch die Gewalt über sein Fahrzeug verloren und ist in den Felshang gekracht.“ Die Beiden fuhren weiter durch die Nacht, der Stadt entgegen und hofften, möglichst bald anzukommen, um ein paar ruhige Stunden Schlaf zu finden.  Sandra hatte einen Bekannten, der als Nachtportier in einem Hotel arbeitete. Bei ihm hatte sie das Zimmer gebucht. Dort angekommen parkierten sie ihr Fahrzeug in der Tiefgarage und meldeten sich bei dem Markus an der Rezeption an. „Was ist denn mit Euch beiden passiert?“ fragte dieser entsetzt, als er die beiden an der Theke begrüsste. Sandra und Anne erzählten in knappen Worten, was ihnen in den letzten Stunden passiert war und Markus, versicherte ihnen, dass sie hier nicht in Gefahr seien und keiner unbemerkt an ihm vorbei komme. Er versprach aufzupassen und bei Bedarf sofort die Polizei zu alarmieren.

Nach einem Drink an der Bar begaben sich Anne und Sandra auf ihr Hotelzimmer um endlich eine Portion Schlaf zu bekommen und nach einer ausgiebigen Dusche legten sich beide völlig erschöpft ins Bett. Sie liessen den Tag noch einmal an sich vorüberziehen und ihnen wurde bewusst, dass sie riesiges Glück hatten, überhaupt noch am Leben zu sein. „Stark, Sandra!“ lächelte Anne. „Einfach stark wie Du den Kerl umgehauen und heute Abend die filmreife Verfolgungsjagd hingelegt hast!“ Sandras Lächeln blieb in ihrem Gesicht obwohl sie langsam eingeschlafen war und Anne drückte ihr einen Kuss auf die Wange. „Danke Sandra! Du hast mir heute zweimal das Leben gerettet!“ Dann legte sie sich hin und versuchte ebenfalls einzuschlafen. Doch die Bilder der letzten Tage liessen sie noch lange wach liegen. Langsam aber sank auch sie in die Arme des Schlafes und ihr Bewusstsein entschwand langsam. Die tanzenden Bilder vor Annes Augen lösten sich immer mehr auf, wie Rauch der sich gegen den Himmel verflüchtigte und doch schien ein Teil von hr wach zu bleiben um auf alles gefasst zu sein.

Plötzlich war Anne wieder hell wach. Sie hörte ein Geräusch aus dem Badezimmer und seltsame Lichterscheinungen waren durch den Spalt unter der Türe sichtbar. Anne war, als hätte sie ihren Namen gehört und seltsamerweise verspürte Sie keinerlei Angst. Irgendwie wusste Sie, dass hinter der Badezimmertür etwas auf sie wartete, dass ganz und gar nicht bedrohlich war, obwohl die Situation an und für sich ja mehr als ungewöhnlich war. Vorsichtig setzte sie ihre Füsse aus dem Bett auf den Fussboden und richtete sich langsam auf. Sie wollte Sandra, die friedlich neben ihr schlief, auf keinen Fall wecken und schob die Bettdecke behutsam von ihrem Körper. Langsam ging sie auf das Licht und die Geräusche zu und blieb vor der Tür stehen. Sie horchte, lauschte und versuchte angestrengt zu erkennen, was dahinter vor sich gehen könnte. Doch sie konnte keines der Geräusche identifizieren und wieder meinte sie ihren Namen zu hören.

Vorsichtig drückte sie die Türklinke nach unten und öffnete die Tür einen kleinen Spalt. Sofort verschwand das Licht und die Geräusche tauchten in weite Entfernung. Vorsichtig steckte sie ihren Kopf in den nun fast dunklen Raum. „Hallo?“ flüsterte sie leise in das Badezimmer und lauschte. Nichts. Keine Antwort. Beherzt trat sie ein, schloss die Tür wieder hinter sich zu und stand nun in dem kleinen, gefangenen Raum ohne das Licht zu machen. Trotzdem war es nicht ganz dunkel, denn nun sah Anne die selben Strahlen, welche vorher unter der Tür durchschienen, aus den Spalten der Spiegeltür des Badezimmerschrankes blitzen, als ob in dem Schrank ein helles Lichterspiel im Gange wäre.

Sie ging auf den Schrank zu und öffnete ihn ganz langsam. Was sie dahinter erblickte nahm ihr für einen Moment den Atem.

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Fragmente 1.14 – Lebensgefahr

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Der Umschlag enthielt ein Handy, 50’000.– Euro, eine Notiz mit der Adresse von Raouls Büro und mehrere Landkarten. „Lass uns dass in der Küche unten genau ansehen“ sagte Anne „Ich könnte einen Kaffee gebrauchen!“ ergänzte Sandra. „Gute Idee!“ meinte Anne, packte alles zusammen und ging mit Ihrer Freundin hinunter in die Küche. Sandra schaltete die Kaffeemaschine ein, suchte zwei Tassen und bald darauf blubberte heisses Wasser durch die Maschine und ein angenehmer Kaffeeduft verbreitete sich im Raum.

„Er hatte es schon länger so geplant!“ sinnierte Anne vor sich hin. „Was meinst Du?“ fragte Sandra. Annes Gedanken kreisten in ihrem Kopf. Warum wollte ihr Vater nicht selbst nach Peru zu fliegen? Er konnte ja unmöglich vorher wissen, dass er im Koma im Spital liegen würde und nicht selbst zu Raoul würde reisen können. Was steckte hinter all dem? Anne kam nun plötzlich alles sehr seltsam vor und sie suchte innerlich nach einer Erklärung für diese Wendungen in ihrem Leben. „Vielleicht gibt es keine Erklärungen“ meinte Sandra. „Vielleicht muss sich das alles so entwickeln für Dich und Deinen Leben!“ Anne wollte gerade nachfragen was Sandra damit sagen wollte, als beide von einem dumpfen Geräusch im Keller aufgeschreckt wurden.

„Hast Du die Polizei angerufen?“ fragte Sandra leise und Anne schüttelte den Kopf. „Das habe ich fast vergessen!“ flüsterte sie zurück. „Meinst Du der Einbrecher ist zurück oder war noch gar nicht aus dem Haus verschwunden?“ Sandra dachte nach. „Das Quietschen der Eingangstür kam vielleicht gar nicht davon, dass unser Eindringling das Haus verliess. Vielleicht kam noch ein zweiter Eindringling ins Haus?“ Anne schauderte bei dem Gedanken. Plötzlich sprang Sie vom Stuhl auf, schloss die offenstehende Kellertür zu und drehte den Schlüssel vorsichtig im Schloss. „So! Hilf mir bitte noch den Küchenschrank vor die Tür zu schieben, damit sie nicht so einfach aufgebrochen werden kann!“. Sandra packte mit an und die beiden schoben den Schrank vor die Tür.

Anne zog ihr Handy aus der Tasche und rief die Nummer von Inspektor Trost an. In knappen Worten erzählte sie was passiert war. Sie wurden angewiesen das Haus zu verlassen und draussen auf die Polizei zu warten. Anne kramte den Inhalt des Umschlags zusammen und packte alles in ihre Handtasche.  Die beiden Frauen wollten gerade die Küche verlassen als sie plötzlich Schritte aus dem Flur hörten. „Scheisse!“ entfuhr es Sandra und plötzlich standen beide einem riesenhaften Kerl gegenüber, der breitbeinig in der Tür zur Küche stand. Sein Blick erfasste die Situation und er realisierte sofort, dass sein Komplize im Keller eingesperrt war. Anne und Sandra pochte das Herz bis zum Hals, denn der grimmige Gesichtsausdruck des Mannes liess nichts Gutes erwarten. Er griff in seine Jacke und zog eine Waffe heraus, die er sogleich auf Anne richtete. „Aufschliessen!“ schrie er und zeigte mit der freien Hand Richtung Kellertür. Anne und Sandra blieben wie angewurzelt stehen und waren vor Schreck nicht fähig sich zu bewegern. „Mach schon!“ brüllte der Kerl und fuchtelte mit seiner Pistole vor Annes Nase herum. Anne machte einen Schritt auf die Kellertür und das davor geschobene Küchenregal zu. Sandra stand noch immer auf der anderen Seite der Küche, starr vor Schreck. „Wird’s bald!“ schrie der Kerl erneut und Anne begann sich gegen den Küchenschrank zu stemmen um ihn von der Tür weg zu schieben. Doch die Kraft hatte sie verlassen, sie war gelähmt vor Angst und der Schrank wich keinen Millimeter.

Der Einbrecher richtete die Waffe auf Annes Stirn. Panik frass sich in ihr Herz und ihren Verstand und innerlich schloss sie mit ihrem Leben ab und blickte geschockt in den Lauf der Waffe, der keine 10 Zentimeter vor ihrem Gesicht auf sie gerichtet war. Plötzlich registrierte sie eine Bewegung aus dem Augenwinkel und mit einem lauten Klirren und zerbarst der Kaffeekrug mit dem heissen, braunen Inhalt im Gesicht des Mannes. Er wankte, machte zwei Schritte zurück, stolperte über die Türschwelle und landete mit einem Schrei auf dem Rücken liegend im Flur. Mit ein paar Schritten stand Sandra bei ihm, kniete sich nieder und hielt ihm ein grosses Küchenmesser an die Kehle. „Du verdammtes Arschloch!“ brüllte sie und beinahe hätte sie vor Angst und Wut das Messer einfach in das pulsierende Fleisch seiner Kehle gestossen.

Anne stand wie angewurzelt vor dem Küchenschrank und konnte nicht glauben, was eben passierte. „Sandra? Er hätte mich erschiessen können! … Du….Was?“ Sandra grinste Anne triumphierend an. „Hätte er nicht! Die Waffe war nicht entsichert und nicht geladen!“. Anne schlug das Herz noch immer bis zum Hals „Wie wusstest Du?“ „Ich hatte einen Freund, der bei der Polizei arbeitete und ein Waffennarr war“ fiel ihr Sandra ins Wort und ergänzte: „Der hat mir einiges beigebracht!“. „Wow!“ entfuhr es Anne. Doch noch immer war ihre Angst nicht gewichen. Umso mehr jetzt der Komplize des Angreifers an die Kellertür hämmerte und fluchte was das Zeug hielt. Plötzlich ertönten Schüsse und Holz splitterte, Tassen und Teller im Küchenschrank zerbarsten und einige Kugeln zischten durch die Küche. Anne hatte Glück, nicht in der Schusslinie gestanden zu haben und beide zogen sich nun in den Flur zurück. „Gib mir die Waffe!“ sagte Sandra. Anne hob die Pistole auf und gab sie Sandra. „Hier nimm das Messer und halt es ihm an die Kehle! Wenn er sich auch nur einen Zentimeter bewegt, stich einfach zu!“ Anne übernahm das Messer, auch wenn ihr dabei nicht sonderlich wohl war und sie spürte den Atem des Mannes an ihrer Hand, während dem Sandra die Pistole nahm, entsicherte und durchlud. Sie richtete sie auf ihn und schrie „Wenn Du Dich bewegst, drücke ich ab! Sein Komplize hatte sein Magazin verschossen und versuchte noch immer die Tür aufzubrechen.

Plötzlich hörten die beiden Frauen einen Knall. Die Haustür flog mit einem lauten Quietschen auf und ein Beamter brüllte „Polizei! Keine Bewegung!“ . Etwa sechs Polizisten mit gezückten Waffen drangen in den Flur ein und erlösten die beiden Freundinnen aus der bedrohlichen Situation. Der Einbrecher am Boden wurde von zwei Beamten in Handschellen gelegt und abgeführt. Die Polizisten rückten nun den Küchenschrank von der Tür weg und schlossen die Tür auf. Sie drangen in den Keller ein und durchsuchten alles. „Nichts!“ rief einer von unten hoch. „Das Kellerfenster ist aufgebrochen, er ist geflüchtet!“ drang die Stimme eines Polizisten nach oben, worauf die restlichen Beamten sofort nach draussen rannten und damit begannen die Umgebung des Hauses abzusuchen. Mittlerweile war auch Inspektor Trost in die Küche gekommen und bat die beiden Frauen, mit ihm aufs Revier zu kommen.

Als sie bei ihm im Auto sassen, schwiegen sie beide eine Zeit lang, bis Anne plötzlich zu zittern begann und in Tränen ausbrach. „Wir hätten sterben können!“ schluchzte sie, während Sandra vor sich hin starrte. „Du hast uns gerettet!“ sagte Anne nun zu Sandra und nahm sie  in den Arm. „Wie konntest Du nur so eiskalt reagieren?“ „Ich weiss es selbst nicht!“ antwortete Sandra und war scheinbar selbst von ihrem Tun geschockt. „Ich habe einfach nur noch funktioniert ohne darüber nachzudenken!“. Die beiden blickten einander an und plötzlich löste sich Annes Anspannung in einem lauten Lachen. „Danke Sandra! Ohne  Dich wäre ich wohl verloren gewesen!“ schickte Anne hinterher. Inspektor Trost beobachtete die Beiden im Rückspiegel und sagte: „Es hätte aber auch ins Auge gehen können! Sie haben mutig gehandelt, aber auch leichtsinnig!“.

Auf dem Revier angekommen erzählten beide Frauen genau, was passiert war. Allerdings verheimlichte Anne den genauen Inhalt des Umschlags. Sie erzählte weder vom Geld noch vom Handy. Denn sie hatte keine Ahnung, woher ihr Vater beides hatte und sie wollte verhindern, dass irgendetwas ihre Reise nach Peru verhindern konnte. Nachdem sie ihre Aussage gemacht hatten fuhren beide zu Sandra nach Hause. Doch sie blieben nicht, denn ihnen war klar, dass sie dort nicht in Sicherheit waren. „Lass uns in ein Hotel in der Stadt fahren und dort bleiben, bis der zweite Täter verhaftet wird!“ sagte Anne und Sandra nickte. Sie wusste, dass es besser so wäre, obwohl sie sich nichts sehnlicher gewünscht hatte als zu Hause in ihren eigenen vier Wänden zu sein. Sie packten das Nötigste ein und setzten sich in Sandras Auto.

Sie fuhren in der Dämmerung los und beide sassen schweigend nebeneinander. Als sie an der Stelle vorbeifuhren, an der Anne mit Ihrem Vater verunfallt war, überkamen Anne die Erinnerungen. Schlagartig waren die Bilder des Unfalles wieder da. Sie klammerte sich an den Sitz im Auto und befürchtete, dass wieder etwas passieren könnte. Doch Sandra steuerte das Auto problemlos durch die Kurve und die Stadt lag schon zum Greifen nah vor ihnen. „Ich glaube, wir werden verfolgt!“ sagte Sandra plötzlich mit einem Blick in den Rückspiegel. „Was?“ fragte Anne zurück und drehte sich auf ihrem Sitz um. Tatsächlich schloss ein schwarzer Wagen hinter ihnen gefährlich nahe auf. Sie konnte den Fahrer nicht erkennen, denn die Nacht brach herein und überzog die Landschaft mit ihren schwarzen Schwingen. Die Scheinwerfer des Autos blendeten sie und langsam schnürte sich Annes Kehle zusammen. Plötzlich machte Sandras Auto einen Ruck und das Geräusch von krachendem Kunststoff und Metall war zu vernehmen. „Dieser Scheisskerl hat uns gerammt!“ rief Sandra. „Los gib Gas!“ antwortete Anne und versuchte ruhig zu bleiben. Doch das Auto hinter ihnen wich keinen Zentimeter. Plötzlich riss der Verfolger sein Steuer nach links und setzte zum Überholmanöver an. Er versuchte nun von der Seite Sandras Auto an den Berghang rechts von Strasse zu drängen um die beiden anzuhalten. Doch Sandra manövrierte Ihren Wagen geschickt und konnte immer wieder ausweichen, obwohl Sandra beinahe mit den rechten Rädern in den Strassengraben fuhr.

Anne schaute nach vorne und sah, dass sie auf eine enge Rechtskurve zusteuerten. „Pass auf!“ brüllte sie los. Sandra blickte nach vorne und trat mit voller Kraft auf die Bremse. Die beiden Frauen wurden fast an die Windschutzscheibe nach vorne gedrückt und nur die Sicherheitsgurte verhinderten, dass sie aus ihren Sitzen gerissen wurden.

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