Das Morchel-Fondue

Photocredit: umami@flickr

Mhhhhhhh! Wie ihr ja sicher wisst, essen viele Schweizer gerne heissen, flüssigen Käse. Entweder als Raclette am Stück geschmolzen oder als Fondue. Pit und Ruben, unsere Freunde mit denen wir letztes Jahr schon zwei Wochen Urlaub auf Gomera gemacht haben, besuchten uns am Weekend und ich kochte ein Fondue. Aber nicht irgendein Fondue. Nööööö! Mein ganz spezielles Morchelfondue. Eigentlich ist mein Spezialrezept geheim…aber wenn ihr nix weitersagt, verrate ich es Euch hier gerne.

Hier die Zutaten für 4 gute Esser:

250 gr. Greyerzer Käse, Surchoix oder rezent, geraffelt
250 gr. Mont Vully Käse, geraffelt
500 gr. Fribourger Vacherin geraffelt separat abgepackt
4 dl Weisswein (z.B. Fendant)
2 Schalotten
2 – 3 Zehen Knoblauch (nach Belieben)
20 gr. getrocknete Morcheln
1 EL Zitronensaft
2 EL Maizena
Vielle Prune oder Cognac
Salz
Pfeffer
Thymian

Zuerst werden die Morcheln in warmem Wasser eingelegt. Ich gebe meist noch einen Schuss Weisswein dazu. Mindestens 10 Minuten einlegen. Dann abtropfen und gut abspülen. Danach das Fondue Caquelon (spezielle Fondue-Pfanne aus Steingut) auf dem Herd erwärmen und ca. 2 EL Butter darin zergehen lassen. Dazu die gehackten Schalloten, Thymian und den Knoblauch (Gewürfelt, gescheibelt oder gepresst – wie mans mag) und die Morcheln geben. Alles kurz andünsten und mit ca. 4 dl. Weisswein ablöschen. Den Wein erwärmen und dann erst den Greierzerkäse und den Mont Vully (beide geraffelt) in kleinen Portionen dem heissen Wein beigeben, zergehen lassen und immer gut Rühren dabei! Das Rühren ist sehr wichtig, damit eine homogene Masse entsteht. Ein Schuss Zitronensaft hilft, damit sich der Käse gut mit dem Wein vermischt. Wenn der Greierzer und der Mont Vully aufgelöst sind kippe ich ein Glas mit Maisstärke(2 EL) in etwas Vielle Prune oder Cognac aufgelöst in die Masse und koche das Fondue unter ständigem Rühren noch ca. 2 Minuten weiter. Dann Caquelon vom Herd nehmen und langsam den ebenfalls geraffelten Vacherin zugeben und schmelzen lassen. Ganz am Schluss eine Messerspitze Natron dazugeben (so wird das Fondue schön leicht und cremig und ist erst noch besser zu verdauen!), würzen, umrühren, fertig! Brotwürfel dazu (z.B. Vollkornbrot, Weissbrot, Olivenbrot) und Birnenstücke. Je nach Belieben!

In diesem Sinne – En Guete! (So wünschen wir Schweizer uns guten Appetit!)

facebook_icon

Die Crux mit dem Wort "Schwul"

Da sassen sie also an einem runden, kleinen Tisch im Café, dass in einem Kiosk untergebracht war. Zwei Jungs, ungefähr so zwischen 14 und 16 Jahre alt. Ihr Look: Abenteuerlich metrosexuell. T-Shirt mit Strassstein-Motiv, Cap mit Glitter- und Glimmer-Aufdruck, die Gürtelschnalle grösser als die supranasale Zone und Haare so gegeelt das ich befürchtete, die Glitzercaps seien nie mehr abnehmbar, es sei denn die Haare gingen gleich mit.

Zufälligerweise schnappte ich ein paar Gesprächsfetzen auf: „Die Deborah ist voll schwul!“. Der andere grinste verschwörerisch und meinte nur „mega!“. Ich zog meinen Geldbeutel aus der Tasche und bezahlte meine zwei Schachteln Zigaretten. „Der Huber hat gestern ne mega schwule Matheprüfung gemacht. Ohne Ankündigung!“ motzte nun der andere, worauf der erste auch wieder nur meinte „voll schwul!“. Ich grüsste den Kassierer und steckte meine Zigaretten in die Tasche und blätterte mich noch durch das Zeitschriftenangebot. Als ich wieder zum Ausgang zurück kam, sassen die beiden Jungs noch immer dort und gerade erhaschte ich die Aussage „Echt? Das ist nun aber krass schwul!“

Ich konnte mir ein Grinsen nicht verklemmen und baute mich vor den Beiden auf und sagte ganz cool: „Jungs, echt! Ich kenn mich mit schwul aus! Ich bin es nämlich selbst! Und ich kann euch sagen, das einzige was im Umkreis von 100 km ausser mir wirklich schwul ist, ist euer Style! Ihr seht ja noch viel schwuler aus als die Transe mit der ich gestern noch Champagner zum Frühstück getrunken habe!“ Damit liess ich sie dann stehen.

Ich gebe zu, ich wohne auf dem Land in der tiefen Provinz und natürlich gibts hier weit und breit keine Transe mit der man Champagner zum Frühstück trinken könnte, aber ich wollte die beiden einfach so richtig auflaufen lassen. Und ich glaub es gelang mir =) Beide sassen mit offenem Mund da, die Zigarette des Einen senkte sich langsam zwischen Zeige- und Mittelfinger in Richtung Öffnung seiner Red Bull Dose und entledigte sich sogleich ihrer Asche…plop – zischhhhh.

Ich ging raus, blinzelte in die Sonne und grinste fröhlich vor mich hin!

Tja, liebe Bloggies – was lernen wir daraus? Nichts! Aber vielleicht denken wir alle mal wieder darüber nach, wie wir eigentlich miteinander kommunizieren und horchen mal wieder ein bisschen genauer hin. Unsere Sprache verrät viel über uns selbst!

In diesem Sinne – Mit dem Herzen hört man besser!

facebook_icon

Wildwest-Politik

Da könnte es einem schon schlecht werden, wäre es nicht auch unterhaltsam. Trotzdem tragisch ist es schon, wenn man sich mal bewusst macht, wer heute wie Politik macht.

Die Italiener haben Prodi verjagt um dem alten Berlusconi wieder Platz zu machen. Tragisch! Ein Politiker der nachgewiesenermassen korrupt ist, Gesetze zu seinem persönlichen Vorteil anpasst, die Medienlandschaft beherrscht und nicht mal zu seinem Alter stehen kann.

Sarkosi ist da wohl ein Bruder im Geiste und macht munter mit. Grosse Wahlversprechen und danach? Nur heisse Luft und öffentliches rumgemache mit Carla Bruni.

Bush ist da noch ein ganz anderes Kaliber! Gut wird der bald abgewählt und wir können die USA vielleicht bald wieder ernst nehmen.

Und in der Schweiz? SVP SVP SVP und Blocher Blocher Blocher. Es ist kaum noch auszuhalten. Am meisten wundert mich, dass die Schweizer diese Partei nicht durchschauen. Volkspartei schimpfen sie sich, dabei hat diese Partei nichts anderes im Sinn als das Volk zu plündern und die Reichen und Mächtigen noch mehr zu stärken. Weniger Staat und dafür mehr Sicherheit??? Gleichzeitig weniger Steuern zahlen und die Wirtschaft stärken. Was heisst denn das unter dem Strich? Der Ausgabekuchen soll kleiner werden, dafür mehr Geld in die Sicherheit investiert werden. Super Konzept. Da müssen wir halt dann die Ausgaben für Bildung, Forschung und Soziales kürzen, damit wir mehr in den Polizeiapparat und das eh schon überdotierte und heute nicht mehr notwendige Militär investieren. Ob das Volk da wirklich etwas davon hat???

Die Wirtschaft stärken würde sich für das Volk positiv auswirken, weil dann mehr Arbeitsplätze entstehen. Aber was für Arbeitsplätze wären das? Schaut Euch einfach mal die Lohnentwicklung der eh schon überbezahlten Kader und Manager an und vergleicht das mal mit der Lohnentwicklung beim Büezer. Klingelts? Wer die Wirtschaft stärken will, muss sichauch für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzen, sonst sehen wir schon sehr bald sehr alt aus. Wir Durchschnittsbürger – das Volk eben. Gleichzeitig werden die Sozialwerke geschwächt… Wer weiterhin SVP wählt, darf sich nicht wundern wenn in 10 Jahren in der Schweiz Verhältnisse herrschen wie in Deutschland oder den USA. Will das Volk das? Gut überlegen bei der nächsten Wahl!

Ich schlage vor, dass sich die SVP umbenennt. Entweder in Schweizerische Verarschungspartei oder in PRM – Partei der Reichen und Mächtigen. Dann wäre wenigstens klar, was man kriegt wenn man die wählt!

In diesem Sinne – Wohl bekomms!

facebook_icon

Leiche zu entsorgen!

Bild(31), ursprünglich hochgeladen von Stoepsomat

Heute Nacht hatte ich einen äusserst schrägen Traum. Ich war in einer fremden Wohnung und es waren noch etwa 5 -7 andere fremde Leute anwesend. Ich hatte das Gefühl, es war eine Party, die grad zu ende ging. Die Wohnung war nicht besonders eingerichtet, eher einfach und irgendwie in einer Stadt oder Stadtnähe. Plötzlich war da eine Leiche. Ein Mann der erschossen worden ist. Ich habe keine Ahnung wer ihn warum erschossen hat, glaube aber, dass es einer oder mehrere der Anwesenden waren, die ihn auf dem Gewissen hatten. Es ging nun darum, den toten Körper zu entsorgen. Man einigte sich darauf, ihn in einen nahegelegenen See oder Tümpel zu werfen. Ich fand das keine gute Idee, weil ich weiss, dass eine Leiche nicht lange auf dem Grund des Sees bleibt, sondern nach einiger Zeit wieder auftaucht. Ich hatte aber keinen Einfluss auf das Geschehen und war nur als Beobachter beteiligt. Plötzlich tauchte auch die Polizei auf. Und obwohl der Leichnam nicht versteckt war und einfach so auf dem Boden lag, wurde er von den Polizisten nicht entdeckt.

Plötzlich kam mir in den Sinn, dass ich selbst zu Hause noch eine Leiche habe. Weiss aber nicht, ob ich den Menschen getötet hatte oder was für eine Bewandnis es damit auf sich hatte. Ich beschloss, nach Hause zu gehen und mir mit Tom auszudenken, was wir damit machen sollten. Ich dachte noch, ich werde es besser machen als die anderen und mir etwas ausdenken, dass dafür sorgte, dass die Leiche nicht wieder zum Vorschein kommen wird. Bevor ich dazu aber eine konkrete Idee hatte, war der Traum zu Ende.

Erstaunlich fand ich, dass ich das gar nicht schlimm fand, dass da soviele Leichen waren. Und es hat mich nun den ganzen Tag beschäftigt. Immer wieder kam mir der Traum in den Sinn. Nur habe ich noch nicht herausgefunden, was er mir sagen will.

facebook_icon