Alles Scheisse ausser Mutti!

Gay Szene: Quo Vadis?

Vielleicht kommts mir ja nur so vor. Aber die gestrige White Party in Zürich war so ziemlich die schlechteste Party, die ich je besucht hatte. Die Crowd war eine Mischung aus anorektischen Spackos und steroidschwangeren Zuchtbullen, dazu ein paar gebotoxte Senioren und Wagenladungen voller Gay-Klone, die alle gleich aussehen. Wie bei Kühen müsste man sich die unterschiedlichen Tattoos merken können, um sie zu unterscheiden. Fast vergeblich suchte man nach ein paar ganz natürlich wirkenden Kerlen. Aber zum Glück gab es wenigstens ein paar wenige davon. Ein freundliches Lächeln suchte man fast vergebens.

Aber alles war over the edge, irgendwie. Die paar wenigen nüchternen Tanzteufel konnte man an einer Hand abzählen. Ansonsten waren alle zugekokst, auf Pille oder semi-komatös besoffen. Die Tanzfläche voller Leute, die nur rumstanden und quatschten oder ihren Facebookstatus aktualisierten.

Der Sound war so gar nicht meine Kragenweite. Mainstream-Charts-Shyce, stellenweise trotz internationaler möchtegern Star-DJs grottenschlecht gemixt. Die riesgie Nebelkanone erzeugte eine Feinstaubbelastung die höher war als in jedem kleinräumigen, überfüllten Fumoir. Und die Lightshow…naja, sowas hat heute jede Landdisco zu bieten.

Die Verantstalter scheinen den Hals nicht mehr voll genug zu kriegen. Der Eintrittspreis war mit fast CHF 45.– an der oberen Grenze, dafür wurden wir wie Schlachtvieh auf dem Mainfloor zusammengedrängt.

Ich bin ja sonst nicht so der rückwärtsgerichtete „Früher-war-alles-besser“-Typ. Aber ich vermisse die Tage als es das alte AERA noch gab, das Laby oder die legendären CAT-Parties!

Keine Ahnung an was es liegt! Entweder sind a) die Parties heute einfach wirklich Shyce oder b) ich werde langsam zu alt dafür!

In den Kommentaren darf ruhig gevoted werden. Ich tippe mal auf a) !

Bleibt zu hoffen, dass das Laby tatsächlich wieder aufersteht, wie gemunkelt wird!

Synchronizität

Gestern Abend passierte es wieder! Ich weiss nicht, ob ihr das auch kennt, aber mir passiert das immer wieder und jedesmal löst es bei mir eine Hühnerhaut aus. Nicht weil es mir unangenehm ist, sondern mehr aus Erstaunen über etwas, dass so schwierig zu fassen ist. Es sind diese Momente, in denen Dinge geschehen, die einen Zusammenhang haben, obwohl es für diese Zusammenhänge keine richtige Erklärung gibt. Carl Gustav Jung nannte dieses Phänomen „Synchronizität„.

Ich war zu einem Nachtessen eingeladen, an dem etwa 20  Personen teilnahmen. Die meisten davon kannte ich nur flüchtig. Das ist immer spannend! Mit wem wird man in Kontakt kommen? Mit wem gute Gespräche haben? Was wird einem so ein Abend an neuen Kontakten bringen?

Als ich mir kurz vor dem Essen draussen noch kurz eine Zigi anzündete, stand da ein junger Mann, ebenfalls am Rauchen. Ich wusste, dass er zur Gruppe gehört, hatte aber keine Ahnung wer er war. Wir kamen schnell ins Gespräch und er erzählte mir, dass er momentan in einer Therapie in einem Reha Zentrum sei um von seiner Drogensucht loszukommen. Er erzählte mir eine Geschichte, die sich fast 1:1 deckte mit der Geschichte eines mir sehr nahe stehenden jungen Mannes, den ich nächste Woche wieder treffen werde und der mir in den letzten Tagen oft durch den Kopf geht. Die Paralellen waren erstaunlich. Noch bemerkenswerter war für mich aber, dass mir dieser junge Mann just jetzt begegnete wo mir das Schicksal meines guten Freundes mit der fast identischen Geschichte so intensiv durch den Kopf ging.

Das alleine mag ja noch nicht so erstaunlich sein. Aber wir sassen dann den ganzen Abend nebeneinander an der grossen Tafel und erzählten uns gegenseitig aus unserem Leben, bis zu diesem Moment als wir das Thema „Träume“ ansprachen. Wir sahen uns beide mit riesigen Augen an, als wir herausfanden, dass wir uns beide mit luziden Träumen beschäftigten. Noch nie ist mir jemand begegnet, der überhaupt schon nur mit diesem Begriff etwas anfangen konnte. Geschweige denn jemand, der selbst Erfahrung damit hatte und das luzide Träumen aktiv praktiziert.

Ich sass da wie vom Blitz getroffen und dachte für mich: Da ist sie wieder die Synchronizität! Und wann immer sie für mich sichtbar und erlebbar wird, bedeutet dass, dass eines dieser Themen mein Leben beeinflussen wird.

Ich bin also gespannt, was da auf mich zukommen wird und wie immer bin ich bereit dafür! :)

1.32 – Das Wiedersehen

Fotocredit: 3EyePanda @ Flickr

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„Wach auf, wir sind da!“ hörte sie Raouls zärtliche Stimme an ihr Ohr dringen. Anne öffnete langsam ihre Augen und tauchte zurück in die Realität. Sie waren bei Margarethas Pension angekommen und Carlos und Luis waren bereits dabei, das Gepäck in das Haus zu tragen. Anne brauchte einen Moment um wach zu werden und stieg dann ebenfalls aus. Raoul nahm ihre Hand und lief zur Eingangstür wo Margaretha stand und sie freudig erwartete. „Wie geht es Pedro?“ wollte Anne sogleich wissen. Margaretha nahm Anne in die Arme und lächelte. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut und er wird bald wieder der Alte sein!“ sagte sie sichtlich erleichtert. „Kommt ins Haus!“ sagte Margaretha und sie traten ein. Tatsächlich sass Pedro drinnen am Tisch und auch er freute sich über die Ankunft der vier Abenteurer. Anne nahm Pedro in den Arm und drückte ihn an ihr Herz. „Es geht mir gut! Ich bin nur noch etwas schwach auf den Beinen, aber sonst bin ich einigermassen in Ordnung!“ sagte er zu Anne und fügte hinzu: „Ich freue mich so, dass ihr wieder da seid und Raoul und Carlos gefunden habt!“

Als das Gepäck verstaut war und sie alle geduscht und sich umgezogen hatten, traf sich die Gruppe im Speisesaal. Margaretha brachte Getränke und aus der Küche duftete es herrlich! „Gleich könnt ihr alles erzählen!“ freute sie sich und verliess den Raum um gleich wieder mit einem grossen Topf voller heisser Suppe zurück zu kehren. Es wurde ein grosses Fest und hätten die Wände des Raumes Ohren gehabt, sie hätten sich über die abenteuerlichen Erzählungen gewundert. Jeder berichtete, was er erlebt hatte und langsam fügten sich die einzelnen Geschichten zu einem grossen Ganzen.

„Wir werden bald wieder aufbrechen!“ sagte Anne. Ich glaube, ich weiss nämlich wo die Bibliothek zu finden ist! „Du träumst doch!“ lachte Luis. „Nein, Luis. Jetzt nicht mehr! Aber ich habe tatsächlich davon geträumt. Mein Vater hat mir den Zugang gezeigt!“ antwortete sie und fügte unternehmungslustig grinsend an: „Wann brechen wir auf?“ „Erst mal werdet Ihr mindestens eine Nacht lang in einem richtigen Bett durchschlafen!“ sagte Margaretha bestimmt und alle nickten lachend. Lange sassen sie da, genossen das Essen und den Wein während draussen die Nacht ihre dunklen Flügel über die Stadt ausbreitete. Anne nahm Raouls Hand und blickte ihn lange und zärtlich an. „Ich bin so froh, Dich endlich gefunden zu haben!“ raunte sie leise. Raoul erwiderte ihren Blick und nickte. Er sagte nichts, aber seine Augen sprachen tausend Worte.

„Kommst Du mit raus?“ fragte er, während er vom Tisch aufstand. Anne nickte. Sie verliessen die Runde und gingen auf die Veranda. Mittlerweile war es tiefe Nacht und die Sterne funkelten am Himmel. „Anne ich…“ begann Raoul, doch sie konnte nicht anders und küsste ihn unvermittelt. Erst vorsichtig, dann immer leidenschaftlicher. Es war, als würden sich all die Ängste und Qualen der letzten Wochen auflösen und zu einem Punkt im Nirgendwo zusammenschrumpfen. Sie und Raoul waren zusammen. Das war das Einzige, das für Anne im Moment zählte. Ihr Herz schien fast zu platzen und klopfte wild. „Komm!“ sagte Raoul und legte seinen Arm und ihre Schulter. „Ich will mit Dir alleine sein. Nicht mehr reden. Ich will Dich in diesem Moment nur spüren, ganz bei Dir sein und mich in Dir verlieren!“ flüsterte er. Die beiden bemerkten nicht einmal, dass sie nicht mehr alleine auf der Veranda waren. Ein paar Schritte neben ihnen standen Carlos und Luis ebenfalls eng umschlungen. Die beiden Männer schauten sich wortlos und tief in die Augen. Nur ab und zu unterbrach ein zärtlicher Kuss ihre Blicke. Als Anne und Raoul an ihnen vorbei gingen, lösten sich Carlos und Luis voneinander. Luis umarmte Anne während Raoul seinen Bruder an sich drückte. Ihr Glück war vollkommen. Wenigstens jetzt, in diesem Augenblick. „Wir werden schlafen gehen“ sagte Anne und Luis lächelte sie an. „Geniesst es!“ sagte er mit einem Zwinkern und blickte zu Carlos. Dieser nickte nur und auch sie beide verliessen die Veranda. Margaretha hatte den Tisch abgeräumt und wollte gerade eine Runde Pisco offerieren. „Nein Danke!“ sage Anne und das Lächeln in ihrem Gesicht verriet Margaretha, dass sie gar nicht erst versuchen müsste, sie umzustimmen. „Gute Nacht! Wir sehen uns morgen!“ sagte sie und setzte sich zu Pedro an den Tisch. Anne, Raoul, Luis und Carlos wünschten den beiden ebenfalls eine gute Nacht und zogen sich zurück.

Als Anne neben Raoul im Bett lag, überkam es sie. Sie konnte ihre Gefühle nicht mehr kontrollieren und während ihr die Tränen der Erleichterung und des Glückes über die Wangen kullerten, küsste Sie ihren Geliebten erneut. Es war ein Kuss, der nicht enden wollte. Sie löste ihre Lippen auch dann nicht von seinen, als sie begann sein Hemd aufzuknöpfen um es ihm auszuziehen. Sie sog Raouls Geruch tief in sich auf und ihr wurde dabei beinahe schwindlig. Sie strich mit ihren Händen über seine Arme und die feinen Haare fühlten sich wie tausend Federn an, die nur dazu geschaffen worden waren, sie zu streicheln. Raoul beendete den schier endlosen Kuss um nun auch Annes T-Shirt auszuziehen. Er begann ihren Körper mit seinen Lippen zu liebkosen und sie mit Küssen zu bedecken und Anne spürte seinen heissen Atem auf Ihrer Haut. Sie vibrierte regelrecht und ein wohliges Zittern durchlief sie, während Raouls Mund ihren Bauchnabel fand. Sie fühlte wie er sich noch weiter nach unten bewegte. Etwas in ihrem Kopf schien zu platzen und Annes Gefühle explodierten wie ein Feuerwerk mit tausend blütengleichen Funkenbouquets. „Hör nicht auf!“ flüsterte sie und fasste mit ihren Händen zärtlich in Raouls Locken. Er dachte nicht im Traum daran, jetzt aufzuhören und Annes Verstand schien sich in leuchtende, oszillierende Schwaden aufzulösen. Wieder trafen sich ihre Lippen und ihre Körper verschmolzen zu einem. Anne hatte aufgehört zu denken und war nur noch sie selbst! Sie spürte, wie jede ihrer Bewegungen Raoul dem Zenit der Leidenschaft näher brachte. Sie schienen gemeinsam zu schweben und Raouls Körper begann zu beben. Seine Gedanken versanken im Meer der Lust und seine Muskeln spannten sich wie der Bogen eines Kämpfers der bereit war, seinen Pfeil mit unglaublicher Kraft dem Ziel entgegen zu schicken. Ein paar Sekunden lang, die sich äonengleich und unmessbar ausdehnten, ritt Raoul auf einer kosmischen Welle, bevor sich die aufgebaute Energie wie ein Vulkanausbruch entlud.

Anne hatte das Zeitgefühl verloren und Ihre Gedanken tanzten unstrukturiert und sich verselbständigend durch ihren Kopf. Langsam fand sie sich wieder, eng an Raouls heissen Körper geschmiegt, ihre Sinne sammelnd. Anne spürte, wie erneut Freudentränen über Ihr Gesicht kullerten. Sie legte Ihren Kopf auf seine Brust während er seinen Arm um ihre Schultern legte und noch bevor sie ihm sagen konnte wie sehr sie ihn liebte, raubte ihr der Schlaf das Bewusstsein. Raoul strich Anne zärtlich eine Strähne aus dem Gesicht. Er wollte nicht gleich einschlafen und beobachtete glücklich, wie sich ihr Körper immer mehr entspannte und genoss dieses Gefühl sie endlich bei sich zu haben.

Aus dem Zimmer nebenan drangen Geräusche zu Raoul hinüber, die ihn lächeln liessen. Er hörte dass er und Anne nicht die einzigen waren, die ihr Wiedersehen genossen und er war froh im Wissen darum, dass auch sein Bruder glücklich war. Langsam versank nun auch Raoul im Land der Träume. Anne lag noch immer in seinen Armen mit dem Kopf auf seiner Brust, die sich nun regelmässig hob und senkte.

Margaretha löschte das Licht in ihrem Zimmer, nachdem auch sie ins Bett gegangen war und so kehrte Ruhe in der kleinen Pension ein. Von draussen drangen ganz leise die Geräusche der Stadt an Margarethas Ohr und wiegten sie in einen entspannten Schlaf. Sie war froh, dass alle wieder da waren und die Liebenden einander gefunden hatten. Das Glück schien nun perfekt zu sein.

Doch Glück war schon immer ein Zustand, der sich durch eine besondere Flüchtigkeit auszuzeichnen schien und hätten Anne, Raoul, Margaretha und die Anderen gewusst, was sich tief unter der Ebene von Nazca gerade jetzt ereignete, hätte keiner von Ihnen ein Auge zugetan.

Weiter mit Fragmente 1.33 – Der Eingang

Die Erkenntnisse einer viralen Kampagne

So! Endlich hat es geklappt und mein Renault Scénic RX4 wechselt zu einem neuen Besitzer. Ihr erinnert Euch? Ich habe versucht, mein Auto mal auf eine etwas speziellere Art zu verkaufen. Ich wollte nicht einfach einen Eintrag auf den klassischen Verkaufsportalen platzieren, sondern eine virale Kampagne mit Hilfe der sogenannten Social Media Seiten kreieren. Gesagt getan! Ich drehte selbst einen Werbespot den ich auf Youtube platzierte. Diesen schnitt ich dann noch zu einer etwas rassigeren Variante. Insgesamt erziehlte ich damit respektable 589 Views  bis heute. Dazu gründete ich auch eine Facebook-Gruppe und warb über Twitter und Google  Buzz. Ich bekam zwar viele Feedbacks zu den Videos und die Facebook-Gruppe zählte schnell über 60 Mitglieder. Doch ich erhielt keine einzige ernsthafte Anfrage.

Danach versuchte ich es auf Ricardo.ch und Autoscout24.ch was mir lediglich zwei E-Mails mit Betrugsversuchen einbrachte so nach dem Motto: „Ich will ihr Auto kaufen und überweise Ihnen 1 Million US$“!

Den Durchbruch erziehlte ich dann ganz klassisch. Nämlich über ein Inserat in der Tierwelt. Kaum gedruckt und verteilt, erhielt ich mehrere Anrufe ernsthaft interessierter, potenzieller Käufer und schnell wurde ich mit einem symphatischen Berner namens Pesche einig! Einzig der Zeitpunkt des Verkaufs musste speziell ausgehandelt werden, da Pesches Frau im Dezember keinen Handel abschliessen wollte, da dann der Planet Merkur rückläufig sei, was sich negativ auf Geschäfte auswirke.

Am Sonntag wird der Renault nun endgültig seinen Besitzer wechseln und ich bin überzeugt, dass er auch Pesche so gute Dienste leisten wird, wie er mir immer leistete.

Mein Fazit daraus: Social Media Kampagnen eignen sich nicht um einzelne Artikel zu verkaufen, vorallem wenn es sich dabei um ein Auto handelt. Trotzdem war es eine spannende Erfahrung und half mir, mich mit diesen Medien in dieser Art auseinander zu setzen.

Viel Spass mit dem Renault, lieber Pesche!