Der harte Aufprall

Bild auf flickr geklaut bei Awaya-Legends

Ach wie schön waren doch die beiden Wochen! Aufstehen ohne Wecker – einfach wenn man von selbst erwacht ist, in den Tag leben – ohne Termine, Telefone, Anfragen und Stress. Essen wenn man Lust und Hunger hatte. Das Tempo selber bestimmen. Den eigenen Gedanken nachhängen. In der Sonne liegen und ein Buch lesen. Sich von den Wellen im Meer wiegen lassen. Nackt sein. Wohl sein. Sich selber sein.

Und dann?

Ein Wettermässiges Disaster zu Hause. Die Rückkehr aus dem Paradies in die Sinflut. Der krasse Aufprall in der Realität nach dem Urlaub. Nervendes Telefongeklingel, Wecker die einem aus den Träumen reissen, Tagträume im Zaum halten, ununterbrochen angelabbert werden, immer Auskunft geben müssen.

Nein, nein. Nicht das hier der falsche Eindruck entsteht. Ich liebe meinen Job! Die Branche ist toll, die Kunden cool und ich bin stolz auf mein Team dem ich hoffentlich ein guter Leader bin.

Trotzdem fällt es schwer, nach zwei Wochen uneingeschränktem „bei-sich-selber-und-fast-nur-mit-sich-sein“ wieder in den lauten, schnellen und fordernden Fluss zu tauchen, den das Arbeitsleben mit sich bringt.

So viel habe ich mir vorgenommen und nun? Chnübli und little-wombat bin ich noch einen Terminvorschlag schuldig (mache ich heute Abend! Muss mich noch mit meinem Schatz terminlich koordinieren…) und im Geschäft stapeln sich die Pendenzen aus den letzten beiden Wochen und wollen abgearbeitet werden.

Tja, eine Schweizer Langstreckenläuferin meinte mal, angesprochen darauf woher sie die Kraft für die langen Distanzen nehme: Gring ache u seckle! Was auf gut Schriftdeutsch soviel heisst wie Kopf runter und durch! So werd‘ ich jetzt also nicht mit dem Kopf voran ins Meer springen, sondern in einen See voller Arbeit.

Platsch! Und die Realiät hat mich wieder!

@little-wombat: Sorry! Sind gesund wieder daheim und alles ist gut! Nur eben – es war eine etwas harte Landung, nach den perfekten und wunderschönen 2 Wochen!

@tom: Danke mein Lieber für diese wunderbare und schöne Zeit mit Dir! Ich geniesse es immer sehr, diese Tage in denen wir uns pur spüren und es ist einfach wunderschön, dass wir so harmonieren und uns so gut ergänzen! Ferien mit Dir sind einfach immer mega schön! Bist der beste Schatz den man sich wünschen kann! =)

In diesem Sinne – fühlt Euch umärmelt, liebe Blogleser/Innen. Wir sind wieder da! =)

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Tief im Bauch der Toscana

Bild geklaut bei jilldw auf Flickr

Die Toscana ist nicht nur schön und kulinarisch interessant, sondern bietet auch historisch sehr viel, wenn’s denn interessiert. So wie uns!

Schon seit unserem ersten Besuch saugen wir alles auf, was mit den Etruskern zu tun hat.

Noch heute herrscht in der Wissenschaft keine 100% Klarheit über deren Herkunft noch ist ihre Schrift und Sprache komplett entschlüsselt.

Fest steht, dass die Etrusker ca. 800 bis ca. 100 v. Chr. Mittelitalien beherrscht und eine vorrömische Hochkultur gebildet haben.

Die Etrusker waren absolute Meister in der Nutzung von natürlichen Wasservorkommen und begannen schon vor den Römern mit der Entwässerung der grossen Sumpflandschaften in der heutigen Toscana.

Unterhalb der Stadt Chiusi kann man noch heute unterirdische Gänge und Tunnelsysteme besichtigen. In einem der Systeme gibt es sogar einen unterirdischen See.

In einem Labirinth unter der Stadt, soll der Legende nach, ein mächtiger Etruskischer König Porsenna in einem fantastischen Grabmal beerdigt worden sein. Dieses Grabmal regte schon in der Antike zu Spekulationen an, wird aber von den heutigen Forschern als Legende taxiert.

Wer in der Toscana weilt und sich für Geschichte interessiert sollte sich Clusium (Chiusi) auf keinen Fall entgehen lassen. Es gibt mehrere Museen mit etruskischen Fundstücken, zwei geführte Touren in den Untergrund und das Stätdchen selbst ist ein malerischer Ort, der auch einfach zum verweilen einlädt.

In diesem Sinne – auch unter der Erde kann es ganz schön spannend werden! Wer es gerne dunkel, spannend und auch im Hochsommer schön kühl mag, klickt am Besten schon mal auf: www.toscanaunderground.it/deu/index_deu.htm

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Il Giardino di Daniel Spoerri

Der Künstler Daniel Spoerri, dessen Karriere als Tänzer begann und der heute noch immer aktiver bildender Künstler ist, hat sich in der Toscana sein Lebenswerk geschaffen. Ein über 16ha grosser Garten, in dem er eigene Kunstwerke und Installationen seiner Freunde wie Bernhard Luginbühl, Meret Oppenheim, Kimitake Sato, Eva Aeppli, Jean Tinguely – um nur einige zu nennen – zeigt.

Der Rundgang durch den Park ist wie das Eintauchen in eine andere Welt und fesselt, regt zum Nachdenken und Disskutieren an und manchmal fragt man sich auch, warum Kunst Kunst ist. Aber immer wieder kommt man aus dem Staunen nicht heraus!

Einen Ausflug ist dieser Park in Seggiano am Fusse des Monte Amiato auf jeden Fall wert! Wer Kunst und Gärten oder naturnahe Parks liebt, wird hier ein paar schöne, verträumte Stunden verbringen!

Informationen gibts unter: www.danielspoerri.org/deutsch/info.htm

In diesem Sinne – Lass Dich umarmen, fangen und entführen in eine Welt, die manchmal die Sinne täuscht, sie aber auch anregt und die Dich – wenn Du magst – zurück zu Dir und Deinen eigenen Bildern und Träumen führt.

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Schwarzbraun ist die Haselnuss und Tom und Stoeps von Kopf bis Fuss

Nach unserem Strandtag, der wunderschön war, sind wir nun bei Andrea und Daniel angekommen und geniessen nach dem Auspacken unser wohl verdientes kühles Bier. Bald gibts eine erfrischende Dusche und einen Teller Pasta.

Nach unserer Woche auf dem Zeltplatz mit viel Sonne, Strand und Meer beginnt nun der kulturelle Teil unseres Urlaubs.

Übrigens, wir sind richtig schön dunkelbraun geworden *neidischmach* lalala :-)

In diesem Sinne – Viva la Toscana

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