Herr K. und das Leid – eine wahre Geschichte

Ich nenne ihn hier einfach mal Herrn K.. Natürlich heisst er nicht wirklich so, aber es gibt ihn wirklich. Also dieser Herr K. war depressiv. Wohl schon seit seiner Jugend. Aber Herr K. wusste das gar nicht und er brauchte auch sehr lange, bis er es selbst realisierte. Und um dies zu merken hatte sich Mutter Natur, oder wer auch immer, eine fiese Zugabe ausgedacht. Schlagartig verwandelte sich die einfache Depression und Herr K. wurde manisch-depressiv mit sporadisch auftretenden psychotischen Schüben.

An einem schönen Sonntag Nachmittag sagte Herr K. plötzlich zu mir: „Das Gespräch gestern Abend hat mir sehr gut getan. Nun ist mir plötzlich alles klar! Alles!“. Wie „Alles“ dachte ich und fragte neugierig nach: „Alles? Ja wie Alles? Eben Alles?“

Er nickte bedächtig und als meine Augen seinen Blick einfingen, wurde mir schlagartig klar, da sitzt nicht mehr die gleiche Person vor mir. Der Blick war star, fixierte einen weit entfernten, imaginären Punkt. „Alles!“ sagte er noch einmal bekräftigend und ich bekam es plötzlich mit der Angst zu tun. Was passierte hier? Das Herz klopfte mir bis zum Hals und ein schlimmer Gedanke jagte die nächste noch viel schlimmere Vision.

Ich sah Herrn K. schon in die Küche rennen und mit einem grossen Messer zurück kehren.

„Ich weiss jetzt wirklich Alles…“ fing er wieder an. Ich sass wie gebannt auf dem Sofa und liess seine Augen keinen Moment ausser Acht. „…wie das Leben funktioniert, wie uns die übermächtigen Schweinehunde von Wirtschaftsbossen und korrupte Politiker manipulieren, missbrauchen und uns zur Konsumprostitution zwingen. Wie die Männer seit Jahrhunderten die Frauen mit Psychoterror und körperlicher Gewalt unterjochten, in der Angst die Frauen könnten eines Tage realisieren, dass sie das stärkere Geschlecht sind. Und wie die Männer die Homos unterdrückt haben aus Angst vor ihren eigenen Gefühlen.

Plötzlich stand Herr K. auf und fing an sich auzuziehen. Mir stockte der Atem!

Jedes Kleidungsstück landete mit einem verächtlichen „Konsumterror!“ in einer Ecke und bevor ich mich versah, stand Herr K. nackt auf dem Balkon.

Draussen war Sonntag Nachmittag. Schönes Wetter und die Nachbarschaft genoss das Leben im Freien. Bevor ich etwas unternehmen konnte, legte Herr K. auch schon los: „Ich habe sie alle durchschaut! Beugt euch nicht mehr dem Konsumterror! Ab morgen wird alles in den Läden umsonst sein. Heute Nacht werden alle Menschen die Wahrheit herausfinden und ab Morgen leben wir in einer neuen Welt!“

Ich versuchte Herrn K. wieder in die Wohnung zu kriegen. Aber dieser Kerl hatte eine unglaubliche Kraft entwickelt und nichts konnte ihn bewegen.

Nachdem der Hausarzt mir notfallmässig Valium besorgt hatte, konnte ich Herrn K. damit wieder etwas beruhigen. Am nächsten Tag schleppte ich ihn dann zur Therapeutin und weigerte mich standhaft Herrn K. stationär behandeln zu lassen.

Es wurde eine harte Zeit. Viele Dispute endeten in Weinkrämpfen, Zusammenbrüchen und Herr K. verbrachte viele Tage seines Lebens im Bett, aus Angst das Leben könnte ihn das Leben kosten.

Herr K. lebt heute wohl einigermassen gut mit seiner Krankheit.

Aber was ist mir aus dieser Zeit geblieben? Fragen! Viele verstörende und verwirrende Fragen!

War Herr K. wirklich verrückt? Hatte das was er sagte und wortreich proklamierte nicht irgendwie eben doch Sinn? Oder hat er nur die Brille, den Filter verloren, der ihm wie uns sogenannt „Gesunden“ das reibunslose Funktionieren in einer menschenfeindlichen Gesellschaft und Umgebung ermöglicht hat? Sind vielleicht wir es, die verrückt sind? Verrückt im Sinne des Worte gemeint: Ver-rückt.

Lange Jahe haben mich diese Fragen immer wieder gequält und heute ja, genau heute waren sie wieder da! In einer ruhigen Stunde, in der Badewanne bei Klassik Radio und Kerzenlicht.

In diesem Sinne: Man sollte sich immer bewusst sein, dass der Standpunkt die Perspektive bestimmt! Und Standpunkte gibt es genausoviele wie es Menschen gibt!

Männer haben den G-Punkt im Kopf?


dog tags von jai_who2000@flickr

Ich bin fasziniert und verwirrt gleichzeitig. Warum? Letzthin tummelte ich mich auf einer Seite, die Unterhaltung für Erwachsene von Amateuren anbietet. Eigentlich so was ähnliches wie Myspace aber eben XXX. Ok, ok – ich rücke ja schon raus damit. Es ist xtube.com Ich finde die Seite ja megaspannend! Vorallem wenn man bei den Bildern und Videos mal nicht auf die vordergründige Action schaut, sondern auf das, was im Hintergrund sichtbar ist. Sozusagen „schlimmer Wohnen“ für sexjunkies. Zum Glück hab‘ ich Euch oben ein Bild gefunden, bei dem der Hintergrund zum Model passt. Aber – darum gehts hier eigentlich gar nicht. Beim rumsurfen auf dieser Seite bin ich auf Videos von Kerlen gestossen, die sich zum Höhepunkt bringen, ohne sich anzufassen! Ja richtig gelesen! Auch ohne Hilfsmittel. Nix da mit E-Stim und dann kommt alles in Fluss. Nee, so richtig nur durch mentale Konzentration und durch den Einsatz der richtigen Muskeln.

Geht sowas wirklich? Alles nur Fake? Und wenn es geht – dann will ich das auch können! =)

Liebe Bloggies, wie denkt Ihr darüber? Könnt ihr das auch? Ich nehme gerne Tipps und Tricks über die Kommentare entgegen! Lasst Eurer Fantasie freien Lauf! Aber bitte achtet dabei auf Eure Sprache – nicht dass mein Blog in die Schmuddelecke verbannt wird! =)

Das schwule Leben

Über die Pupertät und das Heranwachsen von Heteros gibts ja ganze Bibliotheken. Bei uns mit den Homo-Genen ist da die Auswahl bedeutend kleiner und wenn, dann ist das alles meist sehr trocken klinisch.

Ganz anders dagegen diese französische Stop-Aids Kampagne. Auch für Heteros sehenswert und richtig süss gemacht!

In dem Sinne – Trag Dir Sorge und geniess das Leben jeden Tag!

Fertig im Dunkeln gemunkelt?

Bild: Tom und Stoeps am CSD in Zürich

Und wieder geht ein Aufschrei durch einen Teil der helvetischen Bevölkerung. Diesmal wehren sich die schwulen Männer aus Zürich. Der Grund?

Laut einem Bericht von http://www.news.ch hat Ein richterlicher Entscheid nun klar gemacht, das Darkrooms in Gaststätten verboten sind.

Nun kann man über Darkrooms denken was man mag. Tatsache ist, dass sie in der schwulen Kultur einen starken Stellenwert besitzen und zum urbanen Selbstverständnis der Gays gehören. Das Verzwickte an der Sache ist, dass sich betroffene Betriebe und die Stadtverwaltung schon vor Monaten an einen Tisch gesetzt haben um vorbildlich offen zu diskutieren und Regeln zu vereinbaren, die den Betrieb von Darkrooms ermöglichen sollten. Nun fällt hier ein Richter (man muss nicht viel Fantasie haben um sich vorzustellen, in welches politische Lager der Herr gehören dürfte) einen Entscheid und fällt damit unvoreingenommen Diskutierenden in den Rücken und vereitelt die Bemühungen und Gespräche.

Schade dass eine offene und fortschrittliche Stadtregierung von richterlicher Seite offensichtlich nicht ernst genommen wird.

Einmal mehr kann ich mich nur darüber wundern, wie in unserer Demokratie Menschen Urteile fällen, obwohl sie offenbar nicht kompetent sind, ein angemessenes Urteil zu fällen. Manchmal ist ein Rechtsstaat eben eher ein rechter Staat und kümmert sich nicht um Bedürfnisse und Lebenswahrheiten von Minderheiten.

In diesem Sinne – Machen wir uns mal wieder bewusst, das jeder von uns in irgendeiner Weise einer Minderheit angehört! Deshalb verdienen wir auch alle Gehör und Respekt!