Weihnachtliches

So sah es noch vor ein paar Tagen bei uns aus. Alles Weiss in Weiss. Die Welt um uns herum sah aus wie ein gezuckertes Sahnehäubchen. Wunderschön. Doch das ist bereits Vergangenheit. Der Regen und die „warmen“ Temperaturen haben die weisse Pracht bereits wieder weggeschmolzen. Übrig blieben ein paar braun-grau verschmutze Schneehaufen. Doch Schnee in rauhen Mengen konnten wir doch noch geniessen die letzten paar Tage. Ein guter Freund von uns, der im Wallis lebt, feierte nämlich am 19. Dezember seinen 40sten Geburtstag, was wir zum Anlass nahmen, gleich ein paar Tage im südlichen Bergkanton zu verbringen. Das Geburtstagsfest war unglaublich schön. Wir lernten ein paar neue Menschen kennen mit denen wir wohl auch in Zukunft freundschaftliche Kontakte pflegen werden dürfen. Das Fest endete erst in den frühen Morgenstunden, was uns nicht davon abhielt, am nächsten Tag eine Schneeschuhwanderung unter die noch müden Füsse zu nehmen. Wir starteten auf der Moosalp und bahnten unseren Weg auf den Stand, von wo aus sich uns eine wundervolle Aussicht bot. Auf dem Rückweg begleitete uns ein feiner Nebelschleier, der immer wieder die Sicht auf die Walliser Alpen freigab und ich fühlte mich in eine komplett andere Welt versetzt. Wie immer, wenn ich in den Bergen bin, umfing mich dieses Gefühl von einer Verbundenheit mit dieser Natur, die schon lange vor der Menschheit da war und die uns hoffentlich auch überleben wird! Am Tag unserer Heimreise besuchten wir dann noch die Riederalp. Einer meiner „Heimatorte“ dieser Welt. Schon als 3-jähriger Knopf verbrachte ich mit meinen Eltern dort oben die Winterurlaube und auch im Sommer besuchte ich diesen wunderschönen, verschlafenen Fleck inmitten dem Unesco Welterbe „Jungfrau-Aletsch“ schon oft. Für mich ist das einer dieser Orte, an denen ich ganz zu mir selber kommen kann und mich einfach daheim und wohl fühle. Lustigerweise verbrachte auch Tom mit seinen Eltern schon etliche Urlaube da oben. Getroffen haben wir uns damals da aber nie… Bei einem Bierchen genossen wir die Sonne und schwelgten in Erinnerungen an diesen wunderschönen Ort. Uns gefiel es sichtlich! Der Schock traf uns dann gestern um so heftiger, als wir wieder zurück waren und in Basel noch ein paar Weihnachtseinkäufe erledigten. Direkt vom vom Mittelpunkt des Herzens zurück in das Zentrum des Konsums, der Menschenmassen, Stress, Überfluss an Dingen die niemand braucht und alles war so laut, so hektisch, so… wie ich es eigentlich nicht mehr brauche. Einmal mehr bin ich froh auf dem Land zu leben, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint und alles ein bisschen langsamer, leiser und freundlicher abläuft. Ihr lieben Stoepsorama Besucher: Euch wünsche ich ein besinnliches Fest, inspirierende Begegnungen, ruhige Momente die es euch ermöglichen wieder einmal den Beat Eures Herzens zu hören und zu fühlen. Und ich wünsche Euch einen guten Start in das Neue Jahr! Gute Gesundheit, viel Glück und Erfolg bei allem, was Ihr im 2009 anpackt! Love & Peace Stoeps

Liebe geht durch den Magen!

Ein wirklich wahres Sprichwort! Und damit ist nicht nur die amouröse Liebe gemeint, sondern auch ganz im allgemeinen.

Da wir morgen ja ganz besondere Gäste erwarten, hat sich Tom mal wieder selbst übertroffen und eine göttliche Solothurner Torte gebacken.

OK, das Teil ist nicht wirklich was für die Diät und Chnübli wird danach wohl eine Extra-Runde im Gym einlegen müssen. Aber es ist die Sünde wert! Und wie der geneigte Blogleser wohl schon herausgefunden hat, kommt die Torte aus Chnüblis jetzigem Wohnort.

Little-Wombat und Tellerdreher und Chnübli kriegen morgen also so richtig was hinter die Kiemen und das wie gesagt mit viel Liebe! :-)

Dafür, lieber Tom, ein dickes Dankeschön! So perfekt wie er kriege ich die Torten und Kuchen ja nie hin! Ich bin ja eher der Kerl für’s Grobe. Bei mir schmecken zwar die Kuchen auch, nur essen tut man die dann am besten mit verbundenen Augen ;-)

Na denn, wir werden Euch wissen lassen, wie’s geschmeckt hat!

Und für diejenigen von Euch, die das gerne nachbacken wollen, hier das Rezept als PDF Download!

Viel Spass beim Küche einsauen und en Guete!

Schwul zu sein bedarf es wenig…

Zum Kommentar von Honigbaerli in meinem Post Stoepsorama: Stoeps und Tom im TV
kamen mir einige Gedanken, die ich gerne in einem separaten Post mitteilen möchte:

Honigbaerli schreibt: ..schön das ihr euch so öffentlich zeigt..ist ja nicht so üblich unter uns!!

@honigbaerli und @alle: Naja, ich dachte die Zeiten, in denen wir uns verstecken müssen, sind vorbei? Zumindest hier in Mitteleuropa und speziell in der Schweiz, dem einzigen Land, dass per Volksabstimmung mit um die 60% Ja-Stimmen die registrierte Partnerschaft für Homosexuelle (was für ein klinisches Wort…) eingeführt hat. Für mich persönlich ist diese Zeit auch vorbei, ich glaube sogar, es gab sie gar nie. Wir leben ja auf dem Land in einem Dorf mit 470 Einwohnern und haben dort absolut keine Probleme. Das ist zwei Dörfer weiter als dort wo ich aufgewachsen bin. Man kennt mich hier. Und Probleme mit meinem Schwulsein hatte ich auch sonst nie, nachdem ich mein Coming-Out mit 18 hinter mich brachte. Hängt aber vielleicht genau mit meiner/unserer Offenheit zusammen? Naja, vielleicht auch mit meinem frechen Mundwerk und meiner Schlagfertigkeit. Und vielleicht auch mit der Tatsache, dass ich keine Wattebausch schmeissende Husche bin. Die haben’s immer etwas schwerer, das gebe ich zu. Ich bin wer ich bin und das zeige ich auch. Und entsprechend bin ich für die Leute auch greifbar. Sich verstecken heisst auch lügen und wer akzeptiert schon gerne jemanden der lügt und nicht sich selber ist?

Seit ich 18 bin, weiss jeder der mich kennt das ich schwul bin. Und das ist auch gut so! ;-)

Und Schwul sein ist ja auch nix besonderes! Ich interessiere mich ja auch nicht dafür, ob mein Bankberater zu Hause gerne Gummiwindelspiele mit seiner Freundin treibt, oder mein Zahnarzt sich von seiner Frau auspeitschen lässt. Das ist jedem seine Privatsache. Und so ist es auch meine, dass ich halt einen Partner anstatt eine Partnerin habe. Aber ansonsten koche ich meinen Kaffee genauso mit Wasser.

Oft betrachten sich Schwule und Lesben als etwas ganz besonderes und bilden sich etwas darauf ein. Ich kenne auch ganze viele Leute die fast ausschliesslich in einem schwulen Kosmos, z.B. in Zürich leben. Da ist dann vom Arbeitgeber über den Nachbar, den Ladenbesitzer des Lebensmittelladens im Quartier, den Coiffeur, den Arzt, den Apotheker alles schwul. Da finden eigentlich sogar wirklich fast nur noch schwule Sozialkontakte statt. Ehrlich gesagt, das fühlt sich für mich etwas fremd an. Meine Definition von mir ist nicht, dass ich ein Schwuler bin. Ich bin Stoeps! Meine sexuelle Orientierung ist die, dass ich auf Kerle stehe. Aber damit hat es sich dann auch. Muss ich meine Lebensrealität und meinen Lebensstil wirklich auf meine sexuelle Orientierung ausrichten??? Ich finde das irgendwie komisch. Ich bin ein Mensch wie jeder andere auch. Mit Stärken und Schwächen, mit Talenten und schwierigen Anteilen. Ich kann an der Gesellschaft genau so wertvolle Beiträge leisten und mitwirken am sozialen Leben.

Ich kenne Schwule, die verbringen fast ihre ganze Freizeit damit, sich sexuell auszuleben. Das fand ich mit 18 auch mal toll. Wurde mir aber bald zu langweilig und eintönig. Das Leben hat mehr zu bieten als das.

Vielleicht hängt es eben mit meiner Sicht der Dinge zusammen, dass ich mit meinem heterosexuellen Umfeld nie Probleme hatte. Wir sind uns nicht fremd! Wir teilen die gleichen Probleme, Sorgen und Nöte, weil wir alle Menschen sind. Und um wieder zum Anfang zurückzukommen, was unter der Bettdecke läuft, ist Privatsache.

Vielleicht ticke ich da auch einfach zu simpel und mache es mir zu einfach? Aber es klappt!

Deshalb habe ich auch kein Problem mich öffentlich zu zeigen! Und das wünsche ich auch allen anderen von „unserer Familie“! Schwul- oder lesbisch sein sollte nicht mehr oder weniger gewertet werden als blond- oder dunkelhaarig zu sein. Das wünsche ich mir. Aber das hängt eben auch von der eigenen Einstellung und dem eigenen Lebensstil ab.

In diesem Sinne – für mich ist absolut unwichtig ob jemand schwul, lesbisch, heti, bi, trans-, multi-, poly- oder metrosexuell ist. Sei einfach Dich selbst!

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Das Schicksal geht eigene Wege! Oder wie sich Tom und Stoeps vor über 11 Jahren kennenlernten

Bildlegende: Tom und ich auf unserer geliebten und vermissten Aprilia Capo Nord an einem CSD in Zürich

Damit auch die heterosexuellen LeserInnen unter Euch verstehen um was es geht, erst kurz ein Briefing zum Thema Rainbowflag: Hinten über dem Top-Case unseres Bikes seht ihr eine Regenbogenflagge. Dies ist das Erkennungszeichen der Homos untereinander. Die gibts als Flagge, Schmuckstück, T-Shirt-Motiv und auch als Sticker fürs Auto. Und so ein Sticker ist schuld daran, das Tom und ich uns kennenlernten. Und das kam so:

Es war einmal vor langer Zeit. Genauer gesagt im Frühjahr 1997 als Stoeps, das wär dann meine Wenigkeit (hinten auf dem Bike) nach New York reiste. Dort wo die Wiege der politischen und revolutionären Schwulenbewegung steht. In der Christopher-Street, wo sich in den späten 60er Jahre die Transen und Schwulen Handtäschchen schwingend und Pflastersteine werfend gegen die schwulenfeindliche Politik und Polizeiwillkür wehrten (daher der Christopher-Street-Day der im Andenken daran noch heute jährlich gefeiert wird), ist noch heute das schwule Herz vom Big Apple. Als Schwester vor dem Herrn sollte man diesen Wallfahrtsort mindestens einmal im Leben besucht haben :-) So tat auch ich es und kaufte da, in einem kleinen skurilen Shop einen besagten Rainbow Sticker für mein Auto. Zurück in der Schweiz klebte ich mir diesen dann auch, mit stolz geschwellter Heldenbrust, flugs hinten auf mein weisses Opel Kadett GSI 2L Cabrio. Gleich neben den „I love Töff“ (Als Töff werden in der Schweiz die schweren Motorräder ab 125 Kubik bezeichnet) und neben einen grossen Kleber mit der Aufschrift „Riederalp“ (wo ich im Winter immer zum Skifahren war).

Es war noch nicht so lange her, als ich mich von Herrn K. (Herr K. und das Leid – eine wahre Geschichte) getrennt hatte, als ich eines Morgens zu einem Kunden fuhr. Mal wieder viel zu spät dran, raste ich auf der Autobahn wie ein geölter Blitz Richtung Basel und ich kam richtig schnittig vorwärts. Doch dann blinkte ein paar Meter vor mir so ein dunkelgrün-metallicfarbener Toyota Corolla und versperrte mir die freie Durchfahrt. So musste ich von meinen 180 Sachen auf 140 runterbremsen (erlaubt waren 100….) und nervte mich gewaltig, denn der Kundentermin rückte immer näher! Und der Kerl vor mir machte nicht die geringsten Anstalten seine Kiste wieder auf die rechte Fahrspur zu schieben. So fluchte ich etwa 10 Minuten vor mich hin und wünschte der Schnecke vor mir die schlimmsten Sachen an den Hals – bis – ja bis – ich plötzlich bemerkte: Der hat ja auch einen Regenbogensticker am Arsch (vom Auto). Das liess mich wieder etwas runterkommen und so provozierte ich noch ein bisschen und fuhr dem Reissschüsselfahrer unanständig nahe hinten auf (wie könnt’s auch anders sein … immer von hinten … *ggg*) und irgendwann wechselte er dann tatsächlich die Fahrspur, so dass ich überholen konnte.

Er sass ziemlich genervt am Lenkrad und würdigte mich keines Blickes, aber ich äugte nicht schlecht, als ich den äusserst leckeren Kerl da sah. Minuten lang fuhr ich auf gleicher Höhe und strahlte durch meine Autoscheibe gen rechts. Nix! Keine Reaktion. Also überholte ich und wechselte ebenfalls die Spur um ihm meinen Arsch (natürlich auch den vom Auto) mit dem Regenbogenkleber zu zeigen. Nun überholte er wieder und blinzelte frech zu mir rüber. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht und mein Herz tat einen riesen Hüpfer.

Das Spiel wiederholte sich ein paar mal, bis wir dann in Basel angekommen an der gleichen Ampel, aber für verschiedene Richtungen eingespurt, zum stehen kamen. Und was jetzt? Wenn ich aussteige, schaltet die Ampel sicher gleich auf grün! Da sah ich, wie der Kerl da hinten etwas aus seinem Handschuhfach kramte, einen Stift zückte und meine Autonummer aufschrieb. Er deutete mir an, mich anzurufen! Ich nickte heftig, mit roten Ohren, nassen Händen und schlotternden Knien!

Am Abend blinke schon der AB und wieder klopfte mir das Herz bis zum Hals! Ich hob den Hörer und hörte die Message ab und brüllte gleich los: „Er ist es! Soo geil! Er ist es!“ Sogleich rief ich zurück und wir verabredeten uns für einen Freitag Abend in Luzern. Der Abend dauerte bis Montag morgen und eigentlich, dauert er noch immer an!

Noch heute kriege ich öfters weiche Knie wenn ich meinen Tom anschaue und noch heute kribbelt es und noch immer kann ich lauthals und aus vollem Herzen sagen, ich liebe diesen Kerl! Und wie ich ihn liebe!

Dafür bin ich dem Schicksal dankbar! Wieviele Zufälle (an die ich schon mal gar nicht glaube) hat es gebraucht, dass wir uns begegnet sind? Was für ein Timing! Alles stimmte und so ist mir klar: Es musste einfach sein! Wir sind für einander bestimmt! Und das fühle ich tief in meinem Herzen. Selbst im grössten Streit, wenn mir gerade eine geworfene Kaffeetasse am Kopf vorbeisegelt (was zum Glück erst einmal passiert ist) weiss ich tief in mir drin: Egal was ist, er ist und bleibt es! Meine wahre, grosse Liebe!

Tom, Du alter Haudegen, Du Schnuffeltiger, Du Bär, Du … du… du ach einfach alles: Ich liebe Dich!

Freud‘ und Leid – so nahe beieinander!


Bild auf Flickr geklaut von anotherasterix

Am Freitag feiert er seine Abschiedsparty. Danach bricht er seine Zelte in Zürich ab und wandert aus nach Kanada. Genauer nach Vancouver.

Zeit um in schönen Erinnerungen zu schwelgen – die Tränen kommen später!

Wie lange kennen wir uns eigentlich schon? Mein bester schwuler Kumpel und ich?

Es ist mindestens 13 Jahre her, als wir uns das erste mal begegneten. Damals war ich noch Sänger in einer Metalband und headbangte meine Mähne im Scheinwerferlicht zu trashig verzerrten Klampfenseufzern und stampfigen 4/4 Beats. In der schwulen Szene galt ich als Freak und kaum ein Kerl der mir gefiel, würdigte mich eines Blickes. Doch es sollte auch mal anders kommen…

Eines schönen Sonntags vergnügte ich mich in einer Sauna in Bern. Schwulensaunas sind so ähnlich wie Swingerclubs, nur dass da jeder alleine hingeht und … ja eben, Ihr wisst schon. Dieser Sonntag hatte es in sich! Ich konnte mich vor Kerlen kaum retten. Nach mindestens 4 Nahkämpfen und orgastischen Höhenflügen, entspannte ich mich im Videoraum bei einem ultratrashigen xxx-movie aus den frühen Siebzigern, die ich noch heute total kultig finde. Und eigentlich war ich platt. Total ausgeschossen =)

Der Raum war dunkel und leer bis auf diesen einen Kerl! Er hatte kurze, braune Haare, einen bärigen Seehundeschnauzer und schaute mich mit diesem verschlagen-verschmitzten Lausbubenlächeln an. „Oh nein“ dachte ich erst, „ich kann nicht mehr!“ und doch wusste ich irgendwie, dass ich diesen Mann unbedingt ansprechen muss, denn immer wenn sich unsere Blicke trafen, brannte die Luft und dass das Fernsehbild nicht gestört wurde von diesen knisternden Energien war ein Wunder. Doch dann stand er auf, verschwand im Labyrinth aus Gängen um bald von einer dieser sogenannten UNRuhekabinen verschluckt zu werden. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Sollte ich mich in die Höhle des Löwen wagen? Auf die Gefahr hin, dass mich meine Standhaftigkeit nach diesem Beischlafmarathon im Stich lassen würde? „Scheiss drauf“ dachte ich! Ich nahm all meinen Mut zusammen und tauchte in das Halbdunkel dieser kleinen Sperrholzkabine mit der frisch bezogenen Matratze. Unsere Gesichter verharrten sekundenlang regungslos voreinander und während wir uns gegenseitig mit unseren Augen scannten, wie wenn Spock mit seinem Tricorder eine fremde Umgebung abtasten würde, vermischten sich gleichzeitig unsere Düfte und verbanden sich zu wild feiernden Molekül-Orgien, die durch unsere Nasen tanzend unsere Gehirne infizierten.

Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachten wir schlaflos bei Ihm in Bern und nie im Leben werde ich vergessen, wie ich vor ihm kniete um ihn mit meinen Zähnen langsam von seinem weissen Feinripp zu befreien, während Faithless aus den Boxen dröhnte und Maxi Jazz rappte „…tearing of tights with my teeth…“ Unvergessen bleibt mir wie sich das THC mit den tobenden Hormonen und der vibrierenden Stimmung zu Raketentreibstoff verband, der uns gemeinsam in die Stratosphäre schoss. Die Nacht dauerte lange und Nomen est Omen, Insomnia war Programm!

In dieser Sonntagnacht entstand ein Band, dass für mich einzigartig war und immer bleiben wird. Nicht wie die Liebe zwischen zwei Liebhabern – sondern tiefste, innigste Freundschaft die aber unglaublich frei ohne Zwänge, Erwartungen und Druck ist. Es können Monate vergehen, ohne das wir uns sehen oder sprechen. Aber tief in meinem Herzen war und ist er immer da. Mein bester Freund.

Nun wandert er aus! Ich freue mich für Ihn! Die Arbeit in der IT Branche hatte ihm den Rücken gebrochen, ihn aufgebraucht und anschliessend lieblos ausgespuckt. Seit seinem Bandscheibenvorfall war nichts mehr so wie vorher. Das Leben wurde einerseits schwieriger für Ihn, aber auch ehrlicher und intensiver. Ich habe ihn immer bewundert! Diesen Seiltänzer zwischen der urbanen, digitalen Welt in der Stadt und der einfachen rauhen Natur, wenn er wieder einmal mit Zelt und Hund tagelang zwischen Berner Oberland und Wallis unterwegs war oder mit seiner Husky- oder seiner Triumph halb Europa durchbikte. Er war für mich der Prototyp des Mannes wie er sein sollte! Mit rauher Schale und weichem Kern. Ganz ohne Macho-Allüren oder aufgesetztem Gehabe. Einfach ein ganz einfacher, eigenständiger und selbstbewusster Kerl.

Nun, da es nicht mehr lange geht, bis er seine Zelte hier abbricht und geht, packt mich die Wehmut. Ich werde loslassen müssen und mich verabschieden. Und das schmerzt! Denn ich habe diesen Kerl wirklich gern! Etwas wird mich aber auch trösten. Egal wo er sich befindet – Die Erinnerungen, die Gefühle und die Freundschaft – Sie werden bleiben. Für immer! Und das Wichtigste: Er geht seinen eigenen Weg, der ihn hoffentlich glücklich macht! Könnte man sich etwas schöneres wünschen für einen geliebten Menschen?

Und zum Glück habe ich noch einen anderen Freund im Leben gefunden. Einer, mit dem ich noch viel mehr teilen kann. Einer, der mein ganzes Herz gewonnen hat und dem ich es freiwillig geschenkt habe! Ein Mann, der mich das Leben mit anderen Augen sehen lässt, der mich zum Milliardär der Gefühle macht, mich den Wind im Gesicht spüren lässt und den ich am liebsten mit selbstgemachter Coctailsauce und mit Haut und Haaren verspeisen würde. Der Kerl, der mich vor ein paar Wochen fragte, ob wir nicht unsere Partnerschaft, nach mehr als 11 Jahren Beziehung, eintragen lassen wollen – und ich es nicht glauben konnte, weil er bis vor kurzem grün anlief und einen akuten Masernanfall bekam, wenn jemand fragte: „Und? Seit Ihr schon verheiratet?“

Auch die erste Begegnung mit Tom war ein unglaubliches Abenteuer! Aber diese Geschichte erzähle ich Euch ein andermal =)

In diesem Sinne – Das Leben ist wie ein Bahnhof: Viele sind auf der Durchreise, Anderen gehen für immer und zum Glück gibt es auch den Einen, der bleibt! Tom – ich liebe Dich wie ich nie jemanden geliebt habe und JA, ich nehme Dein Angebot an und will unsere Partnerschaft eintragen lassen! =)))))) Hoffentlich liest Du das hier auch! *ggg*

Blog-Arena: Männer – sabbelnde Biomasse oder entwickelte Spezies?

bajaz hat mich mit seinem Kommentar zu meinem Eintrag Sex Sales! auf die Idee gebracht, eine Diskussion zu starten.

Der Kommentar von bajaz soll als Intro dienen: Statt sich darüber aufzuregen, WIE Männer sind, könnte der besonnene Schwule seine Hirnzellen aktivieren und nachdenken, warum Männer so sind/sein müssen! Bei diesem Nachdenken würden die Frauen wohl auch etwas bei abkriegen! :-)

Nicht nur der besonnene Schwule ist hier gefragt. Sondern Ihr alle!

Warum verhalten sich Männer in Anbetracht einer schönen, sexy Frau oder manchmal sogar wegen grässlichen Silikonmöpsen auf anorektischen Stelzen, wie brabbelnde Biomasse im frühesten Primatenstadium?

Was ist Eurer Meinung nach der Grund? Wer ist schuld an diesen spontanen Anfällen supranasaler Insuffizienz?

Die Arena ist hiermit eröffnet!

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Sex sells!

Vor ein paar Tagen hat sich bei uns eine Bewerberin auf einen Job vorgestellt. Hübsch war sie, blond und mit mucho Holz vor der Hütte.

Ihr hättet sehen sollen, was da bei uns abging!

Der Mitarbeiter vom Einkauf, den ich sonst als recht vernünftig und schlau einstufte, stand gleich bei mir am Pult und drehte fast durch! „Hast Du diese Möpse gesehen?“. Hab ich natürlich nicht, weil ich der Dame in die Augen geblickt habe und sie sehr symphatisch fand. Sie hatte ein offenes Gesicht, sehr schöne hellblaue Augen und wirkte etwas scheu!

Warum nur, dachte ich so bei mir, sehen die Kerle in schönen Frauen immer nur zwei Möpse, drei Körperöffnungen, einen Arsch und zwei Beine??? Ja klar, ab und zu läuft mir auch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich einen Kerl mit Brustfell, kurzen Haaren und Gesichtspelz sehe. Aber mein Verstand fällt dann nicht komplett aus und ich brabble nicht gleich neandertalermässig dummes Zeug daher. Etwas Contance sollte man sich gerade beim Flirten bewahren!

Naja, wenigstens muss ich keinen Militärdienst mehr machen. Dort mit ansehen zu müssen wie die vermeintlich liebsten Familienväter zu dummgeilsten Tabledance-Konsumenten mutierten und eine Primitivität an den Tag legten, dass einem die Zähne schmerzten, war echt beschämend für mich.

Oft höre ich ja, „ihr Schwulen seid eine Schande für die Männlichkeit und keine richtigen Kerle“ – aber ehrlich gesagt, ich sehe das eher umgekehrt! Die „Votzenköppe“ *bei Glam gehört!* von Heteros die beim Anblick von Silikonmöpsen auf magersüchtigen Stelzen gleich ein paar Evolutionsstufen zurückfallen, sind die wahre Schande für die Männlichkeit! Da lobe ich mir doch die paar löblichen Ausnahmen an Heteros die ich kenne und die mir zeigen: Auch Kerle die auf Frauen stehen, können echte Männer sein! =)

In diesem Sinne – Wenn der Pinsel steht, sollte der Verstand trotzdem nicht ganz ausgeschaltet werden! Denn wer macht schon gerne mit primitiv brabbelnder Biomasse rum!?