Fragmente 1.4 – Ein neuer Traum

Was bisher geschah:

Fragmente 1.0 – Anne

Fragmente 1.1 – Aufbruch

Fragmente 1.2 – Anruf aus der Vergangenheit

Fragmente 1.3 – Raoul

Tausend Bilder zogen an Anne vorbei, als sie auf dem Rücken des Adlers Richtung Südwesten flog. Unter sich sah sie grosse Gebiete mit bunten Feldern, die mit Strassen durchzogen waren. Ab und zu erschienen graue Strukturen von Städten die aussahen wie Krebsgeschwüre in der grün-gold-blauen Haut der Erde. Die Küste Portugals kam in Sichtweite und ganz in der Ferne konnte Sie sogar die Meerenge von Gibraltar erkennen. Als sie das Festland hinter sich liessen und über das offene Meer flogen, veränderte sich die Szenerie langsam.

Anne sah schwebende Inseln, auf denen Sie Menschen, Bauwerke und ganze Städte ausmachen konnte. Auf einigen Inseln waren, wie in einem Museum verschiedene Szenen mit Menschen dargestellt. Die meisten dieser Bilder zogen an ihr vorbei, ohne dass sie Einzelheiten oder gar den Sinn des Dargestellten erkennen konnte. Andere Sequenzen aber schienen sich zu ganzen Panoramen zu verbreitern und ermöglichten es ihr sogar Details zu erkennen. Eine dieser schwebenden Inselwelten faszinierte Anne besonders. Sie schien eine antike ägyptische Stadt zu beherbergen. Anne wies den Adler in Gedanken an, diese Stadt anzufliegen und als sie näher kamen, verlangsamte ihr fliegender Freund sein Tempo, damit Anne mehr erkennen konnte.

Annes Vater war Historiker und beschäftigte sich vorwiegend mit Papyriologie und Epigraphik alter Völker. So hatte sie in ihrer Kindheit sehr vieles über antike Kulturen erfahren und sich auch immer sehr dafür interessiert. Dies half ihr einzuordnen, was sie sah. Die Stadt, die sie nun anflog, besass eine vorgelagerte Insel, auf der sie einen grossen Turm ausmachen konnte. Anne war sich sicher, dass es sich um das antike Alexandrien handeln musste und sie wollte unbedingt mehr davon sehen. „Aquila“ rief sie ihrem Traumadler in Gedanken zu „lande hier!“ Bis jetzt hatte sie nicht darüber nachgedacht, ob ihr Adler einen Namen besass. Aber genau jetzt, in diesem Moment wusste sie, dass er Aquila hiess. Sie hatte jetzt keine Zeit länger darüber nachzudenken und sie beschloss, diesen Namen einfach als intuitiven Gedanken anzunehmen. Anne begann immer mehr zu begreifen, dass Intuition in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielen würde.

Aquila und Anne landeten in der Nähe der Küste, im nordöstlichen Teil der Stadt. Schnell war Anne klar, dass sie sich hier in einem noblen Viertel befand, denn die Häuser und Strassen waren erstaunlich schön und massiv gebaut. Niedrige Gebäude wechselten sich mit freien Plätzen, Gärten und Palmenalleen ab. Die Sonne leuchtete hell und alles schien in goldenem Licht zu baden. Anne lief staunend eine dieser Prachtstrassen entlang und stand schliesslich vor einem grossen Gebäudekomplex. Dessen Architektur und Schönheit übertraf alles, was sich Anne damals in ihren kühnsten Kinderträumen vorgestellt hatte. Die Stirnseite bildete eine Art nach oben konisch zulaufendes „H“ dessen Stützpfeiler je ca. 40% der Vorderseite einnahmen. Im schmalen Teil dazwischen ruhte ein grosses Tor. Anne suchte in ihren Erinnerungen nach Ideen, um was für ein Gebäude es sich handeln konnte.

Eine bekannte Stimme hinter ihr riss sie aus ihren Gedanken: „Was tust Du hier mein Kind?“ Sie schaute sich erschrocken um und erblickte zu ihrem grossen Erstaunen ihren eigenen Vater, der in für diese Zeit üblicher Bekleidung vor ihr stand und sie milde anlächelte. „Paps? Was tust Du denn hier?“ Der freudige Ausdruck im Gesicht ihres Vaters wich langsam einer besorgten Mine und er hob eine Hand um Anne eine Strähne ihres dunklen, langen Haares aus der Stirn zu streichen. „Ich rette, was zu retten ist!“ Sagte er. Ihr fielen ein paar Papyrus Rollen unter seinem linken Arm auf und wollte weitere Fragen stellen, doch ihr Vater fuhr weiter: „Bald wird die Bibliothek von Alexandrien zerstört werden und wir bringen alles in Sicherheit. An einen Ort, den niemals jemand finden sollte! Keine Macht der Welt soll je über all das gesammelte Wissen der antiken Zeit verfügen. Erst wenn das Wissen allen Menschen zur Verfügung gestellt werden kann, ohne den Einfluss von machthungrigen Staatsmännern und Regierungen, werden wir das Wissen mit der gesamten Menschheit teilen!“ Anne erkannte auf einer der Papyrusrollen ein Symbol, dass ihr schon als Kind aufgefallen war. Es waren zwei ausgebreitete Arme die sie als kleine Tätowierung zwischen den Schulterblättern von ihrem Vater gesehen hatte.

Anne versuchte herauszufinden, was hier eigentlich los war und hatte schon eine Frage an ihren Vater auf ihren Lippen als plötzlich, mit einem quietschenden Geräusch, ein Auto um die Ecke bog. Männer feuerten aus geöffneten Fenstern mit Maschinenpistolen auf sie. Anne und ihr Vater flohen durch das Tor in das grosse Gebäude. „Du musst gehen! Sprich mit mir, wenn Du von Deiner Reise zurückgekehrt bist!“ In Anne’s Kopf wirbelten die Gedanken wie Blätter in einem herbstlichen Sturm. Was hatte das alles zu bedeuten? Ihr Vater im alten Ägypten als Retter von antiken Büchern? Autos und Maschinengewehrfeuer? Vor fast 2000 Jahren? Anne rannte zu Aquila zurück an den Hafen und stieg, völlig ausser Atem, auf dessen Rücken. Mit kräftigen Flügelschlägen erhob er sich mit Anne in die Luft und die Szene unter ihnen wurde kleiner und kleiner. Die schwebende Insel mit der antiken Stadt Alexandria verschwand langsam im Dunst der Ferne während Annes Gedanken durch ihren Kopf tobten.

Langsam wurde Ihr bewusst, dass sie sich in einem Traum befand. Dies fühlte sich seltsam an für sie, denn alles schien ihr so intensiv und real. Und in ihr wuchs die Überzeugung, dass ihr in dieser Traumreise etwas mitgeteilt werden sollte, dass für ihr weiteres Leben eine wichtige Bedeutung haben sollte. Aquila trug Anne immer weiter und sie wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen, als ihr gefiederter Freund plötzlich einen schrillen Schrei ausstiess. Anne blickte nach unten und sofort wusste sie, wo sie sich befanden. Unter ihnen erstreckte sich eine weite Ebene, auf der sie riesige Symbole erkannte. „Wir sind in Peru! Das sind die Ebenen von Nazca!“ rief Anne laut aus.

Unten auf der Ebene stand jemand. Die Person war noch zu weit entfernt als dass Anne sie hätte erkennen können. Doch schnell kamen sie näher und ein Lächeln ergriff Besitz von Annes Gesicht. Raoul stand dort unten und winkte ihr schon von weitem zu. Er erwiderte ihr Lächeln und Annes Herz beschleunigte seinen Rhythmus während sie vom Rücken von Aquila stieg um Raoul entgegen zu eilen. Sie sah auch ihn auf sich zulaufen und in seiner linken Hand erkannte sie eine der Papyrusrollen, die sie schon bei Ihrem Vater gesehen hatte. Es kam ihr merkwürdig vor, doch im Moment wollte sie nichts anderes, als Raoul endlich wieder in seine wunderschönen Augen zu blicken. Doch mit jedem Schritt, den sie auf ihn zuging, schien er sich weiter zu entfernen und die Szene wurde immer blasser.

Anne wurde schwindlig und plötzlich umfing sie eine bilderlose Dunkelheit. Sie fiel in ein schwarzes Loch, das kein Ende zu nehmen schien. Aus weiter Entfernung hörte sie eine Stimme an ihr Ohr dringen „Anne!“. Sie wehrte sich gegen das Aufwachen, wollte zurück auf die Nazca-Ebene zu Raoul. „Anne, wach auf, schnell!“. Ihr Kopf pochte, ihr ganzer Körper war angespannt und sie fühlte sich, als hätte sie einen handfesten Kater. Wieder vernahm sie die quälende Stimme: „Anne! Bitte wach endlich auf!“ Sie atmete tief ein und lies die Luft langsam aus ihrem Körper entweichen. Dann schlug sie die Augen auf und erkannte das Gesicht von Sandra vor sich.

Sandra sah besorgt aus. In ihrer rechten Hand hielt sie ein schnurloses Telefon. „Anne, dein Vater hat gerade angerufen. Du sollst Dich unbedingt sofort bei Ihm melden! Es muss etwas passiert sein, denn er klang sehr besorgt und aufgeregt!“

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Fragmente 1.0 – Anne

Vorwort des Authors

Aus der Idee eine Kurzgeschichte zu schreiben, welche hier in diesem Posting zu lesen ist, entstand unverhofft ein Roman mit 35 Kapiteln, die jeweils sofort nach ihrer Entstehung hier gepostet wurden. Die Geschichte entwickelte sich fortwährend, auch dank den Kommentaren und Ideen der Leser:innen von stoepsorama.ch

Für die Inspirationen möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken. 

Es ist mein Erstlingswerk und die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches!

Eine eBook Version der Geschichte ist geplant. Aber hierfür muss das gesamte Manuskript überarbeitet und lektoriert werden, was einigen Aufwand mit sich bringt. Wenn es soweit ist, werdet Ihr es in diesem Blog erfahren! :)

Ich wünsche dem Leser viel Spass auf der Reise durch Zeit und Raum und freue mich auf Kommentare und Feedbacks!

Stoeps

Ein knirschendes Knacken unterbrach die virtuose Choreographie von Annes Fingerspitzen auf der Tastatur ihres Computers, als sie gerade dabei war, ihr 53. Bewerbungsschreiben zu tippen. Ein Fingernagel hatte sich augenblicklich entschieden, sein irdisches Dasein zu beenden und sich mit einem lauten, unangenehmen Geräusch zu verabschieden. Anne hielt inne und betrachtete das Malheur. Hatte sich denn nun alles gegen sie verschworen? Die Nägel hatte sie sich erst letzte Woche von ihrer Freundin machen lassen, was nicht gerade billig war. Kunstvoll lackiert und mit Glitter Pigmenten und kleinen Steinchen verziert, sahen sie wirklich sehr gepflegt und edel aus.

Ihr Blick schweifte ab, glitt über ihren mit Blättern, Arbeitszeugnissen, Zeitungsinseraten und Rechnungen übersäten Schreibtisch, blieb einen Moment am Bild von Nick hängen. Eine Mischung aus Wut und Traurigkeit überkam sie. Erst drei Wochen ist es her. Da hatte er sie wegen einer jüngeren Frau verlassen. Sie besuchte ihre Mutter im Ausland und war nur eine Woche von zu Hause weg. Als sie zurück kam, war die Wohnung fast leer. Er war einfach ausgezogen. Wenigstens gehörten ihr die meisten Möbel. Aber von ihm und seinen sieben Sachen keine Spur mehr.

Sie nahm den Bilderrahmen in ihre Hände und streichelte zärtlich mit dem Finger über das spiegelglatte Glas, welches das Foto aus ihrem gemeinsamen Urlaub auf den Malediven beschützte. Sehnsucht packte sie und eine Welle von Gefühlen überrollte ihren Körper. Es begann mit einem Klumpen im Magen, der immer wärmer wurde, gefolgt von einem Kribbeln bis in die Fingerspitzen und einem Schauer, der erst warm und dann immer kälter werdend über ihren Nacken und Rücken rann.

Anne fühlte, wie sie plötzlich immer tiefer in ein Loch aus Einsamkeit, Verlorenheit und Selbstmitleid versank. Und es war ihr egal. Sie war doch auch wirklich so unglaublich bedauernswert. Das alles hatte sie doch nicht verdient! Warum nur, meinte es das Leben nur so schlecht mit ihr? Warum nur traf es genau sie?

Ihr Blick löste sich von dem Bild und wanderte zum Fenster. Es stand offen und eine Gardine tanzte in einem Luftzug. Anne sank immer tiefer, wurde ruhiger und eine Träne rollte ihr über das Gesicht. Der Stoff am Fenster schien sich in Zeitlupe zu bewegen und Anne hatte plötzlich das Gefühl, dass er beseelt zu sein schien. Das tanzende Gardinenstück veränderte plötzlich seine Beschaffenheit. Es war nicht mehr so durchscheinend, die Bewegungen wurden koordinierter und geschmeidiger und Anne erkannte, dass es sich in einen Flügel verwandelt hatte.

Kühle, frische Luft wehte Anne durch das Haar und trocknete ihre Tränen. Die Traurigkeit wich plötzlich einer Neugierde und sie liess ihren Gedanken freien Lauf. Was alles hatte sie in den letzten Jahren nicht verwirklicht, nur weil Nick nicht bereit war, auf ihre Bedürfnisse einzugehen? Die Reise nach Indien, der Reiki-Kurs, die Frauenabende. Früher malte sie Bilder mit Acrylfarben und konnte stundenlang in kreativem Schaffen bei sich selbst sein. All das war neben Nick nicht möglich. Sie hatte es gerne für die Beziehung geopfert. Gerne? Gott, dieser Scheisskerl, wusste doch, dass sie dafür eine Gegenleistung erwartet hatte. Wieso hat er nicht dafür gesorgt, dass sie diese auch erhielt?

Annes Traurigkeit wich langsam einer wachsenden Wut, die in ihr hochstieg! Der Flügel am Fenster verwandelte sich in einen Adler und sie schwang sich auf seinen Rücken, unter dem Arm das Bild von Nick. Sie liess ihr Arbeitszimmer und die Bewerbungen hinter sich und flog in den blauen Himmel. Freiheit! Ist das nicht viel wertvoller als Opfer für einen Menschen zu bringen, der ihre Bedürfnisse nicht respektierte, ja noch nicht einmal wahrnahm? Sie flog über einen Park, über Wiesen und schliesslich entdeckte sie unter sich einen Steinbruch. Mit aller Wucht schleuderte sie Nicks Bild in die Tiefe. Das Klirren des Glases und Splittern der Scherben konnte sie nicht einmal mehr hören. Es war nicht mehr wichtig. Wichtig war jetzt nur noch ihre neue Freiheit. Sie flog immer weiter, der Adler trug sie zum Horizont in fremde Länder und ferne Welten von denen sie bis jetzt nur geträumt hatte. Ein Gefühl von Freude, Licht und Stärke breitete sich von Ihrem Herzen in ihrem ganzen Körper aus.

Anne öffnete die Augen. Sie lag in ihrem Bett. Neben sich spürte sie den warmen Abdruck in der Matratze der von Nicks Körper herrührte. Sie hörte ihn im Badezimmer sich die Zähne putzen. Als er zurück ins Schlafzimmer kam, sie emotionslos ansah und sich anzog um wieder einmal ohne Gruss aus dem Haus zu gehen, fing sie seinen Blick ein und schaute ihm tief in die Augen.  Er ging und sie wusste, es war das letzte mal, dass sie neben ihm eingeschlafen war. Anders als sonst, löste dieser Gedanken keine Angst und Traurigkeit mehr bei ihr aus. Sie fühlte sich stark und glücklich!

Als es still geworden war in der Wohnung stand sie auf, ging ins Badezimmer und schaute in den Spiegel. Ihre Augen leuchteten und sie lachte sich selbst verschwörerisch zu: „Heute“ dachte sie, „fängt mein Leben neu an!“ Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht und als sie den abgebrochenen Fingernagel bemerkte, füllte sich ihr Herz mit einer strahlenden Wärme und es war ihr zumute, als könnte sie die ganze Welt umarmen.

Sie nahm ein Stück Papier und begann zu schreiben: Lieber Nick…

Weiter mit Fragmente 1.1 – Aufbruch

Selfmade Gourmetdinner und ein Geschenk

A Star for you!

Das waren sie also, die Festtage 2008! Geschafft! Nun fehlt nur noch Silvester und dann bräuchte ich erst mal zwei Wochen Urlaub. Obwohl, dieses Jahr gings ja eigentlich, mit wenigen Ausnahmen, recht gemütlich zu und her. Zum Glück! Weihnachten feierten wir im Emmental bei einem Teil meiner Familie, den ich erst seit 3 1/2 Jahren kenne. Ich bin im Alter von 3 Monaten von meinen heutigen Eltern in Pflege genommen und später adoptiert worden. Vor 3 1/2 Jahren lernte ich dann meine leibliche Mutter und meine 4 Brüder samt Ihren Frauen und Kindern kennen. Das war eine tolle Sache, aber diese Geschichte erzähl ich Euch ein andermal!

Die Feier dort war einfach toll. Ich wurde von Anfang sofort in die Familie aufgenommen und so sind die Treffen immer sehr herzlich und schön! Nur einfach immer zu schnell zu Ende.

Am 28. Dezember feierten wir dann mit meinen Eltern. Wir luden Sie zum Essen ein und veranstalteten ein Galadinner. Manno, wir kamen echt ins Schwitzen und legten uns voll ins Zeug. Schliesslich haben wir echt Spass daran, Gäste zu verwöhnen. Der Tisch wurde festlich in schwarz und rot gedeckt und ein 4-Gang Menu kredenzt. Wir kreeirten sogar eine Menukarte, was natürlich super ankam:

Menukarte

Meine Eltern waren restlos begeistert und hin und weg. OK, ich gebe zu, den Broccoli habe ich ein Spur zu lange gedünstet. Aber sonst war’s perfekt! Tom’s thailändische Kokosnussmilchsuppe war der absolute Renner! Aber auch die Jakobsmuscheln auf Nüsslisalat (Feldsalat) an dem Vanilledressing waren ausgezeichnet. Und das Chateaubriand, ein Filetmittelstück vom Rind, fein mariniert, kurz angebraten und im Ofen niedertemperaturgegart, war butterzart und zerfiel fast auf der Zunge. Wir waren beide mächtig stolz und es war garantiert nicht unser letztes Galadinner!

Rezepte gibts auf Anfrage! ;-)

Geschenke gab’s diese Weihnachten keine. Nur für die diversen Kids in der Familie. Ich habe ja schliesslich zwei Patenkinder, eine Nichte und 3 Neffen. Und seit Weihnachten hat nun auch Tom eine Patentochter. Meine Nichte. Mann, der hat sich vielleicht gefreut, als er gefragt wurde :-)

Aber ein Geschenk haben wir uns gegenseitig dann doch gemacht. Ein ganz unverhofftes. Beim Bummeln durch Basel haben wir in einer Galerie ein Bild gesehen, dass uns beiden total gefiel und wir sicher waren, dass es genau an die eine Wand im Wohnzimmer passt.

bild2008

Wir haben es dann mitgenommen und zur Probe aufgehängt und…was soll ich sagen? Es sah aus, als hinge dieses Bild schon seit Beginn an dieser Wand! Es schien, als wäre es genau für diesen Ort und für uns gemalt worden. Nun, so haben wir es uns gegenseitig zu Weihnachten geschenkt.

Zufälle gibt es keine, da bin ich felsenfest überzeugt! Immer wieder gelangen wir, wie durch Zauberhand, an die richtigen Menschen, die richtigen Gelegenheiten, die richtigen Ideen und Inspirationen und in die richtigen Situationen. Manchmal braucht es Mut um dann auch zuzugreifen, offen zu sein, sich hinzugeben oder aus seinem gewohnten Trott auszubrechen.

Diesen Mut, diese Spontanität und dieses Gefühl für „das Richtige“, das wünsche ich Euch und uns für das 2009!

Rutscht alle gut rüber! Wir sehen, lesen oder hören uns wieder im 2009!

Weihnachtliches

So sah es noch vor ein paar Tagen bei uns aus. Alles Weiss in Weiss. Die Welt um uns herum sah aus wie ein gezuckertes Sahnehäubchen. Wunderschön. Doch das ist bereits Vergangenheit. Der Regen und die „warmen“ Temperaturen haben die weisse Pracht bereits wieder weggeschmolzen. Übrig blieben ein paar braun-grau verschmutze Schneehaufen. Doch Schnee in rauhen Mengen konnten wir doch noch geniessen die letzten paar Tage. Ein guter Freund von uns, der im Wallis lebt, feierte nämlich am 19. Dezember seinen 40sten Geburtstag, was wir zum Anlass nahmen, gleich ein paar Tage im südlichen Bergkanton zu verbringen. Das Geburtstagsfest war unglaublich schön. Wir lernten ein paar neue Menschen kennen mit denen wir wohl auch in Zukunft freundschaftliche Kontakte pflegen werden dürfen. Das Fest endete erst in den frühen Morgenstunden, was uns nicht davon abhielt, am nächsten Tag eine Schneeschuhwanderung unter die noch müden Füsse zu nehmen. Wir starteten auf der Moosalp und bahnten unseren Weg auf den Stand, von wo aus sich uns eine wundervolle Aussicht bot. Auf dem Rückweg begleitete uns ein feiner Nebelschleier, der immer wieder die Sicht auf die Walliser Alpen freigab und ich fühlte mich in eine komplett andere Welt versetzt. Wie immer, wenn ich in den Bergen bin, umfing mich dieses Gefühl von einer Verbundenheit mit dieser Natur, die schon lange vor der Menschheit da war und die uns hoffentlich auch überleben wird! Am Tag unserer Heimreise besuchten wir dann noch die Riederalp. Einer meiner „Heimatorte“ dieser Welt. Schon als 3-jähriger Knopf verbrachte ich mit meinen Eltern dort oben die Winterurlaube und auch im Sommer besuchte ich diesen wunderschönen, verschlafenen Fleck inmitten dem Unesco Welterbe „Jungfrau-Aletsch“ schon oft. Für mich ist das einer dieser Orte, an denen ich ganz zu mir selber kommen kann und mich einfach daheim und wohl fühle. Lustigerweise verbrachte auch Tom mit seinen Eltern schon etliche Urlaube da oben. Getroffen haben wir uns damals da aber nie… Bei einem Bierchen genossen wir die Sonne und schwelgten in Erinnerungen an diesen wunderschönen Ort. Uns gefiel es sichtlich! Der Schock traf uns dann gestern um so heftiger, als wir wieder zurück waren und in Basel noch ein paar Weihnachtseinkäufe erledigten. Direkt vom vom Mittelpunkt des Herzens zurück in das Zentrum des Konsums, der Menschenmassen, Stress, Überfluss an Dingen die niemand braucht und alles war so laut, so hektisch, so… wie ich es eigentlich nicht mehr brauche. Einmal mehr bin ich froh auf dem Land zu leben, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint und alles ein bisschen langsamer, leiser und freundlicher abläuft. Ihr lieben Stoepsorama Besucher: Euch wünsche ich ein besinnliches Fest, inspirierende Begegnungen, ruhige Momente die es euch ermöglichen wieder einmal den Beat Eures Herzens zu hören und zu fühlen. Und ich wünsche Euch einen guten Start in das Neue Jahr! Gute Gesundheit, viel Glück und Erfolg bei allem, was Ihr im 2009 anpackt! Love & Peace Stoeps